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Die erdfunde

a Verhaͤltniß zur Natur und jur Gefchichte Des Menfchen,

ober allgeme ine, wrgleichende Gengraphie,

als

fihere Grundlage des Studiums und Unterrichts in phyſikaliſchen und Hiftorifchen Wiflenfchaften,

von

Earl Ritter,

Dr. und außerordentlicher Profeffor an der Univerfität, wie auch ar ber allzemeinen Kriegsſchule in Berlin; wirkliches Mitglieb der Mirtersuifhen Gefellfhatt für die gefammte Naturkunde, außer⸗ erdentlies correſpondirendes Ehren: Mitglied der Geſellſchaft füu iitere Deutfhe Geſchichteskunde, Gorrefponbent ber Königl &os cietät der Biffenfhaften zu Göttingen, der Senkenbergiſchen naturforfhenden Gefellfhaft zu Frankfurt a. M., der Maͤrkiſchen okonom. Geſellſchaft zu Potsdam u, a, m,

Dr y N, age . . Erfter Theil, I... )

| Erfes Buch. Afrikahe

Zweite ſtark vermehrte und verbeſſerte Ausgabe.

A

Berlin, ı822. BGehbrade und verlegt bei & Reimer.

©

nÜftins emergit veritas ex ertore quam 6x confusione, * Baco de form. calid. Aph. X.

Nine ch Peſtalozzt ur | | | Schr 8. Gut smuthe,

am väterlichers Lehrern und theuern Sreunden,.

gewidmet

als Sffentlihes Beiden ber innigflen Berehrung und Dankbarkeit.

Vorrede ser. erfien Be,

© jmeierien von guäif Bädern erföpeimen Siern wit, welche‘ es verfuchen follew, bie laflgemein wide . tigften, sengranbifh- Vexrhaͤltniffe bes Erdoberfläche in iprem Naturz se; un poar ihren wefentlichen. Zügen und Haup ehn nach darzuſtellen, insbefondere als Vaterland ber ter in deſſen mannigfalsigftem Einfiuffe anf korperlich and geiftig fich entwidelnde Menſchheit. Ihnen mens den in drei andern Theilen, deren zweiter fchow ‚mer . ter der Preſſe iſt, unmittelbar die übrigen folgen, und ein innerlich verbundnes Ganze bilden, jebech fo, Daß and) jedes einzelne Buch in feiner Sphäre ats ein Be⸗ famtes betrachtet werden Fann. Ihr Juhalt gebt, dem Wefentlichen und der Folge nach, aus ber Eine leitung hervor, zw weicher manches hinzuzufügen ge⸗ genwärtig der Raum nicht gefkattet. Daher hier nur das Nothwendigſte zum Berfländniß der Außen Au⸗ ordnung gegenwärtiger Arbeit, bei weicher überhaupt die guten vorhandnen Lehrbücher ber Geographie ale ihrem Inhalte nach befannt vorausgeſetzt werden. In ihr follte die vorangeeilte, wiflenfchaftliche Erd⸗ funde es verfuchen, die. Geographie felbft mehr zu durchdringen, zu geftalten, fo daß beider Inhalt fich decke, und der alle Wechfel hindurchgehende, natuͤr⸗ fiche und hiftorifche Character der Erdräume, vergli- chen mit den verwandten Bildungen -und zufammen- gehalten mit feinen Gegenfägen, den Blick auf Na⸗ eur und Gefchichte in alter, mittler und neuer Zeit aufhellte. Na dieſem mehrfachen Seſichespuntee

Sie erbfunde

wRerhättnig dur Natur und zur Gefchichte Se

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wigeichende ———

Grundlage des Fee —*c**

von Earl Rittier,

am ber allgemeinen Kriegefdule Bern, wistühet ie der

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cietät der Bifialda —* Göttingen, ber ——— —* —— [enden —X R., arkiſchen Sonn. —2 ww —X u Fe

Erſter Theil, Erſtes Du. Afelta

BZweite far vermehrte und verbeſſerte Ausgabe,

Berlin, 1822. Gedruns und verlegt . bei @, Reimer, \

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nÜftins emergit veritas ex ercore quam 6x oomfusione. Baco do form. calid, Aph. X. b

ineäch PeRalozai uns | ICher. 3. Sursmurde,

win väterlichers Lehrern und chenern Freunden,

gewidmet

als Öffentliches Zeichen ber innigſten Verehrung und Dankbarkeit.

Vorrede zur erſten dach

2, zwei erſten von zif Bichern erfcheinen hier⸗

wit, welche es verf ſollen, bie fallgemein Ä * pbyſtkaliſchen en Bespältuife nen Erdoberfläche im ihrem Naturz ge, 8

poar ihrem ‚wefentlichen. Zügen und —— er darzuſtellen, insbefondere ald Vat⸗erlaud ber fer in deſſen mannigfalsigftem Einſluſſe anf koͤrperlich und geiftig fich entwidelnbe be Bieufgheit. Ihnen men den in drei andern T weiter: ter der Preſſe if, —— die, die abrigen folgen, 3 ein innerlich verbundnes Ganze bilden, jedoch ſo, daß auch jedes einzelne Buch in ſeiner Sphaͤre als ein Ge⸗ ſamtes betrachtet werden kann. Ihr Inhalt 8* dem Weſentlichen und der Folge nach, aus der leitung hervor, zu welcher manches hinzuzufuͤgen ge⸗ genwärtig der Raum wicht geſtattet. Daher hier nur das Nochmwendigfte zum Berftändniß der Außen Au⸗ ordnung gegenwärtiger Arbeit, bei welcher überhaupt die guten vorhandnen Lehrbücher ber Geographie ale ihrem Inhalte nach befannt vorausgeſetzt werben. In ihr follte die verangeeilte, wiſſenſchaftliche Erd⸗ Funde es verfuchen, die. Geographie ſelbſt mehr zu durchdringen, zu geftalten, fo daß beider Inhalt fidh deckte, und der alle Wechfel hindurchgehende, natuͤr⸗ fiche und biftorifche Character der Erdräume, verglie chen mit den verwandten Bildungen-und zufammen- gehalten mit feinen Gegenfägen, den Blick auf Na⸗ tur und Gefchichte in alter, mittlere und neuer Zeit aufbeliee. Nach biefem mebrfachen Seſichespuntee

vu Borrede jur erſten Ansgabe.

mußte fich die äußere Anordnung der Bücher richten, welche in den Abrheilungen, Abfchnitten, Kapiteln, Die geographifche blieb, wie fidy dieß aus dem Inhalts⸗ verzeichniſſe überfehen läßt, inde& andre Unterabtheie lungen ‚mehr einzelne Hauptgefichtspunfte auffafien, öfter befchreibend und unterfischend zugleich zu Werfe geben, und von beftimmtem ‘Boden und von beſtimm⸗ ten Thatfachen. aus, auf das Durchgehende, Geſetzmaͤ⸗ Bige, Allgemeinere hinzumeifen fich bemuͤben. In Paragraphen, Leberfichten, Erläuterungen ift darum der Sefamtinhalt fo vertheilt, daß jene. jedesmal ein Bufammengehöriges, feinem hier abzuhandelnden Umfange nach, gefchloflen darftellen, um es im fol« genden wiederum als Factum zu handhaben, leicht darauf verweifen und fo allgemach weiter fchreiten zu Eöunen. Die Vorbemerkungen und Anmerkungen ente Balten einzelne Berichtigungen, Namenvergleichun⸗ gen, leitende Anfichten, Örtliche Hinmweifungen und ges Brängte Ueberfichten ſpecieller, biftorifcher Localver⸗ haͤltniſſe, weiche als Fingerzeige anzufehen find, Die von dem Befondern auf das Verwandte führen, und auf den ganzen Kreis des-hiftorifchen Wiſſens zurück weifen, von dem hier nur ein Bruchftüd gegeben wer⸗ ben kann. Ä Noch hindert das feagmentarifche, geographifche Willen die zufammenhängende Erzählung, und auch auf die bisher übliche, vom Allgemeinen ausgehende Darftellung, hat gegenwärtige Arbeit Verzicht ge: ehan, weil diefes Allgemeine, von der Erde aus, in Ser That erft noch aufgefucht werden muß, und fie als ein Beitrag zu ſolchem Fortſchritt dienen möchte, Als hiſtoriſche Disciplin ift die Geographie bis jetzt nur ein mannigfaltiges Gemenge ohne inneres Ges ſetz; fie harrt unter der Laft der Schlacken, die fie decken, des Silberblicks, aus dem fie als ein wiſſen⸗ fchaftliches Gediegenes hervorgehen fol. Namen,

von mieiner Seite nicht fehlen, und Audern, die mis,

dergleichen mittheilen wollten, wuͤrde ich. den verbin d⸗ lichſten Dank dafür ſagen. Altes menſchliche Streben bat feine Grenze; : fo iſt mir auch des Wichtigen zur Benutzung noch Einiges entgangen, sie z. B. von. Klaproths Abhandlung uͤber die Uiguren und J. Ide⸗

lers vortreffliche Arbeit uͤber die Oaſen der Libyſchen Wuͤſte. Die Druckfehler, deren in der zweiten Haͤlfte, wegen meiner Entfernung vom Druckorte, mehr find. als in der erften, follen im zweiten Theile folgen, weil. . eis unglädticher Zufall deren Mittheilung beim:erften -. hinderte. Um Nachfiche muß ich hie und da wegen. der Schreibart anfprechen, bei welcher es mir, wit

viu Vorrede zur erſten Ausgabe,

man ſich Teiche überzeugen kann, wie audy bei dem Drucke, daran gelegen war, fo gedrängt als möglich zu feyn, um den Plan des Ganzen auf möglichlt be= ſchraͤnktem Raume durchzufegen. Das zweite Buch follte Oft-Afien heißen, weil die ftarfe Bogenzahl noͤthigte, Weſt⸗Aſien zum zweiten Theile zu ziehen. Da wo ic) eigne Meinungen mitgetheilt oder Streif« jüge auf.ungebahntes Feld gewagt habe, wird. man immer Warnungszeichen und andere Wegmeifer fin- Den. Mit den fernften Theilen ber alten Welt habe ich begonnen, und die Befchreibung Afrifas von Suͤ⸗ den nach Morden, Afiens von Often nach "Welten, Europa fich immer ‚mehr annähernd, durchgeführt. Dieß ift gegen das Herfommen, aber nicye gegen Na⸗ eur und Gefchichte; die mannigfaltigften und verwik⸗ Pelteren, abhängigen Berhältniffe diefes Fleiniten, - wiewohl fpäter Herrfchend gewordenen Erdtheiles, koͤn⸗ nen in der That.allererft durdy die Erläuterung von je⸗ nen, in phyficalifcher wie in hiſtoriſcher Hinſicht, ihre volles Liche erhalten. Dieß ift bisher zu wenig be⸗ rädfichtige worden. Ueberdem gewinnt audy hier die Erfenntniß durch den Gegenfag, und bei Betrachtung einer weiten Landfchaft von einen erbabenen Stand- punkte, pflegen wir immer erft vom fernften Horizonte zu dem immer nähern zuruͤckzublicken, bis wir zuleße den nächiten Boden, und auf demfelben ung felbft wiederfinden. Andre werden mir eber den Bormurf machen Fönnen, nicht confequent genug noch weiter obfeits, von Auftralien, als dem Schlüffel zur phyſi⸗ Falifchen Erdkunde aller Eontinente, Jausgegangen zu feyn; indeß hiervon wird fidy an einem andern Orte der Grund genügend ergeben. “Bei den häufigen Au⸗ gaben von Entfernungen, weldye meiftens nur Schät- jungen find, und nur approrimativen Werth haben, wie. 3. DB. alle Karamanenrouten, find die ganzen Summen in geographifchen Meilen gewählt, und die

Vorrede zur erſten Ausgabe. ıx

beftimmtern Zahlen nach den Quellen zu fchärferer Vergleihung in Klammern beigefügt. Eine Angabe der arithmetiſchen Verhaͤltniſſe der Maaße ift leicht auf einer kleinen Tabelle zu überfehen, wie fie La Ersir, Bode u. a. m. gegeben haben; aber in ihrer Anwendung in der Ausübung bei den Autoren, darin liege die Schwierigfeit. Rennells, Goffelins und an⸗ derer Berfuche darüber find befannt; außerdem laffen die Berechnungen nad) den Meilenmaßen im Orient noch vieles zu wünfchen übrig, wo die Ly, Koß, Far⸗ fangs ſo verfchiedne Bedeutung haben, wie die Meile eder Lieue. Eine andre Beſchwerde ift die geographis (die Synonimie und verfdyiedene Orthographie derfel« ben Namen, von denen fid) niche immer die wahre Kedyrichreibung angeben läßt, wie dieß 3. B. fich in den alt= und neu arabifchen; und perfifchen eignen Namen, nach den verfchiednen Dialecten im Often und Weſten zeige. Wo es fidy thun ließ, babe ich zwar Schloͤzers Rath der Abfürzung und Bereinfa- hung, welchen er in feinen kritiſch⸗hiſtoriſchen Ne⸗ benftunden gibt, befolgt, die befanntern Namen nad) der deutſchen Ausfprache gefchrieben, die minder ge läaufigen vorderafiatifchen, arabifcdyen, mongolifcyen aber Häufig nach Langles, die hinterafiatifcyen, indi- ſchen nach Gilchrifts Anleitungen, die orientalifcdyen in den franzöfifhen und englifhen Sprachlauten wiederzugeben. Doc, fehle es hier an Einheit gar fehr, jeibft in ten Hauptquellen der orientalifchen Eprachferfcher. Ich habe daher bei Hauptpunften es nicht für unnuͤtz gehalten, zur feichtern Zurechtfin⸗ dung in äftern und neuern biftorifchen Werfen über jene Länder, in Klammern die verfchiedenen Schreib⸗ arten der Autoren beizufügen. Den Befig eines Atlas mußte ich vorausfegen, die beflern Karten find überhaupt felten; die neueften find in den Noten angeführt, ihre Benugung ift fehr

x Vorrede zur erſten Ausgabe,

zu wuͤnfchen. Bänden fich Theilnehmer, fo würde ich gern eine Sammlung von Karten- Entwürfen für einzelne Lofalttäten und zur Angabe allgemeiner Ber baͤltniſſe für größere Erdräume in Umriffen, etwa nad; Art meiner 1806 herausgegebenen fechs Karten von Europa, nur nady mehr ermweitertem Geſichts⸗ kreiſe, folgen laffen. Vieles habe ich dazu vorbereitet. Für mehrere wichtige Beiträge zu meiner Arbeit, welche ich in der Einfeitung nicht mehr nahmhaft machen konnte, habe ich den Herren Profefforen H. 8. !inf, C. S. Weiß und Lichtenflein, während meines Eurjen Aufenthaltes in Berlin, oͤffentlich mei⸗ nen verbindlichften Dank zu fagen. Legterer hatte die Güte den Abfchnitt von Süd. Afrifa durchzuge- ben, und mit Nachrichten und Bemerfungen zu be: gleiten, die ich benugen durfte. Möge ähnliche Bei⸗ bülfe ferner diefem Unternehmen" zu Theil werden, das nur durch Verein von Kräften gedeihen kann; möge deffen Erfolg für Wiſſenſchaft und Unterricht nur einigermaßen den Anftrengungen entfprechen, welche während mehr als neunjähriger Arbeic darauf verwendet wurden, und das Reich der Wahrheir, wenn auch nur um einen Schritt, dadurch gefördert werden *).

) Die Berichtigung der erſten Zelten biefer Vorrede zur erften Ausgabe, ergiebt fich von felbft aus dem Worwort zur zweiten BDenielben hier genannten Berren, meinen, jehigen verehrten Golan, bin ich auch bei der Herausgabe biefer seiten Aufs Tage ähnlige Verbindlichkeiten ſchuldig, ‚wie bei der erften.

‚Hersn Profeffor Idelers vortreffliche Abhandiung über die Das

fen, die id} deffen eigener gütigen Mictheilung verdanke, wirb

man nun aud unten benugt finden. Zur Herausgabe der gewiß nugbaren und mehrmals verlangten Karten, blieben bei der Seſchtaͤnktheit meiner Zeit und Mittel, fo wie bei bem

Wechſei meiner Lage, ungeachtet vieler meiner Worarbeiten,

Boch bis‘ jegt mod manche Wünfhe uͤbrig, die jebodp gegenwaͤr⸗

dig ihres Gefüllung fih mehr und mehr nähern, .

Vorwort zur zweiten Ausgabe.

Der lebhafteſten, allgemeinen, ſehr ſtaͤrkenden und vielfach belehrenden Theilnahme an dem Verſuche, wo moͤglich eine Vervollkommnung der Erdkunde nach meinen geringen Kraͤften —— glaubte ich ſtatt aller Worte des Dankes im Allgemeinen und Beſondern am zweckmäßigſten zu begegnen, wenn ich bei einer zweiten Ausgabe der beiden erſten Bände der Erdkunde, die vor der Erſchei⸗ nung des dritten fehon norhmwendig geworden war, dem Gegenftande felbft von neuem meine ganze Aufmerkſamkeit, Zeit und Kraft widmete, in fo weit die Hindernifle, der bisherigen Wechſel mei- nes Aufenthaltortes und der neuen Berufsgefchäfte mir diefes erlaubten.

Durch den rafchen Fortfihriet der neueften Entdefungen in Afrika ſeit dem legten Jahrze⸗ hend, und die mir nad) und nach möglich gewor⸗ dene, immer vollfländigere Benugung und DBerar- beitung aller früberhin erforfchten, mwichtigern That⸗ fachen über diefen Erdtheil, glaube ich die allge: meinere Kenntniß bdeffelben um eine, wenn auch kleine, Stufe höher geführe zu haben als bisher, und überhaupt fürs erfte genommen fo weit, Daß

. d

unVorwort zur zweiten Ausgabe.

nicht viel geographiſch Allgemeinerhebliches aus dem bisher Bekanntgewordenen zu dem in dieſem erſten Buche Mitgetheilten noch hinzuzufuͤgen waͤre. Dieſes Buch uͤber Afrika koͤnnte alſo, mehr denn in feiner fruͤhern Geſtalt, als ein-für ſich gefchlof- fenes betrachtet werden, welches fo ziemlich die wefentlichften Reſultate geographifcher Forſchungen über diefen Erdtheil bis um das Jahr 1820 felbft enthalten mag, oder an jedem! beftimmten Orte auf ſolche etwa ſchun vorhandene hinweiſet. Dieſes

wiſſenſchaftliche Ziel, im Sinne des ganzen Wer-

fes genommen, (denn von vollfländiger Materia« lienfommiung und Aufzählung des Beſondern, fo wenig als von fogenannter Gleichfoͤrmigkeit .der Musführung des Ganzen, kann bei einer Arbeit niche die Rede fenn, die eigentlicdy der Erforfchung und Darftellung ber weſentlichen, natürlichen und drelidyen, befondern Berhäleniffe, und der dar- aus ſich entwickelnden allgemeinern, für Die Aus- bildung der Völker und des Menfchen, gewidmee ift) zu erreichen, ward darum befonders wuͤnſchens⸗ werch, um ein zweckmaͤßiges Maaß für die öffent. fihe Mittheilung und den ferneen Gebrauch zu

gewinnen. 0 ‚. „Die Darftsellung der Erdfunde von Aftifa, welche bei der erften Ausgabe auf eine zu geringe Dogenzahl zurüdgedränge werden mußte, füllt daher in dieſer zweiten, als erftes der verfproche- nen zwölf Bücher, den ganzen erften Theil der Erdkunde und ich hoffe, daß ſelbſt die Beſitzer

der erſten Ausgabe den Zortfchriee der Wiflenfchaft

in der zweiten gern feben werden, wenn ſchon ein eringer Nachrheil im eignen Beſitz der erften paar

ücher daraus entfteht, den ich leider von meiner Eeire nicht ändern konnte, da Fortſchritt zum Bellen, bier das erfte Ziel feyn mußte, Die,

Vorwort zus zweiten Ausgabe, Xıu

von den “fahren 18:0 und ı821 an, neuerfolgen» den Entdedungen und Ermeiterungen der Kennt niffe in dieſem Erbebeile, über feine Natur und Bewohner, follen aber von nun an, je nachdem das Bedürfnig dazu eintreten wird, in eignen, abgefonderten Heften mit einer vollftändigen Lite ratur und Ruͤckblicken auf.das früher DBefannte verfeben, als Beiträge oder Nachträge zur Ervdtunde von Afrika, oder zu diefem erſten Buche, erfcheinen, fo, daß in diefen nad und nad eine Bibliothek des Wichtigern und Neuern für diefen Erbdeheil fich ausbilden Fann, die dann als Fortſetzung gegenmwärtiger Erdfunde zu betrach⸗ ten ſeyn wird. Diefes erſte Buch wird daher, von nun an, in feiner gegenwärtigen Geſtalt blei⸗ ben können, ohne, wie diefesmal, fernerhin großen Umänderungen unterworfen zu feyn, da alle wahr. baft wiffenfcyaftlihen Erweiterungen in ben Beiträgen erfcheinen follen, ibm felbft daher nur die Verbefferung feiner etwaigen innern Gebrechen vorbehalten bleibe. Ich hoffe auf diefem Wege zugleich dem gründlichen Fortfchritte der geogra⸗ phiichen Wilfenfchaft, als auch den Beſitzern die⸗ fes Werkes einen wefentlihen Dienft leiften zu föonnen, und habe deshalb diefem erften Buche, tas alfo auch als ein für fid) beftehendes Ganze. berradhtee werden Fann, ein. Juhaltsverzeichniß und ein eignes Negifter beigefügt, beffen Ausar« beitung die Lefer mit mir dem vredlichen Fleiße meines jüngern Sreundes, dem Philologen Herrn ©. Salzmann verdanfen.

Wie diefes erfie Buch, fo werden auch die folgenden Bücher wie Oft-Afien, Welt: Afien, Europa, der Morden der Erde u. ſ. w., als für ſich beftehende Ganze behandele erfcheinen, fo daß ihr. Gebrauch, der, wegen des phuficalifchen und

—— zv Vorwort jur zweiten Ausgabe.

hiſtoriſchen Characters ihres Inhalts, nicht auf einen vorübergehenden Zuſtand der Geographie befchränfe, "fondern auf das dauernde Wefen der» felben gerichtee ift, wie ich PM und möünfche, hiedurch defto allgemein brauchbarer und frucht beingender auch für andere Zweige der Wiſſen ſchaften und für den Unterricht überhaupt were den möge.

Außer der ftarfen Vermehrung des Inhalts wird man bier überall auch ein Streben nach Berichtigung und Vervollſtaͤndigung deffelben fin- den, was, wie ich mir fchmeichle, die einmal be« folgte Methode der Bearbeitung auf eine befon« ders fruchtbare Art begünftige bat. Daher denn auch nur wenige Seiten und Unterfuchungen ganz leer ausgegangen’ find, und fogenannte Nachliefer rungen der neuen Zufäge für die Befiger der er⸗ "Ken Ausgabe unausführbar und ganz unzureichend gemwefen feyn würden. . Nur die Vorbemerkungen, welche etwas anders geftellt wurden, und die Ein« leitung, find ohne Verbeſſerung geblieben, wie fie im Jahr 18:16 aus einem Gedanfenerguffe her- vorgingen; nicht, weil fie etwa ohne fichtbare Dunfelbeiten und Mängel wären, fondern weil Be gleich vom Anfang an, micht als Theorie gele ten. wollten, wofür man fie hie und da genommen und daher mic Recht fehr unzureichend gefunden, fondern ‘eben nur als einzelne Fingerzeige, um auf einiges aufmerffam machend vorläufig dasje⸗ nige anzudeuten, was fpäterhin nach einer gewon« nenen Reihe immer neuer, indivibueller, geogra« pbifcher Anfchauungen und Typen, auch vollſtaͤn⸗ Riger als willenfchaftliches Ganzes ausgeiprochen werden foll, föbald nur einmal die gegebne Summe der Thatſachen vollftändiger zufemmengebrache. und wen. ber. Kritif belenchtet ſeyn wirh, was chen

Vorwort zur zweiten Ausgabe, xv

uf unſerm bier eingeſchlagenen Wege practiſch, anfangs geſchehen ſollte, um auch hier endlich einmal nicht zu einem kuͤnſtlichen fondern zu ei« nem natürlichen, im fich felbft begründeten Sy⸗ fieme zu gelangen, von dem man bisher faum noch eine Ahndung haben fonnte. Denn, mir ertennen and) in der Geographie, wie in der Epradyforfchung, eine höhere Kritif an, melche, wie diefe jeden Schriftftellee aus ihm felbft und aus feiner Zeit, nicht aus einer allgemeinen Sprach- theorie und Philoſophie erflärt, fo auch jede Erd» gegend issbefondere zu erforfchen fich bemübe, nach den individuell ihr ſowohl felbit inwohnenden als auch aus ihrer Öerlien Stellung bervorge- benden characteriftifchen Erfcheinungen und Na⸗ turverbäleniffen, ohne diefe nad) einem einfeitigen legiſchen, allgemeinen Eintheilungsgrunde zu be- fhreiben und zu claffificiren, oder nach einem her: tömmlichen, wenn ſchon allgemeingebräuchlichen, Maapftabe zu beurtheilen, fen es auch der ſchein⸗ bar befte in der Phyſik, Terrainlehre, Geographie, Klimatologie u. f.w. Wenn daher in diefer Eine leitung manche Belehrung welche ich durch zahl. reihe und einige vortreffliche Necenfionen, Deren Berfaffern idy mich banfbar verpflichter fühle, ers halten babe, nicht Frucht getrageri zu haben fchei« nen ſollte: fo bitte ich darum noch Fein Ureheil gegen die Empfänglichfeie für Tadel zu fällen fondern vielmehr den Fortgang der Arbeie feibft zu prüfen. (Mir bekannt gewordene zum Theil ſehr umftändliche und belebrende Kritifen, findee man über die beiden erften ‘Bände in den Goͤt⸗ tingifchen gelehrten Anzeigen 1818 Mr. 107, 1821 Nr. 385 im Hermes 1819, Heft 3. S. 235 bis 245; in der Hallefchen allgemeinen Literatur» Zei- tang 1819 December Mr. 318 und 3193 in ber

xvı Vorwort zus. zweiten Ausgabe.

Jenaiſchen allgemeinen Literatur⸗Zeitung 1800

Mr. 185 und 186 nebſt Fortſetzung in denſelben Ergänzungsblärtern ı821. Nr. e und 3; in ben neuen allgemeinen geographifchen Ephemeriden, Weimar 1819 sr Band 4tes Stud ©S.a39 und ° Gr Band 2tes Sch S. 183; in den Wiener ' Jahrbuͤchern ber Literatur 1820 XI. Band Seite 175 bis aı5 und in Seebode Fritifcher Bibliochef für Schulweſen und Unterricht 1821.)

Wenn aber aud) bei diefer zweiten Ausgabe . noch fehr vieles, aller Anftrengung ungeachtet, zu ihrer innern Vollendung zu mwünfchen übrig bleibe, fo bitte ich zu bedenfen, baß eine Arbeie wie diefe nun einmal begonnene, weldye überall auf neuer Forſchung und Darftellung niche nur der Materialien, fondern befonders der Verhaͤlt⸗ niffe in einem fo ſchwer überfehbaren, ungemein weitläuftigen und zerſtreuten Felde der Willen- ſchaften beruße, wiche nur die Zeit eines ganzen Menfcyenlebens vollfommen in Anſpruch nimmt, fondern daß auch zu ihrer Durdführung in der That eine außerordentliche Anftrengung von Kräf- ten mancherlei Are unentbehrlich ift, welche die eines gewöhnlichen Privatmanns in andermweitigen Berufsgefchäften, leicht überfleige, ja, daß öfter durch ein befonderes Gluͤck und die größte Ber —— auch nur dieß Wenige zuſtande ge⸗

bracht werden konnte, was hiermit zum allgemei⸗ neh Nutzen von neuem dargeboten wird.

Auch die ununterbtochene Vorarbeit zu ber Fortſetzung der folgenden Bücher, die nach Afien, Europa enthalten werden, und dieſe ftarf erwei« terte, verbeflerte Ausgabe, mweldye die erfte litera⸗ rifche Frucht meines einjährigen Hierſeyns iſt, wöärde ich niche ohne manche „befondere Beguͤnſti⸗

gung

I; Vorwort zur zweiten Ausgabe. xvn

gung äufierer Umflänbe zuſtande gebracht haben, jumal nicht ohne die den nothwendigſten Beduͤrf⸗ niffen entfprechendere Stellung in meiner neuen Berufslage, die ich gegenwärtig der Gnade Get: ner Majeftär des Königs und der Weisheit Seis ner hohen Minifterien verdanfe, und dieß mit Steudigfeie zu befennen und bier auszufprechen mich lebhaft gedrungen fühle.

Cs mürde mir ferner unmöglic gemwefen fenn, aus dem ofe fo Foftbaren und ſchwerzugaͤng⸗ lichen Quellenreichehum, auch nur in dem Maaße su ſchoͤpfen, ale es doch hier wirklich gefchehen fonnte, wenn nicht von verfchiedenen Seiten her, felmere, literariſche Unterſtuͤtzungen mir auf eine jeitiparende und bequeme Urt während des mehr als dreiviertel Jahre dauernden, unabgebrochenen, ſehr mühſamen Drudes diefes erften Bandes zu Theil geworden wären. Bei diefen muß ich vor zuͤglich, mas manche der felmeren und neueften Engliſchen Huͤlfsmittel betrifft, der Vortheile er- mwähnen, welche mir durch die beſondere Güte meines verehrten Freundes des Herrn Bibliothekar und Dr. Spicker zur Foͤrderung meiner Zwecke zu Theil wurden, ſo wie binſichtlich der. allge» meinen literariſchen Unterſtuͤtzung ich der zuvor— kommendſten und ſelbſt außerordentlichen Bei— hülfe ter Herren Vorſteher hieſiger Koͤniglicher Bibliothek meinen aufrichtigſten Dank zu ſagen verpflichtet bin. Andere wiſſenſchaftliche Unter⸗ ſtuzungen, durch welche dag Ausland, zumal Daͤ⸗ nemark und Schweden, meine Unterſuchungen bes seicherten, werde ich fünftig an ihrer Stelle dank⸗

| bar anführen. Wem Jahrzehende hindurch dau⸗

! ende licerarifche Arbeiten diefer Art nicht unbe:

kannt find, der wird mir im der Unentbehrlichfeit

| tiefer und ähnlicher günftiger Umftände auch für ı La

xvu Vorwort jur zweiten Ausgabe:

die Zukunft zur Durchführung gegenwärtigen Un⸗ ternehmens beiftinmen, deſſen DBollendung meine Zeit und Kraft wie. bisher. ununterbrochen und in foweit gewidmet bleiben, als Berufspflicht, Ge⸗ ſundheit und der Wille der Vorſehung es geflat- ten werden,

. Berlin, in der erften Woche des Januare 2822. nr

Carl Ritter.

Inhaltsverzeichniß und Blacweiſer. |

jaritung p- 1—56.

Allgemeine Vorbemerkungen np —XE 4. 1. Die Befte der alten Belt. ef. © ev, 5.2 Des Sand. Gel. 1. Erboberſi

* Eee

von Erl. 3. begeiänenber Ausdruͤcke für bie Erhe⸗ bung ber Erde. Anm. Gezimmer ber Erbe. p ri

Die firömenden Wa er.p.75. Erl1. Flußgebiet,

fgkem; p. 76. Anm. 12.70. et als Tragpläge. -

Erl. Rihtung, Gefälle, Oberer Mittler und Nntereg auf der Stroͤue. bi 80,

Erl. 3. Die Etufenläuder der Erde. p. 86.

Erſtes Buch. Afrika. p 91051.

6. 3. erfte Abtheilung. Das Bebirgsgane ober Afrika. P- 387. Ucberfigt. p. 9. Ann

—*88* Anſicht. 4. 4. Erſter Aſonitt. Poidrans von Hood, Afrika,

PR Ar} Kepitei. Hochterraſſe des Dranie tevier. Das Hochland der Beetjuanen, Koranas u. Bosjesmand, p. 9. Eri. 1. Begrenzung, einzelne Bebirge, p. 96, Ei. 2. Dberfläde der arsaffe p. Der Menſch. Anm. Art ber Berbreitim g 5. Zweites Kapitel. Zweite Xertoffe, bie Zarroo. P. 108, | El. 1. Weftabfall. p. 104. | Erl. Soͤdabfall. p. 107 Erl. 3. Die Karroo. p. 108, 5.6 Drittes Kapistel, Dritte Terraſſe, bad Köftenfartt,

p Erl. 1. Baien und Vorgebirge. p. 111. er 2. Geognoftifher und by rographiſcher nehberblick.

13. ei. 3. Die Kabelbank. p 10, '$ 2

xx Inhaltsverzeichniß. | .

Erl. 4. Die Gapcolonie, neuefter Zuftand. p. 121. - - Awelter Adſchnitt. Oſtrand von Hodräftia —— Kapitel. Die Kaffernkuͤſte.

Erl. 1. Hodland ber Bosjesman. p. 133,

Erl. 2. Köftenterraffe. p- 34

Sri 3. Käfte Ratal. p. 136.

6,8. Bweites Kapitel, Die Käften von Sofala und Dos

sambil. p. 136.

Erl. 1. Gr Zerraffe. Quellland bes Zambeze und Hochs ebene Chicowa. Anm. Kaffernſtaͤmme; Feſte Symbaoe.

ef 3 2. Bweite Terraſſe. Gtufe von Moearangua, Mor nomotapa nnd Manica. p. 142.

er 3. Dritte oder Küftenterraffe von Sena und Sofala.

. 145. Anm. Golblörner, gediegen Gold, Eiſen. p. 145. er. 4. Die Portugiefenkolonie ‚Mofambique auf der Kür fienterraffe Reuefter Buftand. p 148. Erl: 5 Anhang. Unbekannte Küfte bis Gap GBuarbafu n und Barbera. Semaulis. p. 159. 59. Dritter Abſchnitt. Mordrand von Hoch⸗Afrika auf der Öftfeite. p. 157— 256. AErſtes Kapitel. Gt Kerraffe, Aethiopiſches Hochland; Kaffa und Narea. Erl. 1. 3 ro, | Erl. 2. Quellen: j rnandez Reiſe nad) Rarea. p. 173. Erl. 3. Raturbefhaffenpeit. Kareaner. p. 174. $ 10, 3weites Kapitel. Zweite Xerraffe. '- Habeffinifhes Xipenland. p. 176. Anm 1. Aethiopien Dabei. Namen. p. 177. Anm 2. Quellen; über Bruce und Salt. p . 178. I. Deſtliche Gruppe des Bee —* im Ok on Aa , er Alpenpäffe na abe

Erl. !. Yuffteigen von —8 und Adule u. ſ. w. p. 181.

Erl. 2. Aufſteigen vr ber Vorterraſſe bes Babernagaia zue Zigreterraffe. p. 186. Anm. 1. Gandfteingebirge, Hoͤlen, Feſten, Ambas$orm. p 189. Anm. Tigre⸗ tertaſſe als. Culturland, Krumitifdes Reid. p. 191.

. Xum 3. Zigreterraffe als eher ber Kämpfe des Ehriftentbums und bes Islam.

@ri. 3. Auffteigen vom Hafen Evi, von Bure unb Amphilabay zur ‚Sigreterraffe, p. 197. Anm. 1. Salz⸗ .terraffe, Steinfalz. p. 199..

El. 4 Zuffteigen aus Mazaga und Kolla über den Las "malmon zur Ebene von Bondar. p. 200. Anm. Die & neehöhen. p- 202,

ri. Anffteigen von ber. Kolla. von Ras⸗el⸗FJeel aber Fſchertir u. ſ. w. p. 204.

en. . Auffteigen aus ber Kolla von Giefim uͤber Serke

er. N " Pifteigen von. Zigre über Angote und Amhara u. ſ. w. pP» 206,

.

un Rote über bie Dei u &e ur se

Aum. Analoge Zerraffenbilbung Erl. 4. Dar Bungaro, das Bond 4 Sun. p. I

6, 14. er ae tie VWeſtrand von Hoch⸗Afrika. * "Di im Güben des Aequators, Süd⸗ Gui⸗

ern Feb Singelne Angaben vom Gap Ne x um Cop bes Lopez Gonfalves. Nach Altern ——

Ert. 1. * enland; Gatarakten; Loanda. p. 259.

Erl. 2 ohner; Anziko, Siagahorden. p. 261. Anm, 1. —— Gebraͤuche auf dem Hochlande. p. 266. Anm. etiſch. p. 266.

Ri Zweitet Kapt tel. Pr Münbungsland bes Baiccluffes in Dong; nach neueften Berichten. -B: 267. gu 1 1. De Baire, unterer auf. p. 271. e Entbedungsfaßrt auf dem Balre gie Retion 30 Catarakten, von Embomma u. ſ. w. p. 27 Kongoer, Reid und Bolk. p. 287. -

4 35. II. ni Kite im. Norden des Aequators, Morb Guines.

J Hr 8 Kapitel, . Kl. 1. (and der Ambofer. Deiis Dabamey 297. —— Aquapim. "208. Et. ig Die —EXE nach neuen, B 1. —— der "se Bat —* 303, —B und ati’ : - Blan d im —8X ber Soldkuͤſte; das

u Inhaltseverzeichniß. eich der Aſhantees. p. 30. Anm. 1. Die Aſhautees, alte Fa Auswanderer; eine Hypotheſe von Bow⸗ 3 Anm. 2, Handelsſtationen, von Goomaflie eu —* dem Innern, auf der Straße nach Houfſa und ned Tombuktu. p. 3. Sri. 4. Gap Sierra Leone, p. 333, Anm. Berg: Reger, iertes apitel. or er Bo prung von Hoch⸗Afrika, Joq·Sudan. p . 340. I. unter⸗Abtheuung. Beflabfal bes Hochlandes von Bus ban gegen das Meer und bas Küftenlanb. p. 342. Erl. 1. Tertaffe von Teembo: Alpenland ber Fulah⸗Ne⸗ ger. en 2. a Hochland Zeembo. p. 345. Erl. 3 Nörblihfier Saum. ber Grenggebirgsfette gegen den Bambia am Rerikofluffe u. ſ. w. p. 346. Sri. 4, Zulahs p. 346. Anm, Belch-Eprasın Afrikas niſche Alpenvölter. 6. 17. Fuͤnfter ‚gergnie. Berlider Nordrand von Hoch⸗Afrika. p. 35 17. UntersAbtheilung. 7 Rorbabfer des Hocqchlandes von Sudan gegen bad ımtere GenegalsRigerland und die Wüfte Sahara. p. 352. Erftes Kapitel. N Ranbingo-Zersafte. Pr 352. - Erl. 1. Obere Zerraffes erfte Stufe B 353. Anm. 1 Anelogie in der Bildung der Hoc nber. p- 355. Anm. 2. Sntbedung ber Quellen bes Fenegal, Gambia und Rio Grande durh Mollien. p. 35 | Erl. 2. Mittlere Zerraffe, zweite Stufe. p. 357. Anm. 1. Analogie se Bilbungen fumpfiger wöalbregionen p. 359. Anm. 2. Garawanenweg. p. 359. Erl. 3% Bambuf, Goldterraſſe. p. 359. Erl. 4. Die Mandingos. p. 36 Anm. Jamilienaͤhnlich⸗ keitz Gegenſat ber Berg⸗ und Flaͤchen⸗Reger. p. 367. l. 5. Mungo Parks zweite Reiſe über die mittlere Terraſſe des Bebirgslandes im D. von Bambuk u. ſ. w.

$ 18. In * us Kapitel, Wahrſcheinliche oͤſtliche Fortſehung es Hochlande Erl. 1. Das Beng-@ebirge. p. 377. Gtl. 2. Ueber bie Menfhenmenge auf dem Hodlande, p.

379. Erl. 3, Handelsſtraßen durch Soch⸗Afrika. p. 385, 6, 79. ‚Zweite Abtheilung. Uebergangsformen

Hochlande zur Niederlande In Afrika,

Die Bafferfofteme und Stufenläns Ser. p . 388 882,

& er Abfsnitr Die Stufenländer und affertpeme © von Säd; Afrika, p- 38—

Inbalteverzeichniß. zz

Er ſt es Kapitel. VDaſſerſoſtem bes großen Fluſſes ober

Dranjeſtroms. p. 389.

&r.i. Dberer kant. p- 390. Anm. Griquaſtadt, Gem traimiffion. p. 393.

&rl. 2. Mittlee Sauf, p. 39%. Kam. Grißelifationen ; Brangel an Gdelfteinen.

Er. 3. Unterer Lauf. p

ri. 4. Anwohner bes creme. p- 39.

weiter Abſchnitt. Stufenländer des mite lern Afrika,

5.20. Grfes Kapitel, Das Waofferfoflem bes Senegal

ei}. Dierer earſ. p. MOB. Mittellauf, p. 403, ine terer Lauf, Delta. p. 4.

ei. 2. Sambia und Rio Grande; p. 408,

Erl. 3. Geſchichte der Anſiedlangen unb Entbedungen ber Yortuglefen, ranjofen und Gngländer am Genegal und Gambia. p. 410.

X. Ameites Kapitel Das Waſſerſyſtem bes Riger p.

Gri. 1. Oberer auf. p. a.

&rl. 2. Mittler ef. FB 423, Anm, 1. Erſte Beſchif⸗ fung bes NRigerfiro urch Guropder und Mungo Parks Ende, Pa ri Ankunft am Niger. p. 428.

4) Der Rigerlauf unterhalb Sego und Ganfanding nad ältern Berichten. p. 432. Anm. 1. Aufzählung der ' neuern Quellen ber Augenzeugen über den mittlern und untern Lauf bes Nigerſtroms, feiner Uferlänber

und Heide. p. 434 - 440,

2) De. Rigeriäuf unterhalb &ego, nah aeuern Berich⸗ ten der Augenzeugen. 1. Sego. u . 2. Dibbie ©ee. p. 42 3. Timbuktu. p —457, Anm, 1. Timbuktus Handelsſtraßen in ale Weltgegenben. 457. Markt von Simbultu. p. 460. Anm. 1. Ma preife a Sanfanding. P 8. Anm. 2. Starte aus nahme bes Afrifanifgen Dandels u. ſ. w. p. 469. Das Reid Houffa, Namen ne Rigerfromit, Die zei. leta Eroberer u. ſ. w. 5. et Hamets Ras rawanenreiſe nach ——

3. 2. 3, Der mittlere und oͤftliche dien am untern Laufe des Nigerſtroms.

Erl. 3. Bornu, Kaſchna, Bangare, Ing Fe 74 ae Sudan; Une terſcheidung dee Gtröme u. f. w Der Aſchadi oder der große Strom und die Badars im "4 und D. von Born. ‚a8. 1. —— FA 2. Kaſchna. Bornu, ia eun- de des den 6 Shan am m aan ifteom uns am Scha⸗

505, a) Dar Kataku. p. 49.

» Bahr a. Höre c) Bagherme. d) MBorgu ‚ober

Da: ealey, aus Wabai. p. 501.

Far‘ Die Öftlihen KWerbindungsglieber zwiſchen dem

Vaſſerſyſtem des Riger und Rilſtromt. Der Datta Mar

zum . Inbalteverzeihniß.

& Miffelad, Dar» und Bahar⸗Kulla, aber bie waldige Pumnfregion, und ber Bahr Taiſcha zum Nil el Abiad.

ei. * Saat, Der Niger ein unentwik⸗ keltes Gtromfotem. p. 511—514. Anm. Raqtrag; Haby Bubelers Itinerarium, p. 514.

8. 85. Daisur Abſchnitt. Stufenländer des ndrd: ; lichen Afrika, ‚oder. das Waſſerſyſte m des Nilfroms. p. 516—882,

Erfies Kapitel, Der Obere Lauf. p. 517. Erl. 1. Raqforſchungen über bie gilguelten, p-5233.- nm; wermuthlie Bermechslung. % a en Kapitel, Der c Nauf des Ril.

Erſte Stufe, Sennaarterraffe, von dem Chan: der Talaki ober iu, Rubis I: [ben Wähle. Em Das Reid Gennaar. p. 534. Das eig Hey und der Priekerftaat Daher. p. 9. 1. Die Tokruri ober die Regerpilgrimme * wi Selasenpandel aus dem Dftfuban durch da& obere Rilthal. p. 545. 3. Das Meid Werber und bie

«ee jarin, die all en Aberiginer. p. 549.

Berder, Barbar, Urfprung bes Bolkes wie des © iamene ng Ausbreitung. die Barabra an den Rile katarakten. 554— 563. Anm. 1. Die große Inſel Aloa der Sikobitifgen Ehriften, das alte Meroe, die Stadt, der Prieſterſtaat. p. 56h. Anm. 2. Rilnamen.

2. Beieten Kapitel. ° Zweite Gtufe des Mittellaufes ober Rubien. p. 571. 1. Angabe ber neuern im, Folgen⸗ den _benugten Quellen und ugenkengen über. Rubien.

» 580-562. Rilkatarakten. ei 1. Bweite Stufe des ieiraufees 1. Mograt. 2 eygha. p. 594. 3. Dongola oder Waby Dongola. HAN: Refibengen _Weroe, Rapata, Dongole. Der Mame⸗ Iudenftaat. p. 598612.

Er. 2. Dritte Stufe des Mittelaufes. Dar el Mahaf, Gebiet Say, Gutot. p. 612. Batn el Habjer, das Klip- pengebiet p. 616. Anm. Die Kelfentempel de“ Iſis und des Dfiris nit den Koloffen zu Ebſamboi. p. 6:

Er. 3. Bierte Stufe des Mittellaufes, von &ofambot sis Affuan, „Anter« Rubien, tat Zempelreice. —F Baby Ruba. p. 628. 2. Baby el Kenom 7 654. Anm. Unter» Rubin im Mitteteiter 73 Marys

Lu ein, nad Ion Gelym. Ren Eri. 4. Die heutigen —X —8 abe, bie Blemyer der Griechen und Römer. p. 666. Die Bebjah

ber Kraber. p. 666— 673. ee Die Gmaragbgruben Saboura ber Betas im Gebirge Dafi. p. 673. 53%. Biertes Kapitel. E23 untere Rilauf in Ober» Xeo

3x —— der Seutsteratten. p- . 680 701. DE Rile

ie ee Das S = BR Iufel Vet u.f 1. p- 680. —X

. XV

Sheltai den Araber. p. 637. 3.

ine. p. 669. 4. Affuon, Eoene. . ion Aegyptens mit ben Gr. Tot.

52. Bünftes Rapiret Der watere Rillauf ih Mitteh . estiouem. ». 772. re, Mine —— Be nörhlidde Thell von Mittel» Aegypten. Das . e von D . Berk ftem von DM. &. p. 787

Erl. 3. © —* der Bar Jeuſeeh der Möris⸗See

u J. W. p- 5.238 Seqchſtes Kapitel. Der Untere Rillauf in Unter⸗Ae⸗ gupten, bas Rilbelta, Neberfiht. p. 814.

Eri. 1. Die beiden Hauptarme bed Nils von Roſette und

Damiette mit ihren Ufergebieten. Hydrographiſch⸗ to⸗ pographiſche Ueberfiht inter » Kegyptens nad ben neuen und alten Armen und Gandien. p. 816. 1. Roſettearm mit feinem linken Ufergebiete. p. 816, 2, Damiettearm mit feinem linken ufergebiete. p. 817. 3. Damiettearm wit feinem rechten Ufergebiete. B 8772,

Erl. 2. Das Anfhmwellen der Nilwaſſer. Das Aufſchwem⸗ men ber Erbfhichten in Ober⸗ Mittel» und Unter⸗Aegyp⸗ ten, bie Erbauung ber Staͤdte nad) geologifhen Daten; bes Rilwaffer. p. 835. Meinung von ben Riltheilun« gen.

6.29. ErL 3. Bilbungsgeſchichte bes Mil Deltas. p. 852.

Ertl. 4. Das Thal der Werirrung, bas Thal ber Ratroms feen. p. 858. Die Küfte ivon Nlerandria und ber Mas zeotis. p. 863.

Er. 5. —** auf ben Nilſtrom und feinen Ginfluß auf die Geſchichte des Menſchen. p. 875— E82.

6, 30. Dritte Abtheilung. Die getrennten Ges

birgsglieder in Afrika. p. 883954. »

Das Yistea des Barbarei oben das Atlas Gebtrgoland.

LE . 6

[4

x Duheltereeheichuih. | Gehe. Kapitel, Umfang unb Bergrüge bes Atlas. »

Erl. 1. Grenzgebirgsketten. p .885. Erl. we Sauptgebi Küken 8 Plateaus. 1. Großer At⸗

las. uͤſtenkette gegen die Sahara. p. 887. 2, Kleiner las p- 889. 3. Mittler Atlas. p. 891. A. Bode Atlae} Daran. p. 89. Anm. Namen, Atlas und aran. 6. 3, Be Kapitel. Die Umfäumungen bes Plateaus und dbeffen Bewohner. p. 897. Erl. 1. Biledulgerid, Tell, Sahara. Erl. 2. Bewohner, bie Berhern, Bärbärn, p. 899. Ama⸗ sirg, Schelluh. p. 903. Anmerk. Anklänge der Berberis es Sprangenoffenfchaft im fernen Dften und Weften.

el. 3. Die maritime Käßenumfäumung bes Atlasplas z teaus; Fragmente p. 908.. Provinz Sufa p p. 9. 2. DOceanifhe Weftkäfte von p 390 ; 3. Tan⸗ _ gier. 4. Küfte von Algier. 5 910. Kuͤſte von Tu⸗ nid gegen Rorden. p. 912. 6. Golf von Tunis, Kar⸗ thaso. p. Yid. Xhm. Die Lage der alten Tprifchen Karthago. p. 916. 7. Oſtkuͤſte von Zunis. p. 921. $. 32. Drittes Kapitel, Das Plateau von Barka; Cyre⸗ naica. p. 924. Erl. 1. Kuͤſte von Zeipoli bis zur großen Sure. p- 98. Erl. 2. Die Geftade der großen Syrte. B. Erl. 3. Das Plamau von Barka bei abiar und ſeine Weſtkuͤſte u. ſ. w. p. 936. Kuͤſtenweg Über Bengaſi. Erl. 4, Der Landweg von Labiar über das Plateau von Bart nad &renne. CEyrene ber Alten. p. 943. ° Erl. 5. Oftfeite des Plateaus von Barka über Derna bis zum Golf von Bomba. p. 91.

$. 33. Vierte Abtheilung. Das Tiefland von Afrika. neberblick. p. 955 1040. $. # Erfter Abſchnitt. Sahara, die große Wuͤſte; oͤſtliche Halbe. p. 959 1015. Anm. 1. Wuͤſten⸗ namen; Sahara, Sahel. p. 960. Anm. 2. Der Name Sudan. p. 962. Grfes Kapitel. Oftküfte des Sandoceans. p. 963.

Ertl. 1. Die Eingänge von Aegypten zu ber großen Eis ofen Wüfte. 1. Von Kairo zum Thal ber Natrons feen. p. 963. * "Son Ober Aegypten oder Said zur „großen Dafe. p. 964.

el. ?. Laͤngenzug der Aegpptifhen Oaſenkette, am Oſt⸗ .rande ber Wüfte von R. nad ©. p. 964. "1. Die noͤrd⸗ liche und füdlihe Dafe, El Wah und EI Kibli. p. 969.

- 2. 8on ber großen Daſe burd Dar Zur bis Ril. p. 971. 3. Dafe Bur. p. 972.

9.3. Zweites Kapitel. Norblüfle des Sandoceans.

Erl. 1. 1. Eingang vom Oſten ber, ober von ben Ratrons feen bis Simah nad YHornemann. p. 973. 2. Eingang von R. und R.D. ber von ber Oſtarenze vari wie

-

s >

11F | Jubaltsverzeichniß· av der Maceotis bei Kieranb Ehre. as ven en der —— p. 975.

3 Giwah —— ine p- ISO. . &r. 2. . Bon Siwa = Gate bım ee von. FA

" wa Augifa, bis e Augila. p 3. Depp Berk ober Erl. Der fümanıe 4 Harafg um. Sage von Fezzan Er. 4. Peszan bie Dafe 6 de De Serämanten; rue Plin; Bäfen, en. Araber. richten. p. en b. oo nah chen Berichten des Gapls tain yon. 1002.

5.3. Drittes Im Die. Dafenjäge als . Raturbehine gungen sur geſchichtlichen der Bölter. E

Ert. 1. Xeltefle Kunde von p- Fer Dafe, Ei Ir Sajer, ae &r. 2. Die Daſenbewohner uub der Sarawanenverkihr. pp 1008. R L ame bes apa Dafenzugs, 37 Ipewohuer bes mirälkden Dafamps.” 1 Bon —8* er Siwah, Ammonier. p. 2 Bew von Fugle. . 3. Bewohner von Weizen. p. 101. St. 4. Die Medolaramane. p. 1014. 5. 37. Zweiter Abſchnitt. Weſtliche Halbe des Sandoceans; Sahara und ®abel. P Erſtes Kapitel. umfang unb Inhalt des weſtlichen Sandoceans. p. 101 Eri. 1. —æã—, Erl. 2. Inhalt ber Wuͤſte; Sandboden. Ma Erl. 3. Rorträden des Flugſandes. p Erl. 4. Bilbung ber Sahara unb She. p- 1022. Anm. Muthmaßung über bie Umwandlung der Raqbarſtroͤme durch das Vorrucken der Sahel. p. 1028. 5. 38. Ameiten Kapitel. Die Bemohner des Sandoceans.

PL 1. Pflanzen und Thiere. p. 1030.

&l. 2. Der Menfd. p. 1032” 1. Tibbos. 2 Zuarits, . 1034. * Iyrren. p. 1035. Anm. Salz, Zibbar, Kowries.

5.39. Malie anf arrde und Sqiuß. p. 1040 109,

Berzelhniß der ‚bebeutenderen Druckfehler.

©. 146 3.6 von oben ſtatt Hyppopotamen lies Hippopotamen. 150-050. o. fl. Zimbaoa I. Zimbaoe. 159 7 dv. 0. fl. Berbara I. Berbera. 170 3 v. u. fl. Donka I. Donga. 180 3 v. u. fl. weit kuͤrzern Raume I. weit laͤngern K. 187 220 u. ſt. S. Br. I N. Br. 201 3 v. 0. fl. wat, ihn darin I. war, darin. 208 8 v. 0. ft. bezweifelt von &. I. bezweifelt, von S.

219 39. u. fl. Aboona Marcus I. Aboona, Marcus,

323 mehrmals fl. Gronit I. Chronik.

u 238 3. 8 v. o. ft. Obflanftein I. Obfibianftein. .

258 7 v. o. ft. Serras do Sal I. Sorras de Sol. _ 284 ı2 v. 0. fi. unterhalb Inda”ı. oberhalb Inga. ' 2098 19 v. u. fl. ı7 Jahrh. I. 18 Jahrh.

333 7u.9. v. 0. fl. Südbreite I. Norbbreite.

340 15 v. o. fi. Drittes Kapitel I. Viertes Kapitel. 348 6 v. 6. fl. Sübbreite I. Norbbreite,

378 17 v. u. fl. Degombady I. Degomba.

483 15 9. 0. fl. ber mittlere I, 3. ber mittlere zc. 605 9 v. 0. fl. Oxyrinchus I, Oxyrhynchus,

752 ııv. u, fl. Spifteln bie I. Epiſteln, bie

766 090. 0. r Abydas I. Abybos.

800 12 v. u. fi. beginnt ber in I. beginnt, ber, in. 836 9 v. 0. fl. Fruͤhlingsequinor I. Yrüplingsäquinog. 841 100. u. fl. Septimus Geo. I. Septimius Ge. 919 2 v. o. ſt. vie dreifache I. die dreifache.

934 17 dv. 0. ft. forifhen I. fortifchen.

0965 —.8 v. 0. fl. große fi geth. I. große geth,

1002 —23 v. u. fl. dgnuer I. dgnuov.

—1010— 10». u. fl. Hormann’s I. Hornemann's.

Sinleitung.

xp Einleitung gu einem Verfuche, bie Gefamts Erds funde in einem innerlich verbundenen, mehr wiffenfchafts. lihen Ganzen barzuftellen, Eaun, ehe fie zur —A—ni des Planes, der Methode und zu den Quellen der Arbeit ſelbſt fich wendet, nicht wohl den menſchlichen Seſichts⸗ punct umgehen, um deſſentwillen überhaupt fie nur als wůnſchenswerth erfcheint.

Diefer foll daher, in wiefern er das Berbälmiß der Natur zur Gefchichte, des Vaterlandes sum Volke, und überhaupt des einzelnen Menſchen zum Erdganzen bes trift, Hier nur kurz berühret werden, um die Aufmerkſam⸗ fit auf den legten Zweck des Unternehmens zu leiten.

Wenn ed anerkannt Ift, daß jeber fittliche Menfch zur Erfüllung feined Berufes, und ein Jeder, dem das rechte Thun In etwas gelingen fol, das Maaß feiner Kräfte im Bewußtfeyn tragen und das außer Ipım Ges gebne oder feine Umgebungen, wie fein Verhaͤltniß gu benfelben, feunen muß: fo iſt es Flar, daß auch jeder menfchliche Verein, jedes Volk feiner eignen Innern und äußern Kräfte, wie derjenigen ber Nachbaren, und fels ner Stellung zu allen von außen herein wirkenden Vers bältniffen inne werden folte, um fein wahres Ziel nicht zu verfehlen.

Das blinde Streben und das bewußtloſe Wohlen ges ben dem Menfchen bei aller Spannung und Thaͤtigkeit nicht diejenige Kraft, welche zum rechten Senn und Thun führt; ed muß das enengjckeltere Streben, das bewußt, vollere, ber Kraft entſprechende Wollen feyn, weiches, wo Klarheit fi zur Wahrheit geſellt, in ſchoͤnen und sroßen, denfwürdigen Thaten bervortritt, die der Ewig⸗ keit angehören. Nicht Die verwirrte ieartigtel sügeb

2 Einleitung.

fofer Sewalten, fondern die Anfchauung von dem Maaß und dem Gefeg in der unendlichen Fuͤlle und Kraft iſt es, was uns auch fehon in der finnlichen Natur mit ber Ah⸗ nung des göttlichen unwiderſtehlich durchſchauert.

Aber der rechte Wille des Menfchen und die Erfeunts niß des feiner eigenthuͤmlichen Kraft entfprechenden in dem außer ihm Gegebenen, fo twie die gegenfeitige Durch⸗ dringung und Steigerung von beiden, biefe gehen nur aus dem ernſten Ringen nach der tiefern Erfenntniß des eignen Selbſt hervor, und aus der Betrachtung bes Menfdylichen und alles beffen, was in der Geſchichte der Menſchheit fich offenbart bat.

Wie nun jeder einzelne Menfch vermoͤge feiner eige⸗ nen Weiſe nicht jeglichen Unternehmen gewachſen und zu jebem berufen iſt: eben jo wenig jedwedes Volk zur Er⸗ reichung jedes Zieled Im bunten Kranze des Ruhms und bes Gluͤcks. Es gehört zum Eharacteriflifchen der menfch» lien Natur, daß jedem einzelnen Menfchen eine nur ihm angehoͤrige Eigenthumlichkeit einwohnt, durch deren Ent» widelung er zu einem Vollkommnern wird, und fo und nicht anders wiederholt ih dieß in jedem Wolfe. In der vollendeten Ausbildung biefer Eigenthuͤmlichkeit llegt die fittlihe und mit Ihe jede andere Größe des Menfchen, - wie die Volksthuͤmlichkeit und Nationalgroͤße der Voͤller. Sie erwärmt und erleuchtet die Gegenwart, wie die Zu⸗ kunft, nicht nach ihrer zeitlichen und räumlichen, fondern nad) ihrer geifligen Größe, und wirft ihre glänzenden Strahlen weichin durch daB ganze Gebiet des gegenwaͤr⸗ tigen Voͤlkerlebens und bee kommenden Befchichte,

Eigenthuͤmlichkeit gehört aber nicht zu demjenigen, was das Volk fich felbft geben fann, fo wenlg, twie der einzelne Menfch es vermag; beide koͤnnen nur die Selbſt⸗ ſtaͤndigkeit einer ſolchen Eigenthümlichkeit bewahren.

ie ſelbſt aber gebt von einer hoͤhern Macht aus, als bie bed verfhwinbenden Menfchen iſt. Nur In feiner Macht, und mehr noch In feinem Berufe liegt es, fich Ihrer bes wußt zu werden im Leben; demn ohne biefes Bewußtfeyn . kann ihm fein Thun nicht gelingen,

Die Eigenthüimlichkeie des Volks kann nur aus feinem : Weſen erkannt werden, aus ſeinem Verhaͤltniß zu fich felbR, ir feinen Slledern, zu feinen Umgebungen, unb weil fein

olf ohne Staat und Vaterland gedacht werben fann, aus ſeinem aͤltuiß zu beiden, und aus dem Verhaͤltnig von. beiden zu Nachbars Ländern und Rachbar⸗ Staaten,

Einleitung. 8

Hier zeigt fd) der Einfluß, den die Natur auf die Boͤller, und in einem noch welt hoͤhern Grade, als auf ben einzelnen Menſchen ausüben muß, weil gleichſam bir Maffen auf Maſſen wirken, und die Derfänlihfek des Volkes Über die des Menſchen hervorragt.

Diefer Einfluß iſt anerfaunt und von jeher ein wich⸗ tiger Segenſtand der Unterfuchung für Volker⸗, Staates und Menfchen s Sefchichte geweſen; auch in unfern Tagen iR er laut zur Sprache gekommen. |

Es wirkt aber die Natur Äberal nur allmaͤhlig, und mehr noch Im Verborgenen, als am ;hellen Tage. Das Saamenkorn keimt unter der Erde, und in ber vers hidren Kuospe if ſchon wieder die Schöpfung eines zeaen Geſchlechts vorbereitet. So find ihre Verhältuiffe und Einwirfungen äberall tiefer, als fie erfcheinen, eins füher,, als ſie in der erfien Mannichfaltigfeit ausfehe, und sum Erftaunen weit fih verbreitend und folgenreich. FH die ſtile Gewalt, bie fie ausäbt, bedarf einer gleich

en Seele , In die ihre Erfcheinungen eingehen, um in ihter Sefegmäßigfeit ungeſtoͤrt bis zum Mittelpuncte zu

en. Es bebarf, um eine aͤhnlich gebildete Seele zu bes ifen, oft nur eine dußern Seichene, des rechten lies, des innigen Worte, weil dad Gleiche das Gleiche verſteht. Aber die Natur fteht dem Menfchen jetzt wenigſtens nicht mehr fo nahe; fie iſt ihm ein eb lmalde volles Weſen geworben, und nur im großen Zufammens wirken ihrer Eräfee, im Zufammenbange ihrer Erfchels nungen, will fie betrachtet feyn. Dann erft wirft fle und ſtrahlt fie Licht und Leben aus auf alle Wege, welche der menſchliche Eifer zu betreten wagt; ja ihr Glan; wird dann ein biendendes Geflirne, deffen ganze Fuͤlle cr doch nicht auftufaffen vermag. Daun belt fie alle Verbälts alſſe der Schöpfung, die wir beliebte und unbelebte Natur nenuen pflegen, auf, gibt über alled, worüber wie he befragen, die erften Aufichlüffe und vor allem auch

über ben Menfchen. Sollte es ſich nicht der Mühe verlohnen, um bee Geſchichte des Menfchen und der Völker willen, auch [ von einer minder beachteten Seite, von dem Sefamtfchauplage ihrer Thätigfeit aus, der Erbe, im Ihrem wefentlihen Verhälmiß zum Menſchen, nämlich der Dberfläche der Erde, das Bild und Leben der Natur ig ihrem ganzen Zufammenbang fo Fo und beſtimmt

2

.

4 Einleitung.

ald Kräfte es vermögen, aufsufaffen, und den Bang ihrer einfachften und am allgemeinften verbreiteten geographi⸗ ſchen Gefege In den flehenden, bewegten und belebten Bildungen gu verfolgen.

. Bon dem Menſchen unabhängig If bie Erde, auch ohne ihn. und vor ihm, ber Schauplag der Raturs begebenheiten; von Ihm kann bad Gefeß ihrer. Silduns gen nicht außgehen. In einer Wiſſenſchaft der Erbe muß dieſe felbft un ihre Geſetze befragt werden. Die von der Natur auf ihr errichteten Denfmale und. ihte

ieroglyphenſchrift, müffen betrachtet, befchrieben nie

onfteuction entsiffere werden. Ihre Oberflächen, ihre Ziefen, ihre Höhen müflen gemeflen, ihre Formen nad) ihren mwefentlichen Eharacteren geordnet, und bie Beobach⸗ ter aller Zeiten und Völker, ja bie Völker ſelbſt muͤſſen in dem, was fie ihnen verfündigte, und in dem, was durch fie von Ihnen bekannt wurde, gehört und verſtan⸗

n werden. Die daraus bervorgehenden oder Fängft con überlieferten Tharfachen, .müflen in ihrer oft ſchon wieder zurücgedrängten und vergefienen Menge, Mans nichfaltigkeit und Einheit zu einem überfhaulichen Gans zen georbnet werben. u

Dann träte aus jedem einzelnen Gliede, aus jeder Relhe von ſelbſt das Nefultat hervor, deſſen Wahrheit Ach in den localifirten Naturbegebengeiten und ale Wie⸗ Derfchein in dem Leben derjenigen Völker bewährte, deren Daſeyn und Eigenthünlichkelt mit dieſer oder jener Reihe der Baracterifilfähen Erbblldung sufammenfält. Dein dureh eine höhere Drdnun beit, treten die Voͤlker wie die Menfchen zugleich, unter dem Einfluß einer. Thaͤtigkelt ber Natur und der Wernunft hervor. aus dem geiftigen wie aus den phyſiſchen Elemente, In ben. alles verfhlingenden Kreis des Weltlebens. Geſtaltet ſich doch jeder Organismus dem Innern Zufammenhange und dem dußern Umfange nach, und thut ſich Fund in dem Seſetz und In derjenigen Form, die fih gegenfeltig Debingen und fieigern, ba nirgends In ihm ein Zufall

a e 0 Nicht nur in dem beſchraͤnkten Thelle des Thales, ober bed Gebirges, ober eines Volkes und eines Staates, ſondern in allen Flaͤchen und Hoͤhen, unter allen Voͤlkern und Staaten greifen dieſe gegenſeltigen Bedingungen in ihre Geſchichten ein, von ihrer Wlege bis auf unfse Zeit. Sie Reben alle unter demſelben Eins

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Matur, und wenn auch nur em einen aber dem andern Pun: - Bier ſich Wh ſcheint oder wochen ward: fo iſt ed doc Kr fo der daß dieſer überall und in allen Zeiten tiefer Im‘ genen wirfte, gleichwie der einſt unbefannte © einer Höher Welt, der doch auch vordem ſchon —*

war. Bie man dieſen an nur in feinen erfannte und v e, ohne daß Ibn Pr * Auge erxblickt hatte, fo loͤſet ſich auch wohl nody der Widerſtreit rauen jetfpaltener Ratprträfte, der ihre Einbeit für Blck einſtwellen terbälende Mebel verſchwinder, und dieſe tritt In den menfhlicher Weisheit. diefem Glauben jedes Streben nach Ueber⸗ fätiber Naturmwirfungen in ihrem Zufannmenhange, wie es auch Aa mag, 9, Dein ee dem DS mird, erfpeie‘ ſeyn, um! N Anh en Verfuch, wie ed gegenwärs tige, von den Zeitgenoffen mit Liebe aufgenommen ters den, —3— fein Inhalt erſt lebendig gemacht wird. Richt die Sachẽe des einzelnen Menfchen tft es eine Bi aufgabe in in, deren Ru 3 —X tiefere urch fei ** ® für das Wohl des nachfolgenden Bes ; abg| Mur am Defe MC) anjafhliegen, ber mag er mit der ihm verlichenen Kraft, und im Gange teuer, bifforiher Entwicklung der Eis des Seſeteß in ee Eefetunnge gen m nadyufpären: Balm̃e en ie fe feld —— ar.

tiefgreifender Seelenktaft und er Verwicklung der ——

Seſens, oder u. eihen Volkes, ober der Voͤlterver⸗ eine, im Stande waren, bie menfchliche Natur in ihren bewußtiofen Sie, Hi6_yu ühren fdytwindelnden Höhen iq ihren Thaten zu Beil und barzuftelen, und durch Ba ER don be eigentlichen mug der größten nat m un Rerlipen —— fr alle der Erde zu unferslichen

—X einſt die Zeit in weicher Naturen, ie em he Scharfblick

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6 Einleitung.

gleich die natärliche wie die Attliche Welt umfpannten, und aus ber Totalität ihrer welthiſtoriſchen Begebenpels ten, im Stande wären, von bem Verhaͤltniſſe Aller mit - gleichunträglichee Sicherheit, wie jene hinauf fo herab zu felgen, aus diefem allgemeinen Gegebenen, ben ſelbſt zu fegenden, uothioenbigen Entwidelungsgang jedes eins zelnen Volks auf der beflimmten Erdſtelle vorbei fen, welcher genommen werben mäßte, um bie Woßls . fahrt zu erreihen, die jedem treuen Volke von dem ewig gerechten Schickſale zugetheilt if. Unm einem fo vielfach nachgeſtrebten und wahrhaft großen Ziele, der hoͤchſten Aufgabe ber Staatsweishele, das in feiner ganzen Größe nur in ben Gefängen ber Prophbeten mit dem begeifterten Blick in die Natur unb in die Gefchichten aus einer dunkeln Vormelt zu un® ' Gerüberleudhtet, um einem folchen verlornen Siele uns wieder anzundbern, kann eine ber Vorbereitungen im Gebiete der Wiffenfchaften auch diefer Weg ſeyn, twelcher bier mit feinen Refultaten vor Yugen gelegt wirb. 3Wwar anfange, wie es fcheint, weit umherſchwei⸗ fend, führt er doch von derjenigen Stelle, von welcher er ausgeht, menfchlicher Weife gu fprechen, ziemlich ges zade in die Richtung feined Geſichts punctes, und wen auch wicht bier bis zum legten Ziele, fo ſcheinen bie Ausſichten und Erkenntniſſe, die bei bem Sortfchritte auf ihn gewonnen werben koͤnnen, nicht unerheblich zu ſeyn. Dhne in das endlofe jeder einzelnen Erfahrung a jultren, gabe er nur ſchrittweis von fpecieller zu fpecieller Er⸗ abrung, und wird fo ſelbſt zur Eurve, bie das alges meine Geſetz ausfpriche, durch weiches bie Mannichfal⸗ tigkelt ber Erfahrung oder ded Materiellen beberrfche, und für den hoͤhern Zweck gehandhabt werden kaun. Aber nicht nur dad allgemeine Befeg einer, fonbern aller mwefentlihen Formen, unter denen bie Natur im Sroͤßten auf der Oberfläche bes Erbballd, wie im Kleins ‚Ken jeder einzelnen Stelle berfelben erſcheint, follte Ges genftand der Unterfuchung auf biefem Wege fepn: denn aur aus dem Verein der allgemeinen Gefege aller Grund⸗ und Haupt Typen der unbelebten, wie der belebten Erb» oberfläche, kann die Harmonte der ganzen, vollen Welt der Erfcheinungen aufgefaßt werben. Unb wenn die Idee des ganzen Menfchengefchlechs Se6 durchaus ohne ben Erbball gar nicht gedacht wer⸗ den kann: fo Können auch der einzelne Menſch, ja das

Fielsitung. g- von den Erde nach weit en ; ge an die Laubeönatur Staat, ai Yumulsfegn der vediten iu ihr nie zum vollen Der mit andern Worten, nur bieler Ein! jrols ‚füen. und Baterland, zwiſchen Stellung des Staats, tie zum Menfenleben, oder zur Phyfik und bat eben von ber einen Seite her In der ie

Der Wöltee und Graaten Dedlnge a ae aand nee 2 ifhen Entoilung. der Bölfer ders

jan! ung fer berguilit, da muß, wie In unfrer Gegenwart, dad Geſet * 6

iR 7

ss Einleitung.

Plan des Werts,

Jebe Betrachtung über den Menſchen und über Natur fährt uns von dem Einzelnen zu feinem ! haͤltniſſe mit dem Bangen, von dem ſcheinbar Zufäll zu dem wefentlich Gefegmäßigen. Aus dem Einze gehe die volle Erfenntniß des Ganzen nicht hervor, m nicht auch Diefes äugleich erkannt iſt. Wie durch Sanze erſt der Theil gebilbet wird, fo loͤſet ſich auc der Betrachtung durch das Geſetz erft dad Befondere ‚und wird zum Einzelnen oder zum Individuum. So' konnte auch erſt auß dem Begriff des Son Syſtems ber cosmifche Lauf der Erde, und erſt dem Begriff der Erde als Planet und als Kugel, Anordnung ihrer Thelle und beren ;gegenfeitiges ° bältniß verflanden werden.

Wo eine ſolche Einheit Im Begriff ih zur Klaı Im Bewußtſeyn erhebt, ba gebt aus Ihr die Drbı Im Mannichfaltigen hervor; wo hingegen nur ein ben darnach vorhanden iſt, oder nur vorhanden kann, da ſteht auch die Anordnung des Mannichfalt noch unter der Beſtimmung des Unbeflimmten auf Stufe der Unvollendung da,

So führte die Feſiſtellung des Gleichgewichts angiebenden und abfloßenden Kräfte des Erbballd in Richtung ber Erbare eine foldye Naturordnung in B bung auf ben Norden und Süden der Erde ein, fih bald auch mathematifch begrenzen ließ, und in Gegenfägen von beiden zur Anerkennung eines Ge fages aller irdiſchen Thätigkeiten in ber leblofen und lebten Natur hinleitete. Es ſchlen diefer Einfluß | feiner Ausgleichung cdharacteriftifch, und überall ber zutreten, doch übertviegender Immer auf der rein ı fifhen Seite und auf den niedern Stufen ber Entw lungen, dagegen mehr zuruͤcktretend doch Immer und Ääderal maltend auch in dem, was gelfliges £ bat auf Erden.

In der andern Richtung nach Dften und Weſten fehen wir noch nicht, daß biefe Erdkraͤfte gu derſe Art der Ausgleihung, oder Feſtſtellung im Phyſiſ noch nicht zu einem ruhenden Dften und Welten gel

. using, & ’g » Dabiumwärtd fielen fie mach mehe Im Zauſtand im siehe da

: ai Cy" Eichen, pe

hepunct. * des perliobiſchen Wechſelns

me, ba ber täglichen Cr ab w eich les Andere, *

et minder Erden‘ und vergeht. Nm I 46

De sa bes Südens und 9*

berwiegender vorherrſcht auf *8* men © are —— teen.

ine ale. 8 v 2 a

e waltend, jumal in Den und © t-erflareten u der Br er | weil hler fein Veharrliches im Kane, wie derden und nd üben, und ein Immer Werdendes fich ‚in deſſen Entwidelungspeog eß, wie es der Drient been fcheiut, das —— ſelbſt mit be⸗ m war, eben darum koͤnnte und möchte auch bier

ein nach Zeitverhältniffen und Umfänden immer vernber und wechſelnder Segenſatz im Orient und vent auftreten.

find wir nicht gu ber Erkenntniß gelangkı ob

m im Wechſel erſcheinenden, dennoch nicht ſchon in ſtſchen Welt, obwohl und unfichtbar, der Uns Beharrlichen zum Grunde gelegt if, hefien een Unmfang etwa bie beiden großen Landveften. auf mi Erbhalben bezeichnen möchten, und beflen vor⸗ ende Naturthätigkeit wir dann im. Afiatifchen ent gu fuchen haben wärden, von dem die frühere und Arie Entwidelung des Erdenlebens ausgegangen zu

en aber die Auffindung ber Nenen Welt auf Weſthalbe der Erbe, dem alten Continent, das ſich er im den Oſten und Weſten geſchieden Hatte, feinen zen. Begenfag auf dem Erdganzen kund that, ſeit⸗ mußte das menſchliche Streben eine. ganz veränderte ung sach Totalitäe des Erkennens —3*— ‚was

ve von nun an auch in die wiſſenſchaftliche Betrach⸗

des Erdganzen übergeben fonnte

20 Einle itung.

Wenn freilich auch die phufifhe Welt vom Anfang an Immer ſchon als ein Ganzes beflanden hatte, das im eines geroiffen wechfelfeitigen Spannung ber Kräfte wis ſchen einem Norden und Süden, einem Oſten und en, fein Dafeyn gefunden: fo konnte fie doch nun erſt von bem Menichen als ſolches aufgefaße werden. Nun erſt konnte auch im Gegenfag der Treuen Welt im es fien, die Alte im Dften In ihrem gegenfeltigen Verbälts 'niffe, und wiederum jebe in ihrem .eigenthümlichen bes griffen werben. , .Sdoo ſtellten ich nun dem überfchauenden Blicke balb bie großen Erdtheile als fo viele von der Natur mehe oder minder gefonderte Ganze dar, die wir hier als bie geoden Individuen der. Erbe im allgemeinen betrachten ürfen. Unſer Blick wird aber mie Recht zuerſt auf bie Alte Welt gerichtet ſeyn. | Da gebt In Dfien bie Sonne auf und befchreibe im Söniglichen Laufe den ſtrahlenden Bogen durch den Mit⸗ tag bis zum fernen Weſten, und fo bezeichnet bier vom Sinfang an fchon diefe große coßmifche Verhältnig, vom ber Sonne, dem Quell alles irdifchen Lebens, aus bes trachtet, die erfie Nratureinthellung der Erdoberfläche,

Dort Afien der Erdtheil, beffen twefentlicher Cha⸗

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racter in dem Namen des Orients im weiteſten Siune

ausgefprochen if; Hier In Europa fein Gegenfag, In Dem Occident, dee burd) alle Theile der Bratur wie ber Ges ſchichte, durch alle Zeiten hindurch characterifiifch bes zeichnet if, wenn auch für beide In der weitern Betrachs tung ein SYnelnandergreifen als eine untergeordnete obs wohl immer bedeutende Abtheilung Ach nachweiſen laffen wird. Nichte nur diefe Länder und ihr -Himmel, ihre Gewaͤchſe und ihre Thiere fagen dieſes; auch die Stim⸗ men ader Voͤlker druͤcken es im Bang ihrer Eultues es ſchichte, in ihren Gefängen, Meligionen, Philoſophien, Sprachen aus. | Sehr wahr, fagt ein game Mann: „Die orientaliſchen und occidentalifhen Völker ind von einans der abgewendet, jene mit dem Antlig gegen ben Aufs gang, gegen Morgen, diefe mit dem Autlig gegen ben tedergang gegen Abend ; jene den unvergänglichen Gig uralter Vergangenheit treu bewahrenb, diefe durch bes Rändigen Wechlel aller Kormen des Daſeyns eine bes dentungenolle Zukunft. ſuchend.

Einleitung. - 11

Aber zreiſchen Beiden, auf der Sübfelte, dem hels Iisag ‚hugebedkt, liegt Afrika, der Sudan (f. uns die Erflärung dieſes Wortes, ı Buch $. 29. Anm. 3.) Erde, Über welchem die Sonne gielchmaͤßig vom

sum Ende des Jahres binfchwebt, ohne fo cherrſchend mie jenen wechfelnden Wundern bed Abends enlandes, ohne mit der überwiegend ſich eins iderfireitenden Mannichfaltigfeit der Jahres⸗ vom Srähling zum Winter, one das contraftis Steigen unb nten aus Vergangenheit in die ıtanft, weder bie Natur in erfüllen, noch bie menſch⸗ de Dhentafte auf diefe Welfe, durch die Wirkung ber tm der Natur und im Menfchen, zur Ahnung feit und einer hoͤhern Welt aufjuregen und zu

Wenn bei uns fon der freundliche Morgen: und kenn: Gruß jedem einzelnen, auch dem ermübdetfien ebenöpilger ein Dergensbebürfniß IR, das um bie gleich» Iemige, boffunugsarıne Mittagsftunde ſchon jeden Tag deder verfchwindet, fo fcheinen aus ähnlichem Grunde . Be Bölfer des Sudans, in dem ruhigen Befige des hel⸗ a Mittags, nur an die Gegenwart gefeffelt zu feyn, die ige Sage bed grauen Altertbums verfchönert, feine sorge für bie Zukunft quält, und feine Hoffnung für fie nf deu Zlügeln der Phantafle in die Unendlichkeit trägt.

Dort aber, wo kein täglicher Aufs und Wiedergang t, wo uiche, wie da im Süden, ein heller, warmer Rittag in bebaglihe Ruhe verfenft, oder die Hige zur rennenden Leidenſchaft aufregt, dort lagert fidh unter ms Polarfkern rund um den eifligen Pol in weiter, flas ver, vielfach durchſchnittener Scheibe der Norden der de an, und erinnert an bag Gebiet der Nacht, die mit Bem ihren Dunkel wie mit Ihrem Slanze bier bie Welt sie Die Phantafie des Menfchen fuͤllt und ſchmuͤckt. Hier tuindet gleihfam der Tag mit feinem begleiten, en bunten Gefolge ganz, und erfcheint nur auf eine Zeits wg ald das größte Meteor ber langen Nacht.

Auf ähnliche Art wiederholt fid) daſſelbe cosmifche jefeg auf der Wefhälfte des Erdballs, im weiten oceas iſchen Gebiete der Neuen Welt, num doch wieder ganz nders gefaltet; weil dort die Atmofphäre aus welcher ker auf unfrer Dfi» Halbe der Erde, der Eontinentalen, negen ihrer größern Trockenheit bie fchärffie Characteri⸗ BE bervorgeben mußte über dem weisern Gebiete ber

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12 Einleitung.

Oceane ſchwebend auch mehr mie Wafferthellen, twenigs | ftend zunächfl an ber Erdrinde gefchwängert if. Daß ? Waſſer als Element auf der Erde verwifcht aber überall ' die Indlvidualitaͤt, und fo treten dort ſchon im Ganzen der Erdformen, nicht nur minder fharfe, fondern au weniger Gegenfäge hervor, und die ganze Maffe dei Continents fällt dort mehr in eine uniforme Gruppe zus . fanınen. Deren Wefen kann jeboch nur erſt fpäter gut : dem Gegenfage mit ber Alten Welt vollkommen klar u den, weil diefe fo fruͤh und k gewaltig mit ihrer geſchaf⸗ fenen Cultur in das Getriebe der Natur dort, . theiis ?

hemmend, theild befchleunigend eingegriffen hat. : ndem wir nun mit ber Betrachtung der Indlvibua⸗ y

J litaͤt dieſer Erdtheile, oder der Aufſuchung ihrer Gruud⸗ geſtaltung beginnen, und zu ihrer eben dadurch von der h Natur felbft ausgelprochenen Stellung zur Welt forte h fhreiten, ‘wird ed dem Gange ber natärlihfien Entfals tung mannichfacher Verhaͤltniſſe am gemäßeften ſeyn, H von dem .einförmigern zum vielfachern überzugeben. ' . Durch diefen Bang fällt In der Natur, zuweilen felb ‚in ihre verborgenften Labyrinthe, dem Forfcher ein ers leuchtender Lichtfrapl. |

Wie in der Betrachtung ber unorganifchen Natur erſt das Weſen ber Central⸗Attraction ale das einfachere im Gegenſatz der Polariſchen, der Aggregatzuſtand im Gegenſatz dee chemiſchen Verwandtſchaft von den Meis ftern verfolgt worden; wie in der Vegetationswelt bie Unterfuchung crpptogamifcher Bildungen, In der Thier⸗ . welt die ber Polypen, und anderer noch einfacherer Des sanlfationen der Entwicfelung mehr sufammengefegter, in dem Lebendproceffe dad Weſen einfacherer Thätigkels ten zur Aufbellung verwidelterer, belehrend vorange⸗ fchricten: fo fann auch Hier in dem Selbe, der durd) bie außere Sorm bedingten Erdbefchreibung, bie einfachfie ber zufammengefegteren vorangehen.

Da nun in Afrifa, als feſte Form, dem Continente (zar' £5oyyv), Indem Sudan der Erde, welcher im gleiche förmigen Mittage liegt, "auch gleichermaßen In der Küs ftenbegrenzung die einfachſte Form liegt, wie in der ‚gleihmäßigen Vertheilung des Hoch» und Platt » Landes und in der geringern Ungleichartigkeit ihrer Dherflächen, und darum auch, nach allen übrigen Richtungen bin, diefelbe Einfsrmigfeit In der Natur, in der Pflanzen, |

Bi TE LT EU te

vxi⸗ ſeſten te we erdehe lie

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nen et > Europa, dann bie. gen Erdeheile Bon dem zufanmienhängenden Erdgangen gehen Eu, and uma'son dem jochlande, das von außen - eine Ruine der Urwelt, im Innern gefälofr aa jedes —— den ungen Eeorbee finen t, und bem aan eht feinen ee Ulf ER oe zmfer nur mit {fr ——— verfehen, und mit fofen Fern herſtreut. Die Ströme der Erde in Iren Syſtemen und Hauptiwafierzägen lelten und von ihnen Burd) große Mittelftufen, die durch Catas

' zacten, Stromfchnellen und Flußengen auf das beſtimm⸗

|

über die ganze Erdfläche begrenzt und von der Nas und —— gleichb eguͤnſiigt find, herab zu den Stade Diefe. in weiten Erſtreck en als Die Bermittlee ber di —** Dee, In anne faltigen aisdöehaumen. und fenkungen un ,, auf eine‘ jeder Grundform eigenthämliche: - birch Ketten und Gruppen bald von Geöirges "dem Bee Eontinents, bald durch , Saudbänfe, benachbarte Anfeltetten und- mehr der Herrſchaft des Deean unterthau:: So 5* aus Biefen drei Hauptformen und €: die mit der Ängfllichfen Senauig⸗ ia Ühren' horigontalen und perpenbiculairen Dimeũ⸗ sote in ihren characı feeirenden ——ã— auf deſtinmceſte zu begrengen ni verfolgen ſind, die Yamptgeflalten ber Bir Erbepee i Deren Bertätiife und samen, © wie fie 8 38 anr Anfyanung In ım6 4 " im, bad päcafie WOedirfalß. ron, Parma. mi" wu uns.

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24 ° Einleitung. " als das Gubſttat der ganzen belebten Schöpfung vers gegentodetigen wollen.

Eben darum werden fle hier in dieſer Meihe nicht Bloß vorgeführt in ihrer Außern geographifchen Begren⸗ ung, deren Kenntnig, als durch viele trefliche Vorar⸗ elten erörtert, voraußgefeht wird, fonberm In ihrer has ratteriſtiſchen Stelung zum Erdgangen, das If jur hun tur und zur Menſchengeſchichte. Yalım ereteh fie ie dieſer als der Sudan der Erde, als das genland, als das Abendland, als der Rorden der Erde als die Neue Welt auf, mit deren Entdeckung bie ganye te Welt gleichfam wiederum ein Orient für biefe® neue Abendland geworben iſt. Wenn unter bem Sudan ber Libyer und erh Beut zu Tage nur die eine größere Hälfte von dem Be, den a mtr jest Aftika nennen, verfanden wird: fe If es doc) gerade diejenige, welche in der Geſchichte bee Se und ber Mepfchencultur die überwiegende Hälfte 6 großen Erd + Zadivlduums ausmacht, vun melden hie gehandelt wird; und eben fo —X It es Ach mit ben Brenn Benennungen ber en grbeßeile, fintießt ſich das Eharacterificende der geogras tur unmittelbar an das Weſentliche [7% 8 mins Natur diefer Erbtheile an, und beide fallen darum als Einheit (mie fich in be dem Erfol Fri m nie) und nicht als Zufall In dem Schaup! - der Alten Welt auf einem und —2

Det Rame der Alten Melt Im eleatiäßen Cine aut nur au mit Recht an, *

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Einfeitung. 15

mer auch biefeß Bald als ber Alten Welt rein angebös tig betrachtete, im Gegenufag ber zu gleicher Zeit nen aufgefundenen aber auch äußerlich burch Meere von der Alten abgetrenntn Neuen Welt.

Da aber Meere nicht felten welt genauer die Erb⸗ räume verbinden als Landſtrecken: fo wird fidy auch dar⸗ aus im Verlaufe ber Unterſuchung ergeben, wie aus ber reinen Bedingung durch die Natur ber Begriff der Neuen Welt bald verengert, bald erweitert auch in bie Alte Belt eingreift, und bieſe dagegen, wo die Natur ihr die Stelle nur bereitete, auch in die Neue Welt ſchon übers: geſchritten iſt ober doch Ubersufchreiten fchelnt.

Es wird alfo der Schluß dieſes erften Theiles bee

en Arbeit, nach einer Eharacterifirung jedes Erdtheiles durch feine wefentlihen Brundformen und ihre Einwirkungen anf Natur und Gefcyichte, die Coms binatioenen und Wechfelverfälmifie, die aus der Welts Relung ſich ergeben, in kurzen, beſtimmten Umeifien jür Ueberficht ber unendlichen Manntchfaltigfeit und des großen Sanzen aufsuftellen haben.

weiter Theil, Die flüffigen Formen oder die Elemente,

Die (Harfe Individualifirung ber Naturgegenſtaͤnde verſchwindet in dieſem zweiten Theile zwar nicht gang, aber e8 treten dagegen in deſto allgemeinern Berhälts uiffen die Formen der fläffigen Elemente auf.

Diefe Benennung Ift hier, Im Felde räumlicher Thaͤ⸗ tigfeiten, nicht Im wiſſenſchaftlichen Chemiſchen, ſondern im Sinne des gemeinen Lebens, oder, wenn man lieber wil, der diteen Sprachweiſe genommen, den ber Natur⸗ blid gelehrt ober aufgefaßt hat. Ju den flüffigen, wan⸗ delnden, verallgemeinernden Formen Ihrer Elemente, wols ten die Kiteften Phyſiker freilich wohl nur die Repraͤ⸗ fentauten der Wirfungsart der Naturfräfte aufftellen, wir aber betrachten fie bier felbft in Ihrer characterifls renden, einförmigen Verbreitung, und In Ihrer Werfchäs tigfete, wie fie als Wafler, Luft und Wärme oder Feuer, auf minder (bar begrenzte Gebiete der Erdoberfläche ungeiw

l . Sie wirken nach den mechanifchen Geſetzen der Ex⸗ panfton, des Stoßes, ber Gravitation in uranfänglicher Weite fors und fort, unb find als bie Immer nachgiebig

16 u ‚Einleitung.

erfcheinenden, tanfenbarmigen, bandfertigen, unermüber gefbäftigen Träger und Beweger in ber. Haushaltun der Natur zu betrachten, welche bie Tiefe der Erde

ber Oberfläche, uno ihre Dberfläche mit der Himmels⸗ böhe; den Süden mit dem Norden, den Oſten mit dem Meſten befreunden, und bie ernſte Scheidung der ſcharf⸗ begrenzten Erdtheile durch ihre Zwiſcheuſprache zur Weltgeſelligkeit hinkehren.

Sie find das Waſſer in den Oceanen, Meeren, in den Strömen und Luͤften; die Luft als allgemeine Erd⸗ halle oder Atmofphäre, wie aud) als der von der Erbs und Meeres Oberfläche insbeſondere modificirte Thell derfelden, wo fie mit ihr in Berührung und Wechſel⸗ wirkung tritt, die Werffiätte bed Clima. Zu ihnen ges, bört drittens das Feuer im Schooße der, Erde, das im⸗ mer lebendig und fein eignes Weſen von Geſchlecht zu Goſchlechte fortpflangend, in feinen Wegen, zunähf uns ter der Erdrinde geheimnißvoll fortgräbt, aber In ihnen aur faum noch belauert werben faun, ba es hingegen Bei dem Hervortreten feiner eignen oder feiner Diener Gewalt durch Erfchätterungen und Auswuͤrfe nur gu oft zugleich Verderben und den Tod bringt.

Ale drei in unaufhoͤrlicher Bewegung, in feheinbas rer Regellofigfele den Erdball umfrelfend, und doc) durch die größte Sefegmäßigfelt bei aller Freiheit in den wuns derbarften Schranken gehalten, koͤnnen jebed nur In ih⸗

rem großen Erbjufammenhange betrachtet werben. Dann nur koͤnnten bie beſtimmteſten Bahnen Ihres nur ſcheiubar ſchwankenden oder zufälligen Laufes vers folgt, und Ihre ununterbrochene Einwirkung auf bie uns beliebte und lebendige Natur aufgefaßt werden.

Dieeſes flile, ftetige, oft unfichtbare und geheimnißs volle Wirken der Elemente iſt ohne Vergleich tief eins. greifender in alle Wefen, und ein nothwendigerer und mürbigerer Gegenfland ber Naturbetrachtung in Gros. Ben, als die gleichſam leidenſchaftlichen und ſeltnern Momente ihres furchtbaren Todens bei aufgehobenem Gleichgewicht, die allerding® in bee Gegenwart erfchüts. gern und in ihren Solgen dad Gemuͤth rühren, aber we⸗ niger bie Ausfihe in das Innere der Werkſtaͤtte der. Natur eröffnen. | |

Gerade die allgemeinen und ben ganzen Erbball in der Tiefe und Höhe umkreiſenden Formen der flüffigen Elemente serfänden ihre hohe Bedeutung für Has Ganje. Did 2

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Deitter Zfeil. } Die Körper der drei Reiche der Natur.

der Körper In den drei Reichen ber en

bofen Gattungen —6 eridrmet. Wach ihren Geſchi e ach Ihren Gefchledhs tern werden fie erft Aus dem Mineralreihe, dann aus dem Pflangenreiche und zulert aus dem Tpierreiche in Bejiefungsvollen Reihen aufgeführt, Wenn in. dem erſten Thelle aled, was bon biefen werden mußte, nnr zur Characterificung jener Grundformen, ber Eonfinente, oder der locas

; ———⏑ gehören, - fe Hämliche Formen auf,

als eigent

und pas ——— in threm dreifachen Berpältniffe 9 aupe zus Eidoberflaͤche insbes

Ba zuc Sieflgenpeköihee, m fie betrachtet In ihrer Geſtalt nnd 1} Dan ald Haupt> Tppen in Beziehung auf irgend der Ratur Indioidualifirte Erbfieße, und fo ers alß- die Repräfentanten ber beitimmten Los

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18 Einleitung.

Zum zwelten wird ihre natuͤrliche Heimath, ober bie Regel ihres geographiſchen Vorkommens über bie ganze Erde aufgefucht, und die weite oder enge Sphäre Ihres Maturlebens, Ihre Zone genau gu begrenzen feyn.

Drittens fol die Herrſchaft, weiche die bewegenden Kräfte der Natur und der Menfch fich über die Natur⸗ Börner, durch Verminderung und Vermehrung, Umaͤn⸗ derung und Auchreitung ;u erwerben wußten, geogra⸗ phiſch und biftorifch angedeutet feyn.

So füge fih bei jeder Character» Form der break Maturreiche das Einzelne zum Ganzen; es wird ber feäs

er fchon bereitete Boden mit lebenden Geſtalten id den, denen eben diefer, als fie ſelbſt characteriſtrend wie eine Folie unterliegt. Gleihermaßen wird, da bie fpeciell entwickelte fo wichtige Lehre der Climate voran⸗ gegangen, ſich in jeder biefer Geſtalten jedesmal eim ihr eniſprechendes Clima zurücfpiegeln, fo daß nun .für jes

ben Punct der Erde dadurch feine individualiſirte Stelle

zur belebten Natur erfcheinen kann. Führen Biejenigen Zonen, welche bie Verbreitung

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der unorganifieten Körper des Mineralreichs angeben, :

ji gewiſſen allgemeinen geologifhen Phänomenen, und a wo fie von den Menfchen benugt werden, in bie

Kunftgefchichte wie in bie aͤlteſte Tulturgefchichte feſtſit⸗

gender Voͤlkerſtaͤmme zurüd: fo fiheinen dagegen bie Les ensgürtel, welche die Helmath der nugbarften Bewächfe und Thiere bezeichnen, über die frühere Entwicelunges

Geſchichte ber Voͤlkermaſſen einiges Liche zu verbreiten, ;

mit denen fie jumellen auf Ihren Zügen wanderten, wie jene von Station zu Station ſich veränderten, ihre geos graphiſche Sphäre erweiterten, und felbft wohl, wenn Die Bölfer auch vom Schauplag der Gefchichte abgetre⸗ . ten waren, ohne weitere Pflege und Schu von Men⸗ ſchenhand, ihre neugewonnene® Naturleben für jüngern- Voͤlkeranfing fortfegten. Ä

So ergeben fi diefe und andre Mefultate ber deu innigſten Zufammenbang ber Völkergefchichten mit ber

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lebenden Bar indem von der eigen Selte eine mab⸗

wendbare Abhängigkeit von berfelben fich zeigt, die um⸗

(6 feffeinder if, Je näher der Menfch noch dem bewußt, loſen Zuftande ſteht und die Völker als Horben leben. Bon der andern Seite dagegen zeigt fich ein immer forts- ſchreitendes Freiwerden der Tulturvoͤlker von ben in glei⸗ cher Progreffion Immer mehr und mehe zusüchretenden:

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"der on dei Meugern unabbı Staaten, ——ã— ù C un sedrbiges Bas ‚einer leicht nod) da Betrachturi aud wahE under Iohnenhen —2

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80 | Einleitung.

Methode der Anordnung. I

Der Titel der ‚gegenwärtigen Arbeit zeigt an, daß fie in das Gebiet der Hifkorifchen oder Erfahrungs Bl | fenfchaften fällt, deren Vervollkommnung nue in gleichem: | Schritte mit dee Summe der wichtigen Erf | wachſen, unb daher jedem folgenden Gefchlechte in ı mer veredelter Geftalt überliefert werden kann.

- Aus welchen Hauptquellen diefe Summe ber Erfah⸗ rungen abgeleitet wurde, foll der folgende Abſchnitt ae deuten, der gegenwärtige aber einige Hauptzüge über bie Methode ihrer Verbindung darlegen.

. Die Methode, nach weicher biefer fpeciele Theil beobacdhtender Naturwiffenfchaft angeordnet wurde, If. diejenige, welche ſehr bezeichnend die reduzirende, als bie objective, genannt worden iR, bie den Haupt: Typus der Bildungen der Natur hervorzuheben, und dadurch ein natürliches Syſtem zu begründen ſucht, indem ſie den Verhaͤltniſſen nachfpürt, bie im Wefen der Natur | ſelbſt gegründet find, |

So mußte die ganze Anordnung völlig abweichend werden von denjenigen trefflichen, frühern Arbeiten, welche diefelbe Wilfenfchaft, unter dem Damen von Geo⸗ srapbie oder phpfifalifcher Erbbefchreibung nach ber claffificirenden oder fubjeetiven Methode, fie das Bes’ bärfnig anderer Wiſſenſchaften und zu befonderen Zwek⸗ gen, vorteugen.

Wenn daher Eratoſthenes der Cyrender zuerſt die aftronomifhe Geographie, Herodot und Strabo gewiſ⸗ fermaßen bie erfie geographiſche Hiſtorle und hiſtoriſche Geographie u. ſ. w. unter den Neuern Cluver die erſte alte Geographie, J. Bergmann bie erſte geographiſche Phbpſik, Buͤſching die erſte geographiſche Staatenlehre, Anbere die Landerkunde anordneten: fo wurde es nach ſolchen Vorarbeiten und den anderweitigen Fortſchritten ber Zeit In der Himmeld;, Erd⸗ und Naturs Runde erſt moͤglich, die erfien Grundideen der phyficaliſchen Erbbes - be gu erforfhen. So wurden 5. 3. zuerſt die

tfachen Über den Bau bed Erdgrundes don Werner in ihrem Umfange zur Sprache gebracht, das Verhaͤlt⸗ niß ‚der Elemente gu der Erbhälle Überhaupt durch H. be Sauffure, de Luc und U. v. Humboldt, das ber ganzen beiebten Natur zur unbelebten durch den Grafen von

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in Ife von ‚Faneie Naturfräften die Rede m wirfen uad und Berinderungen hervo ter kann mi

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‚baren, und auch In verffändige und fietli ingeben. iſt —* *

wird dieſe Erdbefchreibung genonnt,

eiqt weil fie "Ales u "geben bemühet ift, fondern weil

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ee und jede ihrer Formen, liege fie im en

wur auf dem en, im fernen Welteheil:oder I ur ietande, fey fie ber Schauplag eined Eulturvolfes

de ihrem Weſen nach mit gleicher

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weggel: | a begeichuende Ausdräde angebeufet worden.

—* bemüher iR: dena nur aus ben jee weſentlichen Bildungen der Roter.

kann ein —ã —8R dervorgel

Berxglei abend, wird fie gu nennen t, in in welden andre. vor ihr zu fo den Dielen außgearbeitet ort morden Rad, wie vor ab en

Vak 35* in unſeter u der einzelnen Stellen des Erbenrunds, wenigitens ſchon bie und 2 auf demje⸗ ügen Puncte, von weichem aus die Beratelchung anal u Sormen ormen und Whrkungsarten derfelben möglich und

ie

22 Einleitung.

rathſam Il. Der anſchauungsreiche, vielgewanberte Has zobotus war es, der dieſe Idee für die Geographie zu⸗ erfi angedeutet (II. c.33.), und an berfelben Gteße auf daß großartigſte zur Vergleichung von Libyen unb Europa durch den Niger und den After angetwenbet hat. Mehr belehrend kann fo bie Anordnung auch des We⸗ nigern werden, als die raftlofe Zufammenraffung des Eins Inen, Unverbundnen, dag unfer Gedächtniß nıcht mehr zu ebalten vermag, wenn es fich nicht gegenfeltig burchbrius gend in großen Gefegen und Gruppen, zu been und An⸗ ſchauungen zufammendrängt. Welcher Gewinn hieraus für die Miffenfhaft nach allen Richtungen hervorgehen faun, bat in vielen derfelben der Weltbeobachter U. vom Humboldt gezeigt, bee neue Begründer ber vergleichene den Erdbeſchreibung. Mit ihr ift für diefe Wiſſenſchaft Aberhaupt ein neues Feld eröffnet, das hier nad) ſchwa⸗ hen Kräften anzubauen verfucht wird. Die fpät er selfende Frucht faun die Univerfals Geographie ſeyn. Die Unordnung aller in diefem Werke verfanmelten Thatfachen muß, um methodiſch gu beißen und gu einem

natürlichen Syſteme gu führen, einen haltunaöpunek,

einen idealen Hintergrund haben. Nur durch Ihe

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das Empirifche su einem Zufammenhauge, daß Manniche ' altige vu Einheit gelangen, welche felbft der todten

Ratur fehlte. Ohne bdiefen Idealen Hintergrund, Dypos tbefe, Theorie, oder wie man Ihn fonft begeichnen will, komme er zum Bewußtſeyn oder nicht, wird wohl von enſchlicher Seite nie ein Ganzes zu Staude kommen. enn ſelbſt die feftefte Neberzeugung, ohne alle Beihuͤlfe eines ſolchen bei der Sorfhung zu Werke gu geben, IR In der That, wie ſchon Playfair fagt, an ſich die erſte Theorie. Mangel einer ausgefprochnen Theorie führe alfo darum nicht eher zur Wahrbeit, und ſchuͤtzt ebeu fo wenig vor Unpartbellihfeit. Nur Keuntniß der Ges ſchichte der Phllofophie und ber Wiffenfchaften, die Bes butfamfeit in der Anwendung des Gedachten und das aufrichtige Streben nach Wahrheit können ber menfchs lichen Schwachheit in dieſem Puncte zu Hälfe kommen, un wenigſtens den Ausdruck: ‚„unbefangne Anficht ber Thatſachen“ deffen jeder aufrichtige Zorfcher fich fo gern bebient, zu rechtfertigen. Der ideale Hintergrund, aus welchem dem Derfafs fer in diefem Werke, die unbefangene Anficht der That⸗ ſachen zur Anordnung auf diefe ſpecielle Weiſe bervorges

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Seins 28 Theint, Und micht Inder Wahrbelt elnes fondern im Inhalte Aller Wahrbeis * alſo im Geblet des Glaubens. Er beruht ‚einer inneren Anfhauung, die fich aus “feinem Leben ann bee Bent ot gebildet hat, Dur * einem großen Manne des Jahr⸗

Aanate Bewußtſe yn, und wurde bon ee a undidee In biefer Wi —A fo baß, wenn das rechte vollführt wäre, fie aus allen m berfelben zurückürahlen und fih in andern Po Naturen wiederer wecken müßte. Darum läge

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von vorn berein definiren oder in ern fann nur durch das Ganze ſich mie 3 Schluſſe In Ihrer Vollen⸗

8 nur Im Uehe u den eingelnen m: wie es I var IsBefen der As 1 a ie ei v J mehr ald jener zu ——— Aufbauen Sr it, woRurd Die "geringe beit bedingt wurde. ne Bee ne Regeln der Anorbnung' können nun delle beftimmter angegeben um das weltlauftlge Gebäude prüfender zu durchſchau Die Grundregel, welche bein "Sanjen feine Wahrheit Bi RE, iR die ar! Opte 1 tem otheie zu Deo ſort⸗ *5 & ehe und äfter e der Thot un: H ich auch feyn mag, dirſer auf das Haar 'gefreu Ph Pre A bo ber 60 jequeng in ihrer Ans ‚werbung immer um fo mehr nähern, je mannichfaltiger td are ber der menden Beobachter, und jwar dee mapoden und entfernteten ih. ©

aher bier Zeugniſſe ler Völter und gelten fie; es —& Fecium und jeden Punct befielben ic ve . ingt, wenn nicht ur hai veinigung doch zur Bergleichung „lan und in-den Ihnen egentpämilden Aasdräden, bnlich Indioidualifirend find) ſtehen folten. 3 en dutch Vielfarbigkeit und leit auf der. einen Selie verloren seht, wird im Ganzen iaımer MER a se Fi Dam hiteßt aubie ciele Anficht und an den Aus⸗ beach über iſchen Stele

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6 Factum, an feiner Hikerii

24 Einleitung.

ſjedesmol bie peclelle Theotie an, welche ja ulcht ſelten

auch (chen der beflügelte Sezius der weitern geworden iſt. Auch wohl die Hppotbefe wird ba tm orbeigehn ihr Plaͤtzchen finden, die ja dann und wann einmahl, freilich nur wenn fie von einem Halley, Lelbs nis, Lucas oder von einem Franflin ausgeht, ihrem —— oder von einem Pytbagoras, wie die des onnenſyſtems, ihrem Jahrtauſend vorauefpringen Fa

Die Grundregel, welche der Darfiellung ihren Cha encter gibt, iſt diejenige, welche das umliche . ſtimmt. Einmahl nämlich , der Länge und Breite nach, weiche man hier die geographifhe, und zweitens der Siefe und Höbe nach, welche man bier die phyfifche Dis menfion mit Recht nennen könnte. Iene wird durch die Geſtirne, diefe durch die Atmoſphaͤre am bequemſten unb auf das genauefie regulic. Wenn dieſe phyſtſche Dimenfion, was fehr zu beflagen, in den frübern Zeiten

im Gegenfage der erfien, pie freilich mehr mit be

Eosmifhen wie mie dem Politiſchen zufa

völlig aus der Acht gelaffen worden, und auch beut 3. Zage nur auf wenigen Erbdfirichen mit mathematiſcher Genauigkeit verfolgt werden konnte: fo Hat ihre. Bar achtung doch erft die vergleichende phyficalifche Geogres phie möglich gemacht, und von Ihr geht daher auch jer desmal die Unterfuchung ans. Eben fo fohr wie bie ‚Stereometrie von der Longi⸗ und Planisinetrie abs weicht, fo verfhhleden muß auch die gegenwärtige Se⸗ Raltung unfrer Wilfenfchaft von ihrer Feüßern fepu.

Die Geunbregel, weiche dem Ganzen feinen Fort⸗ fhritt und jedem Eingelnen fein Reſultat ſichert, If Die "vom Einfadern zum Zufammengefestern, von ben eins jenen Selten gur Mitte oder zur Einheit, und von der

egel zu den Ausnahmen Überzugeben, und or nad allen bier im Gebiete der räumlichen Verhaͤltniſſe lies

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‚genden Richtungen. Go 5. B. bier von den Höhen zu -

den Ebenen, von den Quellen zu den Mündungen, von der Waffervegetation zur Vegetation der Länder; oder von ber Falten und warmen Zone zur gemäßigten, vom mechanifchen, chemiſchen, erganifchen Einfluß zum Ge⸗ famtleben, von der Natur zum Menfchen, und wieder vom Genered zum Specell Eharacterifirten, von dem Algemeinen zum Individuum, von der Allgemeinheit sur Eigenthuͤmlichkeit. Ä

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Er Einfeleung

Quellen 2 Anzeige ber Quellen

Es follen nicht alle die einzelnen Werke bier aufs geführt werden welche bei der gegenwärtigen Arbeit bes augt worden find; fie prangen in den Bibliothefen, und das Urtheil der gelehrten Welt iR Über fie ſchon tenthells feſtgeſteüt; auch würde ein eigner Band faums für eine noch fo kurze Würdigung und Eharacterikil, die von den Vorgängern mirgerheilt IR, binreichen. , . - Die geisiffenhaftefte Anzeige ihrer Benugung, ie einem Zweige ber bikorifchen Wiflenfchaften, die mode faR aller Eritit ermangelt, iſt indeß, fo unbebälflich es erfcheinen mag, im Werke ſelbſt unerläßlihe Pficht. Nothwendig wird Re, zumal bei einer Bearbeitung, in weicher die Ungaben in einer ‚andern Verbindung, ie el nem andern Lichte erſchelnen lͤnnen. Mur durch biefe Anzeige wird öfter die Verweiſung eingeln oder allge⸗ mein gebräuchlicher oder neu aufgeftelter Annahmen unb BVorftelungsmweifen, al6 unbefimmt, oder ben Naturs wahrheiten widerſprechend, aus dem Gebiete ber Geo⸗ graphie, gerechtfertigt werden.

Weil wir und bier nicht mit indlviduellen Erbs anfichten begnügen möchten, fondern der Thatfachen dee Natur felbt in unferm Bewußtſeyn und bemädtigen wollten, fo twird, wo möglich, fein einziges Glied in der aufammenhängenden Erfahrungsfette aufgenommen ſeyn drfen, ohne die Nachweiſung, woher ein Jedes genoms men und auf welcher Autorität feine Haltbarkeit zum Ganzen beruhe.

Hlerdurch nur allein wird es möglich werden, nach und nad) die mehr und minder faadpaften Glieder, des ren Zahl größer if, ale wir und träumen laffen, ohne Zers ſtoͤrung des Uebrigen, durch Eräftigere zu erfegen, und die Kette für allen Andraug undurchbrechbar zu einem unver⸗ Außerlihen Eigenthum der Wiſſenſchaft zu machen, oder durch Eric den Mangel ihres Innern Zufammenhalts aufpnbeden, und fo die ganze Kette ebenfalls zum Vor⸗ theil der Wiſſenſchaft aufzulöfen, und hierauf bezieht ſich der Spruch, welchen diefe Arbeit an ber Stirne trägt.

Nicht felten wird es, tie oben fchon angedeutet wurbe, wichtig feyn, bei zweifelhaften oder beſirittenen

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> "7 YPuncten Sebentenden fe angufähren, Urfprung® ——— —— u

daß der ve Auf ide daten ſich een bie r lehrten Fabeln zu datie tie dieß einſt

Melftens find es nur ungefchldte ‚oder unvolfäns ge Mitiheilungen, einfet r, von einem, fpeciellen ober —— au —2 * eben-fo oft P

von ie indener und —— —S—— NE alle fübjectiv im rade deu * Wahrhaftigkeit tragen, und daher reiche Quellen fiir diefelbe feyn, dürfen aber aut wicht mit dem Maohfiabe objeftiver Realitaͤt ges meffen werben. . Darum iſt es nicht gleichgültig. zu miffen, ob es Zacitus ift, der daß Land der Germanen Gibert, Aeneas Sylvius und ober ob «im U Reiner und ©, von Beunbäbtrg, „Sebaſtian Beanf ser MR. Quaden von Kinkelbad in „Teuiſcher Maciom terlaud beſchreibt.

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Shinehfches Corp Kal Ba ehr Ermyie, ai san An, en unb al Danptantoriäten der Natur des aſiatiſchen Hode

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—— «6 zu wiſſen, ob ein See⸗ oder da —— Maı gehn Platts oder goal der, ein wifeufchaftlich geb! eter mit Erfahrung, oder ah mit ee und —— der Belt

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er jene —55 aufgefunden uni I d mitgerheilt hat. Dean nun wenige unser allen behgen diejenige Babe der

78 Einleitung.

freuen" Ueberlleferung, der ſcharfen Sonderung und der £indlichen Anſpruchsleſigkeit in ber Mittheilung, welche den Vater diefer Wiſſenſchaft, Herodotus, zugleich zum | Muſter aller Berichterflattung erhoben bar.

2. Ratur der Quellen.

Doc bie Natur der Quellen, aus welcher uns bie Thatſachen zugekommen find, iſt noch In anderer Hin⸗ fie von mannichfaltigerer Art, in fofern fie aus eiges \ nen Naturbeobachtungen fließen, oder durch Anderer Un⸗ terfuchungen und Berichte mitgethelle, oder aus dem ä Reſaltaten diefer Berichte, zu denen auch Zeichunugen 4 und Lanbfarten gehören, gefloffen find. |

Ohne alle eigene Anfiche der Erdoberfläche unb ber | Erkenntniß ihrer bedeutenden Hauptformen, wuͤrde Diefe d Arbeit nicht ausgeführt worden ſeyn. Da jedoch bie Y Umſlaͤnde diefelbe begünfligten, fo konnten viele half W chen über die weſentlichſten geographifchen Naturverh J niſſe des deutſchen Vaterlandes und feiner Bewohner von der Dder bis zum Rhein und zut Donau, durch mancher⸗ lei eigne Beobachtungen unterügt werden. Das wafs ferreiche Gebiet eined Hauptſtromes von Europa, des majeſtaͤtiſchen Rheins, war von feinem Duelllande biE : gegen fein Delta bin, durch vieljährige Wanderungen, ın dem größten Thelle feines Geäders ein Gegenſtand der : Aufmerkſamkeit. Ein Hauptfee von Europa, der Lemas ı niſche Eonnte in allen Jahreszeiten nach allen Richtungen bin in feinen allgemeinen Verhältniffen gur Natur und ihren Wirkungen mit Muße betrachtet werben. Eben (6 wurde die Statue des mweitläuftigen Alpengebirgs⸗VLauo des, welches dem ganzen Dccident feinen Character giebt, in feinen Haupfgruppen in drei verfchlebenjährigem, dich fach veränderten Reifen nach allen Richtungen durchzogen. Durd mehr als jahrelangen Aufenthalt am Buße feines böchften Gebirgsſtocks, wie durch mehrere monatlangen an feinen eifigen Höhen, konnte der mächtige Enfiaf einer ſolchen Miefenform, die vom Montblanc bis zum Brenner In ihrem unendlichen Reichthum erblickt wer, ſelbſt in weite Sernen hin und auf die gange Natur zur lebendigen Anfdyauung gebracht werben. *

Dagegen lehrte der Beſuch in dem reigzenden Ita⸗ lien bis in feine Suͤdſpitze gegen Sicilien bin das Gebiet und das Leben vulkanifcher Thätigkelt Fennen, und regte alle die Gefühle auf, welche auf diefem claffifchen Boden

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u 29 einen Repräfentanten bed Grund» Typus, des Cultur⸗ Elimas = ber allgemeinen Küftennatur des Miıteläns“ difcden Meeres abuen laffen. Und fo ‚wurden auch bie bindungen bed Meeres und des Lans

Körper der drei Naturreiche und der Vol⸗ ier auf ihrem Boden und in Ihrem Naturzufammenhange

diefen verhältnißmäßig, ſehr unbedeutende:

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. achtungen fie werben fih an fremde, oft. mündlich,

mitgethellte Berichte von. trefflichen

anſchlleßen, und t ſelten überhaupt,

aus elguer Anſicht ipften, von andern, „und am fiherften erfcheinenden Ders

eten für andere Erdftelien dienen.

eht aus einer folhen Naturanfhauung Berpältmiß Berbor, nac) welchem Kandfarten

. ald Quellen für. phyſicaliſche Erdkunde benugt werden ,

oder al6 Meiferkädt aller Specialfarten im Reis mman un! ohnen⸗ ——

denjenigen, wel: cielle Raturformen mit einer 68 Leute —XR

* lan eher, Die Kara don, ec

mer Anfhauung und Erfoi R hören 2.9.9 oIdee Dufterblart der ie an et ebene, Lichtenfteind Verſuch die Teraflenforın von Südafrita, Marfigli und dv. Wiebe Stromkarten

der Donau und des Rhelns, v. Kledl arte von den, T. Beine‘

so Einleitung,

cinet von Isle de Brance; von einem Alpengebirgslande Die Hauptblätter der J. H. Weißifchen Schweitzerkarte. Die neuefte Zeit hat Meiſterſtücke von ſolchen Karten für

bie Form eines —— geliefert durch die Blaͤtter

son Salzburg und Kärntben, welche einem Deutſchen euer og Ihr Dafeyn verdanfen, und für die fubmarine K —328 in den gleich bewundernswuͤrdigen Blaͤttern der peripberifchen Karte Auftraliend von Flinders. Dieſe und ähnliche, nur freilich immer feltene Er⸗ fcheinungen, bie an’ fich ſelbſt ſchon zum tiefern Studium auffordern, mäffen bier in jeder Hinſicht ald die treffiiche

ſten Duellen genannt werden. ele ausgezeichnete Bldts. -

ter und Arbeiten, wie die eines D'Anville, Arowſmith, La Pie, Sotzmann, Mannert, Streit, Reimann, Re

hard, Schmidt, Klöden und Andrer, welche durch aſtro⸗ nomifche und Hiftorifche Forſchungen angeordnet, und mit bemunderndwärdigem, Fritifchem Fleiß, aber oßne eigne Naturanfchauung des Landes, das fie darſtellen, ausgeführt werden fonnten, haben ihre andermweitigen,

bier niche zu wirbdigenden Verdienſte, aber für die phys

ficalifche Erdkunde müflen fie als abgeleitete Quellen nur mit Vorficht benupt, und das, was fie darſtellen, nur ale ſymboliſch, oft hieroglyphiſch angedeutet gedacht werben, wie diefed denn zuerfl ia Hinfiche des ganzem Laudkartenweſens überhaupt, In Beziehung der daraus hervorzugehenden Erkenntniß, vortrefflih von Gutes muths ausgefprochen iſt.

Wenn in der Zeichnung ber Welt⸗ und Laͤnderlarten die Landesnatur bargeftellt wird, fo ſollte dieß immer nur mit Bewußtſeyn der beſtimmten Hypotheſe geſchehen, wie dieß abſichtlich von einem Buache, Gatterer, v. Zimmer⸗ mann, Fr. Schulz, Reichard, und nicht ohne Nutzen für die Wiffenfchaft, durchgeführt und von Zeune nach allen Seiten beleuchtee if. Aber durch das in feiner Thärt

keit ohne a a nur blind folgende Heer der Ras er

ahmer gebt auch b Nugen wieder verloren, und es tritt flatt des Bildes der Natur ein Zerrbild hervor, weis ches die phuflfaltfche Erdfunde eben fo ald Duelle vers werfen follte,, wie die Phyfiognomik fchon unrichtig fe zeichnete Schattenriffe feiner Aufinerkſamkeit würdig hält,

Aber auch die beften Landkarten verhalten fidy zum Stubtum ber allgemeinen vergleichenden Srdfunde, tie die Präparatenfammlungen zur Phnflologie, die, wie Dee Meiſter 06 lehrt, cd fle von nuſchaͤtzbarem Werthe

5. . MKinleitung.

VBhyfleo⸗Seograph, der kraftvolle Scheuchter (in eh Helvetiae histor, natur. Zuͤrch 1716. 4.) welfieg« verfünbdigte: „Und fänget man erſt felt einigen Ja an, auf diefem rechten Meg der Dbfervationen einher gehn, fo wird auch verhoffentlich die gelehrte Welt pr aus, mach Verlauf von funfzig und. hundert Jahr mehr Nuten ſchoͤpfen, als vorher durch den Ablauf licher tauſend.“ Er lieferte ſelbſt mit zuerf einen Sch in der Aipennatue gemachter Beobachtungen, und « einem chätigen Ditgliede der Londner Societät ſchwe ihm die habe Wichtigkeit der Erforſchung ber Belege Der ganzen Weit der Erfpeinungen vor. Er fahe i

ſammenhang, den jede einzelne Erfahrung mit d

nen, und bad Beleg des Danien nit jedem ab; leiteten ‘auf dem Erdball für alle Wilfenfchaften ba ſehr wohl ein, wenn er in fpecieller Beziehung auf.

ungen fo vortrefflich ſagte: „Es ſchimm Wahrheit mit Ihren befondern Glanz, und let je ein Licht gegen das andere, je eine Wahrh gibt ber andern einen Schein: je eine fließt aus I andern und wiederum In andre. Die Urwahrheit eine ceiche Quelle, aus welcher andre fließen, und wiederum eine jede befondere Wahrheit, gleich ein: en Stuß, der ſich im ohnzaͤhllge Kleine Ruͤ rhhte Sapl Hirt Hrhenhet ppfifcer Wal a rt ſtehender er Sah findet ſich unfreitig In dem —*88 der über ı

ahrhundert fortlaufenden Verhandlungen der Londı ocietät der Wiſſenſchaften, in ihren Philoſophiſch Zrausactionen (feit 1660), fo wie in ben Memoiren I Pariſer Academie. Diefe, fo wie diejenigen in d seihhaltigen Acten ber Turiner, Petersburger, Berlin Stockholmer und anderer gelebrten Gefelfchaften kon zen bier nach dem getreuen Wegweiſer des Reußiſch Mepertoriums mit forgfältiger Vollſtaͤndigkeit benu werden, ba durch bie nicht dankbar genug anzuerke nende Unterflügung ihrer Pfleger, bie ausgewählte und vollſtaͤndigſte Bibllochel zum bequemen Gebrauc eine längere Zeit hindurch offen: ſtand. Im Unfange des achtzehnten Jahrhunderts war

In bemfelben Jahre (1707) für die Naturwiſſenſchaft ri unfterblihe Männer geboren worden, inne u Affon, bie ihr Leben ganz demſelben Studium mit u —— und phlloſophiſchem Sinne, obwohl ei

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faımmen, um! ved unabhängige —* reihe von Jahren, nach —— Rh R bie für die phpficas- —* u Quellen geworden find. dentw! ech A ben fiebjiger Jahren Sitz en Ref ser Petersburger Mar 9 Rufe Kelch, von der Dffee m Rordwertüfte Amerifa’s und von dem Eisineere Fin Kautafus and Altal, auf melden bie unermüds Be ide, ne andern Dntera mancere % —— nelten, und bie Natur bed Nondend der

üllten, Zu gleicher Zeit umforſchte I. Cook, der Entdeder wuut, in den Jahren 1768 bis Anfang 1779 dreimal b Geblet des Erdballs, und erweiterte die Kenntniß feiben, als wäre er überall_feine Helmath gewelen, & allen Richtungen pin. Durch ihn und feine Ber Aiter, einen Banks, Solander, Sparrman und die For⸗ z, Bater und Sohn, wurde und die Natur ber Dcear ken Welt zur Anfhauung gebracht. - denfelben Jahren hatten A. G. Werner (1779). ı fähfifhen Berglande, und H. de Sauffure (1772 bie » durch das Studium bes Alpengebirgs in feinem Bas Tlande den Soden und die Wurzel zu einem ganz neuen auptſaume der Erdkunde gefunden, der jegt noch im genblihen Wuchs ſchon mit Fruͤchten prangt, einf er ald ein Königlicher Baum auß der Tiefe der Erde ms Himmel ſeine Krone erheben wird, s twettelferten nun bie gebildetſten Nationen Curo⸗ ?8 mebft dem gelehrten Mereinen in Indien (Asiat, esearch. Calcutta 1778.) und Nordamerifa (Transact !the Americ. Soc. of Philadelphia, und Mem, of ıe Americ, Acad.) in der Förderung des Entbedten. Zu Gute gemacht wurde biefed, ihells von vielen Anzeinftehenden, mehr noch durch die Elelchmahis nach 13%.

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34 Einleitung.

Wahrheit firebenden und freundfchafilich verbundenen

Männer. Was phnfifhe Erdkunde in biefer Hinſicht

J. Banks, dem Greife, verdanft, iſt ausgezeichnet. Wie er in Großbrittaunten und deſſen weiten Gebiete, fo wirkte in Deutſchland Ihm aͤhnlich 3.5. Blumenbach burch feine Sammlungen, Schriften und mehr noch durch daß lebendige Wort in feinen Schülern, Andere In

Braunfhweig, Wien, Berlin auf ähnlihe Welfe; für

Frankreich in gewiffen Hinfichten Delametherie und Eus vier, für das füdliche Europa aber Bonner’ und Saufs ſure's vielerfahrner Juͤnger, Gefährte und Freund, ber

in feinem Vaterlande bhochverebrte, edle M. U. Pictet,

Die Summe ber bewährten Thatfachen aus biefem

Quellenreichthum waͤchſt an Intenfiver Groͤße durch bie

fpectelle Nachweiſung berfelben in den einzelnen Gebieten,

Aber auch hier kann nur an die Haupt» und erfien Quel⸗

len erinnert werden, aus melden die wichtigſten ges ſchoͤpft wurden, indeß alle andern jede an ihrer befruch⸗

senden Stelle Gervortreten werden. Ja, Indem wir oft nur den Zufammenbang ber die Maffe regulirenden Ideen ‚serfolgen, bezeichnen wir zugleich die Arbeiten und Werke, |

von welchen biefe nur abſtrahirt find, und vermeiden fo an diefer Stelle die unnüge Weitläuftigteit, welche dar⸗ aus entſtehen würde, die Titel ber Bücher, die ohne das on mehr als Ihr wefentlicher Inhalt für die Seographie ekannt geworden find, der Reihe nach aufzuführen.

a) Bilbungen der Erdrinde. NMerner erfand durch die Aufftelung ber dußerlicdhen

Kennzeichen ber Foffilien die erſte allgemein verfländliche

Sprache für das zahllofe Heer der vom dunfeln Schooße ber Erde umfchloffenen Naturförper. Aug ber Annahme verfchiedener fräberer und fpäterer, allgemeiner und pars tiellee Baflerbedeclungen und der daraud burch eine Sr, eipltationshnpothefe Hervorgehenden, gleich» ober ums gleihförmigen Ablagerungen des Seften, ſuchte er die bie dahin. chaotiſch und regellos liegenden Erbmaffen zu ges wältigen. Er führte nach allen den Thatfachen, welche ſich ihm, dem Tanne des Erzgebirgs, In beffen Tiefe, vote auf feiner Oberfläche in der Anſchauung, und als dem großen Lehrer feiner Zeit aus fernen Ländern in Berichten und Muflern darboten, die bee der Sleichartigkeit Im ber Encceffion, in die Genefis der Geſammterdmaſſe ein, und fo entwarf fein Beift ben erften Plan zur Entsifferung

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Einfeirung. 85

bed Erbbaus. Durch bie zahlreichen Schüler des großen Kanes wurde fein Gebanfe über den befannten und unbefannten Erdkreis verbreitee, und fall alle neuen Datſachen über denfelden In feiner Eprache mehr oder weniger aufgefprochen.

ndeffen hatte auch der beitre de Sanffure bag weit; bingelanerte Alpengebirge, deffen Bau am Tage wie aufs geſchloſſen erfchien, nad) allen Richtungen bin über feine Ratur befragt, und große Reiben rätbfelbafter Antworten über Die Art und den Bau feines Körpers, Äber die Zap, vie Richtung und die Kraft feiner Glieder, erhalten, deren gewaltigen Inhalt weder das früher feſtgeſtellte Syſtem, ach fein eigner Naturgenius zu entsiffern vermochte. Doch hatte er, Indem er der phyficaliſchen Erbfunde den zanzen Schag feiner gewonnenen Thatfachen in feinem Veißerwerke mit dee böchften Treue vermachte, zugleich de Sprache zur allgemeinen Verſtaͤndigung über die frei sen Himmel gefehrte Erdoberfiädhe gefunden, und in diefer belehrt jetzt die Wiffenfchaft die Menfchen.

Bon nun an erft lernten ſich beide Schweflern vers ſtehn, und verfündeten bald ihren Lieblingen immer mehr und mehr den Sinn ihrer ehrwürdigen Mutter, der Erde.

4. v. Humboldt ſuchte zuerfi die Spur der Einwir⸗ fung cogmifcher Kräfte, die Polarität der Bebirgsarten fm Ganzen geltend zu machen, und deutete auf ein Streits chungsgeſetz im Großen bes Erdbaues hin. Er erweiterte die Keuntniß von deflen ganzem Gebiete, indem er bie Yualogie in den Erdbildungen hervorhob und diejenigen der neuen Welt an bie ber. alten vieles neu ſchaffend umb berichtigend anſchloß.

2.0. Buch führte die Idee von localen und allges meinen Gebirgsformationen In die Wilfenfchaft ein, wußte Die früher befannten nach allen Selten beflimmter zu bes grenzen, zu haracterificen, ihr Wefen zu enthällen und mit ganz nenen zu bereichern. Er betrachtete jedes Locale nach feinem Aeußern und Innern, nad) feiner Indivi⸗ dualitäe und im Verhaͤltniß zum Ganzen. Er mußte Im Bau dee Erdoberfläe, nach der phyſiſchen Dimenfion bin, faſt auf jedem Schritte von Stufe zu Stufe eine merfwürdige Thatſache in der Natur aufzudeden, und diefer gegenwärtige Derfuch verdankt feinen belehrenden Mitchetlungen, feiner Theilnahme manche Berichtigung, u zum Tell auch ben Muth, In feiner noch fo uns sektommımen Geſtalt oͤffentlich zu erfüjelnm,

2

36 Einleitung.

Durch die vereinten Beſtrebungen beiber genat Freunde wurden die geognoftifchen Verhaͤltniſſe der zinde in dee Nichtung der Parallelfreife, burd) v. £ Bolde unter den Tropen, und In der Richtung der Diane In ber Nordbalbfugel burch v. Buch, von dert fpige Italiens durdy das Herz von Europa bis Scandinaviſchen Nordcap, genauer durchforfcht, und Anfang zu einer DBergleichung von beiden möglich) macht. Beide bereicherten ihre Wiſſenſchaft zum gr Vorthell der Erdbefchreibung, mit ber vergleiche Methode, Welcher Gewinn würde für fie noch da bervorgehen, wenn biefe Naturforfcher, auf den £ lande Afiens sufammentreffend, ihre Beobachtungen Sorfhungen ber das Erbganze wiederholen und thellen Eönnten.

ndeflen wußte auch der britte Mann bes fruͤ foto enen, geognoftifhen Bundes, J. C. Freies: n dem mehr räumlich beengten Selbe feiner practi Mirffamfeit, durch feine Arbeit Über das Kupferfcht Gebirge ber. Thüringer Landfchaft, wie früher fchon ehrwuͤrdige Heim In feinem Werfe über das Thürl Malbgebirge, ein Mufter für Erdforfchung und Mit Iung der Thatſachen der Natur in ihrem: Zufamı bange aufzuſtellen. Es bewährte fih In den Wirku Diefer Drei, wie auch das reinwiffenfchaftlihe Str durch Augendfreundfchaft nit nur an ſich fchon gert wird, ſondern auch jededmal im Erfolg für Melt einen böhern Einfluß gewinnen muß.

J. G. Ebel hatte indeß in feinem claffifhen U über die Schweiz, dad bort an jeder Stelle wie ein fer Freund zu dem einfamen Wanbrer fpricdyt, uni Lande zum Volksbuche wurde, die ganze Fülle ber tur be Alpengebirges in Thatfachen mitzurbeilen gem weil In ihm ſelbſt ein reiches Leben waltet. Dadurch £ er, und mie Abſicht, einen erften Schritt zur Bolfi dung Im Großen durch Belehrung und Erhebung auf’ erhabenften Schauplag in der Natur und der Geſch getban. Auch der beſſere Thell der relfenden, verfel fen und großen Welt von Europa, die jährlich diefem ziehenden Lande zuſtroͤmt, um ſich an feiner Herrlid zu erbauen, wurde fo noch mehr durch feine Hinleit zur Natur und zu Ihren Wirkungen in der feierlihen S der glänzenden Alpenhöhen humanifirt. So hier wie ü aM auf die ihm eigene Welfe, fuͤr das Höhere Leben

ee, X Einleitung. 37

geiſtert, raſtlos wirfend, führte er durch ein zweites Wert in die Wiſſenſchaft, durch die Combinationen der mnulchfaltigften Thatfachen, welche die Natur Ihm dar⸗ bt, die dee der Gleichzeitigkeit in ber Schichtenbil⸗ tung und der Megeneration . ihrer Urformatlonen ein, weiche Burch I. 5. £. Hausmann zu gleicher Zeit Im Nors ben entdeckt ward; er wies auf den überall verbreiteten Afammenbang In ber Natur bin, leitete von einer neuen Seite auf die Anfiht eines Gebirgsganzen auf feine Iränmerten Glieder und deren Formen, und erinnerte

an den beftimmten Begriff eines Hochlandes ber Erbe, den U. v. Humboldt auf der andern Erbhälfte in finen großen Werbältniffen ausmaß und in die phyficas ifhe Seograpbie einführte.. Die genenroärtige Arbeit derdankt bem mehrjährigen Umgange mit biefem Edeln ki isrem erften Eutfleben das, was fie an Wärme und Ken befigen mag.

Schon vor dieſen unter: freiem Himmel thätigen: Ränzern wußten zuerft der Schwede Gahn und dank

. mit dem ihnen eigenen mathematifhen Scharfs fun die Seſetze der durch polarifc einwirkende Kräfte bargeftellten Erpftallifationen zu verfolgen.

Die neuern Chemiker aber wurden in der Atmofphäre und im Laboratorium durch die mannichfaltigfien Wege m das innerſte Berbältniß der geheimnißvollſten Freund⸗ ſchafts⸗ und Blutsverwanbdtfchaften der Subftangen eins geweiht, deſſen Geſetzmaͤßigkeit zuerft Berzelius ſelbſt der mathematiſchen Sormel unterwarf.

run Eonnte erft durch die Anfhauung ber bildenden Thaͤtigkeit in der anorganifhen Natur, aus dem Aufloͤ⸗ ſungs⸗ und dem ſich gegenfeltig im Wefen und In der Form bedingenden Miſchungs⸗Verhaͤltniß, ſammt der diefem entiprechenden Erpfiallifirung, die Idee einer anorganis fchen Specles und aller davon abhängenden WVerhältniffe entfiehen. Diefe führte Hausmann durch dad ganze anorgantfche Reich hindurch, bis gu Ihren dußerften Srenzen. Es entwidelte ſich aus dieſer Anficht eine reihe Fülle von Wahrheiten und Auffchlüffen für alle Zweige der Erd: und Naturkunde. Die Benugung eint- ger derfelben, wie fie die mündliche Mitteilung des edeln Freundes gab, oder erregte, in ſofern fie in den Zuſam⸗ menhang gegenwärtiger Arbeit gehören, möge für man⸗ he ihrer übrigen Unvollkommenheiten entfchädlgen, und dem unermuͤdeten Sorfcher nach Wahrheit, dem begeiſter⸗

38 Einleitung.

ten Lehrer fen damit Hier nur ein Wort bes innigſten Dankes gefagt.

b) Bildbungen ber Dceane

Die außerordentlichen Fortfchritte in der Keuntniß der Meere und der oceanifchen Bildungen lernen wie faſt nur allein aus den zahliofen und an einzelnſtehen⸗ den Beobachtungen fo reichen nautifhen Werten ber Britten kennen. Was bis jetzt darin von andern Vils fern, den Portugiefen und Spaniern früherer Zeit, Die Küfen entlang, oder Innerhalb der Tropen, und unter ben Scanzofen Marchand, Fleurieu, La Peroufe audges nommen, getban worden, ift im Ganzen leichter zu Äbere ſehen; felbft v. Kruſenſterns MWeltumfeegelung ging aus der engliſchen Schule hervor. Die Norbamerlifaner, ob⸗ wohl fie zu Rivalen der Meerherrfchaft heranwachſen und ihre Handeleflotten felbR ſchon bad weite Suͤdmeer ungäblbar durhfhwärmen, haben, fo viel wir wiſſen, bis jeget leider mehr. für ihren eigenen Gewinn auf ih⸗ rem Elemente geforgt, als für bie wiffenfchaftliche Kennk⸗ niß deſſelben, ale hätten fie diefe Schuld mit dem einen, großen B. Franklin abbezaplt.

Die Dritten dagegen haben, um nur bie Grenzen gu nennen, beide Pole durch J. Eoof, und den Nordpol ins⸗ befondre noch durch C. Phipps, für die Wiſſenſchaft zu erforfchen gefucht; suerfi den jüngfien Erdtheil nicht nur durch eine lange auf einander folgende Reihe von Sees -männern, deren Fahrten In v. Zimmermanns Auſtrallen zu überfehen find, ganz von neuem entdeckt und berichs tigt, fondern auch deffen Landvefte durch C. Flinders mit der hoͤchſten nautiſchen Genauigkeit. rund um feine Küs den zuerſt unterſucht. Go bat die Natur der Meere in der That durch fie eine ganz neue Stellung auf bee Erdoberfläche gewonnen.

Durch Naturforfher, nämlich durch die Ynterfas chungen der Algo⸗ uud Zrologen, eines Eli, Lighifood, Zurner, Mertens u. a., eines Donati, Forffal, D. Er. Müller, De Boſc, Peron, Tileſius, ift dad Leben un» Weben in ihren Tiefen an bag Tageslicht gefommen. Nur allein von Capt. Vaudins unglädlider Erpedition nad: Auftralten, brachte Peron durch feine und feiner Freunde Thaͤtigkeit eine Zahl von 18414 NRaturförpern mit, unter denen, nach den Angaben der Pariſer Gelehrten, 1400 neue Species aus ber oceanifchen Zoologie ſich befinden

Einleitung. 59

ſolten. Noch merftvärbiger wären Beobachtungen über dab Yeben ber oceanlidyen organifirten Biidungen, deren Tilefius auf felner Erdumnfeegelung fo viele faınmelte, Nah feinen mündlichen Belchrungen können diejenigen, weihe über den Haushalt der Meere Auffchlüffe geben, an ihrer Stelle mitgetheilt werden.

Die Bemerkungen eines Peyffonel, B. Franklin, J. Eosf, Ch. Blagden, 9. J. Bladh und Marchand über bie lscalen Bewegungen bed Meeres erregten die Aufs merffamfeit der Seefahrer. La Place vollendete die Theorie der allgemeinen Meeresſchwankungen; Lame⸗ tyerie entwarf eine Hypotheſe für die localen Strömuns gen, die Romme gefanmele hatte. Aber Sleurleu, Ren⸗ ad, 9. v. Humbelde und v. Krufenfiern bereicherten diefe Lehre mit den beſtimmteſten Thatfachen, zeigten Ihre Wechſel, ihre Begrenzungen an und berechneten das Mittel ihrer Seſchwindigkelten. Rennell und v. Hum⸗ boldt machten fie —* beſondern Gegenſtand ihrer Auf⸗ merfſamkeit zum Beſten ber Sicherung des Menſchen⸗ lebens, und wegen Ihres hiſtoriſchen Einfluſſes auf die leichtere DBerbindung jeefahrender Voͤlker.

Gie führten zuerſt Franklin auf die Unterſuchung der DReeredtemperatur, welche feitdem in den Tiefen und an der Dberflähe zu den werkwürdigftien Thatſachen geführt bat. Dur die Meffungen von Irwing und MR. Forſter an den Nord: und Suͤdpolen, durch Pes ron, U. dv. Humboldt und Horner in den Aequatorlals meeren bat bie Lehre von der Verbreitung der Bewoh⸗ ner der Dceane in ihrem Aufs und Abſteigen und Hin⸗ und Herwandern einiges Licht erhalten.

c) Die Atmofphäre.

‘a dem Gebiet der Atmofphäre, auch abgefehen von allem Cosmiſchen und Chemiſchen, find die Bemüs bungen ber Beobachter, von der leuten Hälfte des vers nafienen Jahrhunderts an, fehr merkwuͤrdig geweſen und ihre Arbeiten, als faft jedesmal von Thatſachen autges bend, immer reihe Quellen für die allgemeine verglels ende Geographie geworden.

Nicht nur der Höhe nach haben Aftronomen, wie a Place, Diberd, Brandes, Benzenberg, durch Beod⸗ shtungen und Berechnungen über die Brechung der lichtſtrahlen und bie Eurven der Atmofphärilien, Lichts ihnuppen u. ſ. w. die obere Grenze derſelben zu beſtim⸗

42 Einleitung. . {

gefegt wurden, bie J. F. Pictee durch graphifche Zelch⸗ in nungen zu erläutern fuchte, €. G. Pfaff aber durch ihre & Anwendung im Großen für die Lehre von den Climaten a böchft fruchtbar zu machen mußte, dieſe führten zuerſt zu ır den merkwürdigen Auffchläffen über die Sleichzeitigkelt mi und Succeffion allgemeiner, über ‚ganze Erdſtriche, je ;x Erptheile ſich verbreitenber meteorlfcher Begebenheiten. x Die fucceffiven Barometerbeobachtungen an demfels y,

ben Standpunkte Ichrten durch die bewundernswärbigfe ı; Genauigkeit der Eurventafeln eines Studer In Bern (ek ı Menfchenleben hindurch fortgefegt) durch die Arbeiten fen, vieler Academien und Ihrer Wergleichungen durch Ja ng “ei ı

Gronau u. a. das nicht Eyclifche weder im Viertel im vollen Jahrhunderte, und es zeigte ſich bier, % der apriorifche Begriffsmenſch bei gefchlofienem Blik in die Natur von feinem egoiflifchen Standpunfte aub oft große, aber nichtige Schritte thun kann. Indeß wärs, ben ganz unertwartet die Heinften unmerfbarften Schritte

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in der Natur durch die Beobachtungen ber Franzoͤſiſchen Akademiker in den Höhen von Quito, der Engländer in ben Ebenen Beygalens, buch Mutis und U. v. Hum⸗ boitt an den Kuͤſten von Caraccas entdeckt, bie allges a meinen täglihen Schwanfungen in der Atmoſphaͤre der Tropenländer, melde durch Ehinineli in Padua, Ras ,, mond in Auvergne, 2. v. Buch in Deutfchland, für bie y gemäßigte Zone, und durdy Horner auf ben Deeanen bes : flätigt wurde. Ja Slinders fand durch dad Batometer auf den Nundfahrten um den Auftralifhen Eontinent, ba Gefeg über den Einfluß ber Sees und Landwinde auf . den Druck ber Geſammtatmoſphaͤre fo auf, daB er dadurch für den Seemann eine Scale über bie Annäheruug aus bem Dcean: zum Eontinent entwerfen konnte. So wurde diefe Queckſilberwage eln Inſtrument zum Drientiren auf ben Dceanen, twie fie ed auf dem Eontinene In der. php» ſiſchen Dimenflon in jeder Hinfiche gewefen if.

Denn durch fie erft wurde der wichtige Unterfchieb abfoluter und relativer Höhen, und fpäter auch Ebenen, in der Erdkunde aufgefaßt, obwohl in der Geographie ſelbſt wenig beobachtet, da man Überhaupt, wie überall, erft das Auffallendfte in den Dingen und Wilfenfchaften anſtaunt, und fo fich mehr mit der Bewunderung - der gemeflenen Höhe der höchften Berggipfel begnügee.

Welche außerordentliche Menge von Anftrengungen mußte vorbergehen, um die Reihe von Thatfachen in Zah⸗

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Einleitung. 43

m über bie Berghoͤhen aufjuftellen, bie In ber Inhalts eichen, genauen Miltenbergiſchen Sanımlung zuerſt voll⸗ änbig Überfeben werben Töunen. Nar derjenige, wel⸗

we eigeme Verſuche ber Art auf Alpengebirgen gemacht at, weiß bie Verdlenſte jedes einzelnen der bort aufge, Ifeten NRamen-zu würdigen.

Um bie geographiſche Wiffenfchaft aber wurden dieſe sbleureihen erft durch H. de Sauffure, U. v. Humboldt, m 8, o. Buch und ihre Schüler, fruchtbar gemacht, imlih zur Dergleichung allgemeiner, climatiſcher, geos und Negetatlond, Verhältuiffe, und dem legtern | das Berdienft, durch fie zuerft nach de Sauffus es Bergang das Phänomen der Gebirgspäfle nach als m Richtungen bin zur Auſchauung gebracht und dadurch ngäglige Ixrrthümer aus der allgemeinen vergleichenden bdbeſchreibung verbannt, viele Wahrbeiten ihr gefichere u haben, weil fie, und nicht die Berggipfel, der Standa mufe des beengten Gefichtöfreifes aller Gebirgsreiſen⸗ eu im Oſten und Weſten der Erbe waren.

Durch beide um die Wiffenfchaft fo viel verbiente Rinner, fo wie Insbefondere noch durch den gleich uners wäblichh forfchenden Wahlenberg, wurden in drei verfchies wu Floten, ber Lapponifchen, Karpathifchen, Helveti⸗ Wen, dadurch die Klimas Marken, ald Grenzrepraͤſen⸗ anten in der vegetabilifchen Melt, in Vergleich mit des neu unter Ben Tropen, und durch feine finnreiche Vervoll⸗ Isumzung Der Echre vun ber Erdwärme, vermittelft ber etſachen der Queſlentemperatur, bie große Anordnung ver buntfarbig bekleideten Erdoberfläche in ihrem geogras

Hauptzsufammenhange und nad wichtigen Res in, wenigſtens von einer Seite aus, im Einzelnen dars geReüt. hatten die Bemühungen derfeiben Mäns ner, angeregt burch die früheren eines Scheuchzer, Tours sefort, de Sauffure, Ramond, Townſon, und durch Kits wand Aechnungen, wirklich vermittelt ded Barometers uns Beobachtungen vom Norbcap bls zur Südfpige In Euzopa, wie auf den Gipfeln der Nequatorial » Zone, das Aufbören aller Vegetation und die ewige Schneelinie as die Grenze der lebendigen Schöpfung aufgefucht.

Diefer mannicdhfaltige Einfluß der Unterſuchungen, af welchen das Barometer wie ein flügender Wanderftab aber verwirrenden Welt der Erfcheinungen biente, mußte Der befonders angezeigt werben, ba er bie Seele in der sanıım Anordaung des gegenwärtigen Werks geworben

4 Einleitung.

iſt. Noch iſt freilich nicht der allererfle und fräßeffei vom Irdiſchen ausgehende Antrieb nach ber 2 oder erſten Mitte bes Wiſſens in der Atmoſphaͤre, wduten lich ber fogenanuten nugbaren Meteorologie, auf R eine Weiſe hierdurch befriedigt, und ihre Anforderung aufgelöft worden. Aber wie jede Brognofe an ſich ſchu unfruchtbarer für die MWiffenfchaft und mehr Sache ig ezoiftiihen Neugier als reinmenfchlichen Str r ſeyn fcheint, weil ihr die Demuth und das Vertr zur göttlichen Vorſehung fehlt, fo faelat aud dem 1 fer, der in Ihrem Sinne fi abmüher, im Welt | ‚eine entfprechende Belohnung vorbehalten gu 3 E bingegen das unelgennügige Streben nad .. fhon In manchen Zweigen mit der Zuruckfuͤhrung wahrhaften oder lebendigen Mitte gefrönt wurde.

Zugleich ergibt fih aus dem Vorhergehenden *

weiteres Auseinanderſetzen ber Quellen dad Eiuw aller ſo gewonnenen Reſultate auf das Verſtaͤnduiß Wi. Geſetze des geographiſchen Verhaͤltniſſes der ganzem lebten Natur. Wenn Hierin etwa hie ober da in, genrärtiger Anordnung eine Intereffante Ausficht Ger treten folte: fo verdankt der Verfaſſer biefe ganze zung feiner Aufmerffamfelt dem vieljäßrigen, belehgi ben, und, mit Stolz fey es gefagt, vertrauten Umg mit einem edeln Manne, S. Th. Gömmering, ber % ein Schmuck feines Jahrhunderts und feiner Nation, nannt wird. Denn fein Geiſt erfülte auch Andere‘ den Ahnungen ber Tiefen der Natur, bie fein eigner nius bis in Ihre verborgenen Geheimniſſe durchſchaut

|

d) Die Wirkungen unter ber Erbe Pi

Gehen wir nun zur Neiße des dritten Elements uhfü zu den Wirkungen feiner chclopifchen Gewalten über: zeigt fih, daß der lange Streit der Neptuniſten ul Vulcaniſien das lebhafte Intereſſe, entweder etwas \ niederzureißen, oder etwas Meued aufjubauen, menfchlicher Welfe gur größern Thätigkeit getrieben, b Kraft der Unterfuchung gefchärft und wenn auch ga nicht fich ſelbſt befriedigt, doch die dem 5

hende, allgemeine vergleichende Erdbeſchreibung

merkt mit einem Schage von völlig unbeſtrittenen T ſachen üter fubterrefire und fubmarine Erfcheinungen ‚Einzelnen und in ihren Werbreitungen belehrt hat. *

46 Einleitung.

zu Tpeorien zu führen, and leiteten fo bie Aufmerkſam keit auf das Periopifche, wie auf bie Erbbebenfphären, Die vulkaniſchen Eruptionen beſchrieb Hamilfan; D. de Dolemien und Kerrara beobachteten fie als Na turforfcher in ihren Tharfachen, Breisiad In Ihren Pro⸗ Bucten und chemifchen Urfachen, und verbanden Dam oder fihufen intereſſante Hypotheſen. Zi &. 8. Buch mußte zuerſt In diefen mennichfaltigfen Erfchelnungen das Zufällige vom Wefentlichen zu fr nen, den Maaßſtab für die großen Berioden des WE nomens Im Steigen und Gallen des Kraterbodend, BU vier Hauptmomente jeder Periode im antünbigenil: Erdbeben, Lavenauswurf, Rauch» und Afchenaug ! und den Moffeten in der Natur nachzumeifen. Auf fe nen vielfach mieberholten Wanderungen durch Itallen beflimmte er zuerſt den ‘Begriff des Vulkans, des Außerı und Innern, feined Baues, feinee Probucte, und zeige das ſubmarine Seblet in ben Tuffablagerungen am Epo⸗ meo und auf dem claffıfchen Boden ber fiebengehügeltek Weltſtadt. Er ſtellte Über die Eigenthuͤmlichkeit des Ges bilde6 von Auvergne eine Fühne Hypotheſe auf, die “2

ſchon faft feine mehr tft, und welche von €. ©. We im Vivaray Ihre weitern Aufliärungen erhalten Er erfand zuerſt die beſtimmte und allgemein verfl liche Sprache in dieſem Felde der Wiſſenſchaft. N Was fein Scharffinn an einem einzeinfleheuben, feellich recht zum Studium hingeſtellten Vulkankegel, bem fort und fort thaͤtigen Veſuv, über dem lebendigen Nea pel erforſcht und vorausgeſehen hatte, wurde auf * andern Erdſeite im indiſchen Ocean auf Isle be Franck und Bourbon, an ganzen Bulfangruppen burch Bor St. Vincents bi6 in das geringe Detail gehende, cat fifhe Beobachtungen beftätige und erweitert. Vom Morben Ger boten die ſchottiſchen Natutfor⸗ (her, ihm unberwußt, feinen durch Ihn aufgeregten Ideen die Hand. Die berühmte, auf die Granitgaͤnge von Eornwalliö gegrändete Hypotheſe eines Huiton, die mit noch größerem Scharffinn, mehr Methode und Nebers blick ber Thatfachen durchgeführte Erläuterung derſeiben duch Planfair, wie dur J. Hall's chemiſche Verſucht über die Feuerproducte, in fofern fie unter einem darauf laftenden Drucke fich geftalten müffen, bereicherten bie phnficalifhe Geographie mir Anfichten und Matbmaßuns gen, welche nicht nur in Joland fräher durch Olafſen

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48 Einfeitung. |

Quellen fir bie allgemeine vergleichende Erbbefchreißt welche entweder das Ganze ihrer Wiffenfchaft von Seite der Natur aus Überfaben, und in fofern fi über die Wiffeufchaft erhoben ſtanden, oder eingelne TE derfelben in fpecieller Verbindung mit ber Erboberfl, betrachteten,

So wurden es bie Arbeiten von Gmelin, Ya und Willdenow nach dem Muſter der Einnelfhen Ast tungen babucch, daß fie auf die Sefammtfloven der birge Im Gegenfag berjenigen der Ebenen aufmerf machten, wie z. B. Pallas die oflseuropäifche, bie | sifche, die dauriſche In ihren Begrenzungen auffur wie A. v. Haller, Scopoll, Wulfen, Römer, Hoſ Suter u. a. Beiträge zu der Alpenflora mittheilten. .. Desfontaine lieferte zuerſt aͤhnliche zur Küfenfl eines mittelländifchen Meeres, weiche durch ihn in atlantifchen, durch Cavanilles in ben Gewächfen S niend, durch Decandolle in den franzöfifchen als fo. verwandten näher unterſucht wurde.

Willdenow machte zuerſt auf dag Characterif der Geſammifloren der verfchiebenen Erdtheile aufn fam, und ftellte in Europa eine nordifche Klor, eine | verifche, oͤſtreichiſche, pyrendifche und Apenninenflor « Lamark, indem er für jedes Pflangengefchlecht einen wiſſen Mittelpunct auffuchte, glaubte acht Haupkfle auf der Erde zu finden, nämlich die Virginiſche, K indifche, Dftindifche, Afrifanifche, Auftrafifche, Autaı fche, die Mordifche und die Morgenländifhe, und diefen wieder nach gleichem Grunde verihiedene © cialfloren; ee bereicherte fo die phyſiſche Geographie allen Thatfachen,. welche das natüclihe Gruppirun ſyſtem der franzöfifchen Botaniker darbot. Decand 8 rte die Idee der Specialfloren in Frankrelch mit groͤßten Beſtimmtheit durch, und fand nach der Maj tät der Gewaͤchsarten fünf große Regionen in bie Reiche, welche zugleich die ganze phyfifche Natur « racterifiren. hatte ſch X ſter helle V

agegen ha on zue Forſter helle Bl in die Natur ber Formen der Gewaͤchſe geworfen, A. Humbolbet aber ſtellte zuerſt, in feinen Ideen zur Phiy gaomif der Gemwächfe, ſechszehn characteriftiiche Pfi zenformen für die waͤrmern Zonen ber Erbe auf, ı malte bie Natur der Tropennegetation burch einen wundernswürbigen Reichthum von Thatfachen, bi

war (28, weicher zuerſt auf das benummtente Aus des Eontinentalclimas auf die Vegetation, B des Dune, RR und ihre wechfels 7 ben ren ber

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60 | Einfeitung.

ſtaͤbt und von Biberſtein Im Kaufafus, bie Sortugieli ſchen Miffionaire in Habeffinien, aud) Poncet, die Spww nier in der neuen Belt, deuteten ſchon den vegetablil⸗ fchen Reichthum eines Terafienclimas an, deſſen sek Fuͤlle aber erft durch A. v. Humboldt aufgeſchloſſen angeordnet wurde. 5. H. Link klaͤrte dadurch bie Gas grapbie der Spaniſchen Halbinfel auf. Die faft völlige Ausrottung einer Lanbdesflora durch eine eingewanderfe' Eulturfiora wurde im Aegyptiſchen Nilthal zuerſt von Sorsfal, Bromne, Girard u, a. angeführt. Ueber den Einfluß der Localltät bed Bodens auf bie‘ Gewaͤchſe hatten die größten Meier in dem Anbau dep felben, die Chinefifchen Ugriculturmänner, laͤngſt igeR' practifchen Regeln feftgefent, als er bie englifchen, beaß' fen und franzöfifhen Agronomen darüber die Hanph thatfachen aus ihren Erfahrungen zu abſtrahiren fuchtems Th. de Sauffure wollte durch die Chemie bie Verhältul des Belebten zum Iinbelebten in ber Vegetation nachwn fen; Leslie zeigte ben verfähiedenartigen Einfluß der ſpech fiſchen Abforbtiondfraft .ded Bodens zur feuchten Atuc⸗ fpbäre auf die darauf ſich anfegende Vegetation. Pagas erinnerte an bie Flora der Salsfteppen, U. v. Humbolbt an die des Sandbodens und an bie iſolirt und In Heerben

wuchernden Gewaͤchſe. Ein ganz neues Feld für die Kurs

zel aller Vegetation wurde durdy das Studium der Cry⸗ ptogamen in ihrem Verhaͤltniß zum Ganzen aufgefchloff: und dadurch der Norden der Erde näher characterifin n dem nad) dem Gefeg der Eentralattraction fi aus eßenden, und durch die Oberfläche und ben Aggregat zuſtand des Subſtrats bedingten Vermoͤgen der Lichenen, die im Trocknen auf der unterſten Stufe der vegetativen Kraft zu ſtehen ſcheinen, fand Hausmann einen erſten Grund der Beguͤnſtigung der organiſchen durch die unor⸗ ganlſchen, und der Zerſtoͤrung der unorganiſchen durch bie organifchen Bildungen, auf. Neeb zeigte, wie die Anzke⸗ hungskraft gegen den Nahrungsſtoff bei den Gewaͤchfen den Mangel willkuͤhrlicher Bewegung in ihrem vegetatis ven Leben: erſetzten. Durch Floͤrke's angeflellte Verglelsi chungen ber croptogamifchen Sloren von Kamtfchatfa un Europa ergab fih bie Einförmigfeit derfelben in der: Nerdhalbfugel, und durch die Vergleichung mit der cry»; ptogamiſchen Flora von der Inſel Bourbon und Isle dei France, die Einförmigfelt jener mit der Höhenflora dieſer Infeln, und fo eine merkwürdige Ausnahme von bes

Enlenung

—— die durch ihjre in ‚en Bildun⸗ Wann feld in ber e Bote‘ * " 5 bewe iſen. > 9 2. Spierweits raphiſchen Verhältniffe der Tblern war 9 fr im Allgemeinen es und ige —— Sie FH Ihren wichtigſten/ ir und nüßlichfen Thellen dem Denen ae ernten. überfeaulicher, Kt leſchſam in der Mitte der ns Ken BE 1 F * größten und merfwuͤrdigft aher fchon faft jeder Schrift, er 5* er Aufſch luſſe und müs die 14 hat, durdy die Meiſterwerke eines Blumenbach, Cüvier, Trevira⸗ und von ihnen or je die Erd⸗ Sende is Duelle bearbeitet dad Hten nur auch die afigemeinen eebälenifie der ı großen Aufammentange mit ber Natur und dent 3 minder beachteten —E erfi befimmter kommen und genauer uberſehen tjenigen KTeſultate welche bie raftlofe Spärigtele bie „iie pbnRealtiäe Erdkunde fo verdienten Grafen kr A aus ben unzäßligen Shatfanen gemons lichen Beobachtungen und Vergleichun⸗ ke at wie in feinen 3 und geo⸗ b geordneten Sammlungen darboren, wÄrden als m für das Verhältmiß der Vegetation und der E den en Ber men und dem eben der Shlerorgas jögel» und Juaſektenwelt EN Ihrer geos den Berbreimn ganz neue Auf - m diefem Zwer etheilte Ari de EEE i Beſien ber allg ai vergl yo been, Stelle angeführt beß dat das Studlum der Ue nm einſt Bu un | fm et der Erbe begrabenen Vormeit, KT die’alte wie bie MET ht * Ai, vr b LE vun ent, darch Diaruen⸗

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52 Einleitung.

bach zuerſt feine Bedeutung und das zablloſe Heer theils befanuter, halb oder gar nicht gefannter Gefhlechter feine : Anordnung erhalten. So Ift durch Ihn und J. Kant bie | dee einer Archäologie der Erde in die phyſiſche Erdfunbe einaefilhre worden, welche jeßt ſchon zu einer ganz neuem : erfien Schöpfung zuruͤckfuͤhrt. Wenn es fchen laͤngſt in Verwunderung fegte, welche große Zahl von Gebelnen ; gleichartiger coloffalen Individuen der Norden der Erde , unter den obern Lagen feiner Erbrinde verbarg: fo wurbe , dieſe zum Erftaunen bei der Entdeckung ber verſchiedenar⸗ tig'ten Gattungen einer verfchwundeuen coloffalen Thierg : ie:t, an einem einzigen Puncte der Erbe, In den J bruͤchen von Montmartre. Durch das genauere Studinm der Teſtaceen wurden bie weitverbreiteten Suüßwaſſer« bildungen der Vorwelt auf der oberſten 349 der rinde und auf den kleinſten, beſchraͤnkteſten Räumen, wie . Eos dor den Thoren von Paris, bei Srignon, wie Sep; erlin und andern Drten gleich Gunberte ber verfchien , beuften Specied neben einander entdeckt. BR Die Beobachtungen und Entdedungen, welche bie, Arbeiten von G. Eüvier, A. Brongulart, 3 Partinfog, . Daudebard, v. Schlottheim, v. Merk, S. Th. Sömmes ! zing, Pallas, Fortis, Faujas, Eh. W. Peale, Sefferfon, , Torrubla, U. v. Humboldt, H. F. Link u. a. enthalten , baben hierüber einen Schag von Tchatfachen gelieferte , welche eine bis jept nn (&roindelcrregende Ausſicht in die Vorwelt der Erdgeſchichte eroͤffnet haben.

4. Uebrige Materialien, Schluß.

Und fo find wir bei der ſummariſchen Anzelge der Hauptquellen gegenwärtig zum Schluß berjenigen gekom⸗ men, welche das Regulativ der übrigen geworben, unb nicht ſowohl dad Materlale, als vielmehr das die Kanye: Arbeit Durchwachfende Sormale, dargeboten haben, gleidye, ' fam. die organifirenden Inſtrumente geweſen find, burdh | welche die Arbeit felbft fi) machte, Br Drurch Ariſtoteles Vorgang und feine Nachfolger In, dee Alerandrinifchen Schule, durch Eratoftbenes, Dips, ı parch und Anbere, wurde zur Begründung der mathema⸗ tifchen Beographie, von dem Himmel aus, ein Neg über N ben Erbball alfo gezogen, daß nad) Länge und Breite jes, ber einzelne Punct ber alten bekannten, oder neu gu ente; | dedienden Erbe, barauf In geböriger Drbnung und mi, größter Beftimntpelt nach Grab und Minute, zur Auf⸗ h

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Einfeitung. 63

fintung feines räumlichen Verdaͤltniſſes und Sicherung afer mit bemfelben zufamnienhängenden Thätfachen, für die Begentvart, wie für die Zukunft eingetragen werden So bat auch jener ehriwärbige Verein von Mäns nern ded jüngiten Jahrhunderts, und zumal die aud deffen letztem Diertel, welche die Anfhauung der Natur mit dee matbematifchen Methode in den Naturwiſſen⸗ (haften verbanden, um fie fid) zum Flaren Bewußtſeyn n erheben, ein ac den Naturgefegen gewebtes uns —** Netz, Bas ben Erdenrund umgibt, eutdeckt. E iR von ber Narur ſelbſt in den Haupipuncten durch ihre Thatſachen, im Schooße der Erde, In den Bewe⸗ gungen ber Elemente, im Leben der organifchen Welt angedeutet, daß der Furzfichtige Menſch auf den Linien, bie von diefen Puncten zu den Ihn verwandten, durch Verglelchung gefundnen Puncten führen, fich in ihre uns Maunichfaltigfeit und Fülle finden lerne, Nach der Alerandriner Zeit wurde freilich noch mans her Planet am vielgeftienten Himmel entdeckt, doch fand ber Grund ber Einthellung, der von der Natur ſelbſt ges seben war, für ale Ewigkeit fell. Noch find zur Zeit zur wenige Dauptpunfte vom phyſiſchen Leben der Erds oberfläche und ven dem mehr organiſchen des ganzen Erd⸗ balles als eines Planeten befannt, und noch manches Bes Kirn, mancher Planet muß zu deffen vollem Verſtaͤndniß am phnfifhen Horlzonte aufgehn; aber da Ale zu einen und demfelben großen Sonnenfnfien gehören: fo wird, wenn die Örundgejege von biefem nur In ihrer Wahrheit daſtehen, die Erkenntaiß beffelben zwar unaufbärlid, bes eichtige, aber feln Weſen felbft nicht gertrümmert werben,

Sind die Hanptlinien des Neges mit Gicherhelt gezogen: fo müflen durchaus alle phyſiſch geographis fchen Thatſachen barin ihre beftimimte, naturgemäße Etele finden, menn nur einmal bad Syſtem der Bil⸗ tung des Netzes in der Anſchauung aufgegangen ft.

Zu bdeffen Verſtaͤndniß iſt alled Frühere bier gefagt, and bie Materialien in ein foldye® einzutragen, dieſer Berfuch gewagt worden, deſſen Mängel bald ihre Nach⸗ bälfe finden werden.

Hier noch alle die einzelnen Duellen ber In das Netz eingetragenen, meiſt zu andern Zwecken, in anbrer Drds mung, oder iüſolirt ſteheuden Materialien aufzuführen, würde unpaflend ſeyn, da biefeiben jede an ihrem Orte

64 Einleitung. |

genannt feyn werben. Durchaus noch nicht alle vorhan⸗ a denen Materialien konnten bier eingetragen werden, Mr febr auch nach Volfändigfeit gerungen wurde uno fe, auch in einzelnen Theilen erreicht feyn miag; aber 0. den wichtigen ſollte wenigſtens bier Fein Hauptpuntt fehlen, der zum Ganzen gehoͤrt. 3 IR hier nicht einmal dasjenige angezeigt worden, was den geographiſchen oder biſtoriſchen Syſtemen bee“! Griechen und Roͤmer, der Araber, der Gelehrten deß Mittelalters, oder denen der neueſten Zeit verdanit "' ward; auch nicht einmal bie allerbedeutendſten Meifehes * richte, welche feit Odyſſeus Irrfahr: bi heute die Lüge’ ber s und Völkerkunde bereichert haben, können bier gap * nannt werden. Diele davon find Äberaus wichtig, nud \! wurden bier wo möglich In ihren Originalſprachen benugk, '? wicht in den fo felten unverfiäinmelten Leberfegungen , I '? denen nur zu oft das die Wiſſenſchaft Belehrendſte, at} '' ein ju ernfter und unintereflanter Theil, ſelbſt bei du % wichtigſten Gegenftänden, tie z. B. Siinders Unterfiss &Aungen über ben jüngften Erdthell, ausgelaffen wird, .; 2 Nicht einmal des Antheild, den ganze Eorporationgg a en den Quellen haben, tie etwa Handlungsgefellfchas Y ten, Miſſions anſtalten, wiſſenſchaftliche Inſtitute, wie Sie u Afrikanische Societät in England nicht dedjenigen, % den Weltmäcdhte, wie z. D. Alexander der Große, Ts 1 mur Bed, oder bie ruſſiſchen Ezaare und die chinefifchen & Kalfer an der Entdeckung bes Innern von Afien bass i ten; nicht deffen, den die SKriegsgefchichten aller Wölfer x an der wichtigen Terrainfenntniß ber Erboberflädhen bar ı ben, kann bier gedacht werden. Auch nicht, was Vils i fermaflen ganze Jahrhunderte hindurch nach einer und ı derſelben Richtung bin zur Aufbellung allgemeiner phys ı Afcher Weltverhältniffe geleiftee haben, wie z. B. bie ı Horben ber Bölterwanderung nah dem Weiten, das | Drängen der Gebirgsvälfer in die Ebenen, die ‚Deere der Kreusfahrer nach dem Drient, bie Flotten der Pozs : tugiefen.. längs den Küftenmeeren, die der Spanler ins nerbalb der Paflatwinde, das Streben der Britten nad Herrſchaft in Hindoſtan u. a. m. ' Nur eine in ihrer Art einzige Erfchelnung eines Welt reifenden muß bier eine Ausnahme machen, und noch einmal ber Name eines Mannes, A. v. Humboldt, am Schluffe des ganzen Quellenreichthums genannt werden, weil durch ihn, ber in fich die Kenneniffe einer Academsis

Einleitung. 55

alt dem Sinne veteinigte, twelcher gewahr wird, was Men Erſcheinungen zum Grunde liegt, diefe gegentwärs ge Arbeit nur allein ihren ganzen Zufammenbang ers ılten fomnte, obne feine Werke fie nie zur Ausführung kommen ſeyn wuͤrde.

Der außerordentliche Fortſchritt, welchen das ns m der allgemeinen vergleichenden Erdkunde durch A. Humboſdts eigene Arbeiten, wie durch ſeine durch 8 ganze gebllbete Europa angeregten, widerlegten oder genommenen Ideen gewann, fcheint Im Allgemeinen sie zu legen, daß biefrr Mann, gebildet durch den AR des Alterthums und in :Befig der mathematiſchen tabode durch Das Gebiet der Phyſik hinauf big zur

Prunoımie, Bis sur Geologie und von der dritten lebens wa Seite bie zur Phyſiologie welche dad letzte

ssrhundert für Beobachtung bis in ihren Gipfel‘ers haffen hatte, eben diefe in fich mie Bewußtſeyn als tmafab für ihre Welt trug. Daß er aber bie Natur de ihrer andern, nicht meßbaren Seite, In ihrem uns & verborgenen, böhern, organifchen Leben, ja in ihrem hikorifhhen FZufammenhange (mie ihr cosmifcher ſchon Ser gefunden war) abnete, darum ihren Wirfungen d den Dentmalen derfelben auf ihren erbabenfien Werks

nachging, und ihre Mitte, wie ihre Grenzen,

allen Richtungen hin zu durchdringen fuchte.

Durch biefe Ausgleichung und liebevolle Befreun⸗ mg aller Gebiete ber Wiffenfhaft mit der Natur nach m Wefen ihrer für den Menfchen doppelten Richtung, arde auc) Ihr Umfang um das Zwiefache erweitert, id ihre Schoͤnheit umſtrahlte eine neue Glorie.

Doch es erſcheint der Einfluß dieſes einzelnen Man⸗ ed, ver, wie er ja ſelbſt es ſagt, nicht fo einzeln, ſon⸗ ren nur im Kreife feiner forfchenden Mitwelt geftanden, er nur als einer der Nepräfentanten, von dem ?us ınde, den die Zorfchung der neuern Zeit überhaupt fich gebildet hat, und welcher ein großes Bermächtniß für 6 kommende Jahrhundert feyn wird,

Menn bie frühere Zeit fi) mehr mit den Sormen, rſcheinungen, Thatfachen, bie in den allgemeinen oder

ben befondern Mitten jedes ihrer Reiche, und in eins Inen Zweigen berfelben lagen, befchäftigte: fo ſcheint I für Die gegentvärtige characterifirend zu feyn, daß fie berall mehr nach Univerfalität firebend, die äußerten Srenzen und das Uebergreifen und Ineinandergreifen ber

56 . | Einleitung.

Gebiete, nach ben räumlichen, phnfifhen, organifd Intellectuellen Dimenfionen bin, aufzufinden, und don au einer vollen, lebendigen Mitte zurückzukehren fad

Dieß foßte ſich auch aus dem Worbergefagten, u mebr aber aus allem weiterhin Folgenden ergeben, (3 bie für die Erhebung fo erfolgreihe Richtung Thaͤtigkelten zu bezeichnen, die In dem Gegenfage Art der Wirkſamkeit des Menfchen und ber Natur li und dur die Morte Streben und Seyn angebe werden fann.

Denn indem ber Menfch in feinem Gebiete übe nur durch auß feinem Innerſten aufftelgende Ideen, nen die dußere Thärigkeit noch vor dem gewonne Mefultat fich fchon untergeordnet hat, das Gebiet fei Wiſſens, gleihfam nur ſtoßweiſe, in außerordentli Momenten außerordentliche Geiſter für Alle, -und Jeder überhaupt immer für fih, bald hies bald &4 erweitert: fo wirkte dagegen die Natur von Ihrer gN nach ben Grenzen und zugleich von dem Örenzen ı ber Mitte, wo auch irgend noch dem Menfchen Ihr |

fen entfchletere ward, alfo nicht von einem lebend Yuncte aus, fonbern im überall lebendig erfüllten R me, in minder fichtbar unterbrochenen Momenten, 1 mehr in ebenmäßig ſchwebender Tiefe und Macht gleichſteter unerſchoͤpfter Fülle fort durch alle Zeit.

Und fo wurbe von Gott die Natur dem fterbii:

Menſchen als die ſtets nahe Freundin, als Warn und Troſt im Erbenleben, ihm beigefelt, als fein Einheit mit fi ſelbſt Ihn geleitender Schutzzggeiſt, fon

dem Eimelnen, wie dem sangen Geſchlechte. Wie

Erde als Planet der mütterlihe Träger des aaı

Menſchengeſchlechts, fo folite fie, bie Natur, die Erı

kerin aus dem bemwußtlofen Schlummer, bie bildı

Leiterin, bie organiſirende Kraft ber Menſchheit wer!

Der

Allgemeinen vergleichenden

Fhbefhreinung

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Die Veſte der alten Belt.

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Allgemeine Vorbemerkungen über die feften Formen der Erdrinde,

I. 1. Luft, Meer und Land

dm Erdball umgibt ringsum die Lufthälle; einen Theil

feiner Außenſeite bededen die Wafler, den andern, welcher

mit trodner Oberfläche der Luft zugewendet ifl, nennen wir e

Im Gegenfas jener beiden flüffigen Formen, die in ib: cee tänmlichen Befammtbeit Atmofphäre und Meer oder beißen, wird ber fefte Boden, das Land genannt. Luft, Meer und Land beftehen aus einer Mannichfals tigkeit von Beflandtbeilen, aus Materien, die wir bier wicht im einzelnen an fich, weder als Maffen, nach Umfang und Verbreitung, noch als Stoffe, b. h. ihren Kräften nach, zu betrachten haben; denn diefes ift die Aufgabe anderer Wiſ⸗ ſenſchaften. Die unfsige iſt es, die Geſtaltungen, bie ſie in ihrem Verhältniß in Beziehung auf den Erdball, ein⸗ nehmen, und das von dieſen Abhängige, genauer zu betrach⸗ ten, und zwar die Geftaltungen mehr im Befondern, d. h. ihren Theilen, und der Gegeneinanberftellung nach, das von ihnen Abhängige mehr im Allgemeinen, dem Wefentlichen und dem Wiechfelverhältniß nad. Denn die gefammte Korm aller dieſer Geftaltungen, oder die Betrachtung der Kugel: gehalt der Erde, fegen wir als in ber MWeltbetrachtung ges geben voraus, weil ihre zureichenden Gründe nur aus der Aronomie hervorgehen können. Die Unterfuchungen des Abbängigen aber, wenn wir fie im Beſondern nach ihren erfien Gründen zu verfolgen hätten, würden uns in das Gebiet der Mechanik, der Phyſik, der Chemie, der Phyflos isgie und anderer Wiffenfchaften führen, deren Wahrheiten we bier, in fomeit fie natürlich ſchon erforfht find, und uns als Hülfsfäge dienen können, als ein Gegebenes vor: ausfegen, und nur in ihren Mefultaten benugen, ohne auf ihre Gefamterforfhung felbft ausgehn zu wollen. - Da jene Geftaltungen nur in derjenigen Kormy bie von der Materie erfülls wird, erfcheinen, aber Beine Materie ohne

60 Allgemeine DBorbemerfungen. 2

Kräfte beftchen Tann: fo können auch Luft, Meer und Laub H nicht ohne Thätigkeit für und wider einander, nicht oßne 4 Wechſelwirkung beſtehen. Diefen Wechfelwirkungen Liege u das Spiel der hemmenden und bildenden Kräfte der Natus ı zum Grunde, und fie erfcheinen in ben mannichfaltigftes ı Veränderungen und Ummandlungen in türzern, periodiſch i wiederkehrenden Kreisläufen, oder in immer weiter und weis ıc ter in ausbeinenden Wirkungstreifen, zwifchen denen gan wiſſe Momente des Gleichgewichts vertheilt zu liegen fcheinem . Richt die Gefchichte diefer Veränderungen und Ummwanbs n lungen, die Aufgabe einer Phyſik und Archäologie der Erde, noch die Erforfchung ihrer Geſetze ift es, welche wir bier gw verfolgen haben, fondern unfer Hauptaugenmerk ift auf bie &ußern Erfcheinungen, auf ihre Kefultete in den Momenten bes Sleichgewichte, oder doch auf die Ausgleichung und Ann; näberung zu bemfelben gerichtet; denn wie fuchen das ges , wärtige Verheͤltniß der Seflaltungen auf der Erbobess . äche auf, und in den Weränberungen das gegenwärtig ges ;, fegmäßig Beſtehende. ey reilich wird es bei bem unvolllommenen unb immer im Fortſchreiten begeiffenen Zuſtande dieſer Wiſſenſchaftz nicht anders möglich ſeyn, ols oft das WBergangene zum ;; VWerſtändniß des Gegenwärtigen zu Hülfe zu rufen, unb , feloft dem GBenetifchen eine untergeordnete Stelle zu em. lauben. In dieſer Hinſicht fchließen wie aber denjenigen anzen Zeitraum, in welchem die Wölkergeſchichte zu uns pricht, in ben Moment ber Gegenwart mit ein, im Gegen , fag derjenigen Zeit der Erbbildung und Ummanblung Dberfläche, welche jenem vorhergeht, weil Biflorifch nur wow. Wirkungsmweifen ber Naturkrüfte bie Rede feyn kaun, melde Dem feit Menfchengebenten Beſtehenden entfprechen, .bie Theorie dagegen auch in bie Geneſis des hiſtoriſch Vorhaud⸗ nen gurütjufüßcen at. ot on allen Veränderungen‘, Bewegungen, Ummeandiuns ' en wirb übrigens hier nur in fofern die Rede ſeyn, als | in ber Verſch iedenartigkeit und den räumlichen Verhältniſſen jener drei Kormen nach ber horizontalen und ſenktechten Dimenfion und deren Wechfelwirtung begrünber find..

. Sn ber Unterfuhung bes gegenwärtigen Werhältniffes biefee drei Formen laſſen fich verfchiedene Wege einfcht Warum wir den gegenwärtigen, ben Uebergang von dem Feſten zum Klüffigen, wählen, ift oben angedeutet. Auch ſcheint es darum am natürlichſten zu ſeyn, ihm zu verfols gen, weil ber Menfch ſelbſt, von dem alle Betrachtung auss geßt,. auf ber feflen Form ſich am meiſten einheimifch ges macht bat, weil fie die mathematifch umgrenztere, alfo. die beſtimmtere ift, bucch welche zugleich bie niedere oder Die xäumliche. Anordnung bes Übrigen gegeben wird.: - ..

Algemeine Vorbemerkungen. 61

Einer gefchichtligen Betrachtung würde die chemifche Anstaung, in welcher man von ben flüfligen Formen zu den feſten oder zu bem Gewordenen überginge, die beques mere fepn; mit dem Slüffigen beginnt nothwendig auch jede

fit. Darum wird, meil diefe immerhin im Fortfchritt begriffen iſt, auch fpäterhin im zweiten Theile diefer Arbeit, bei dem, was wir bort von ben Elementen zu fagen haben, diefes Geſchicht liche der Erduerhältniffe häufiger berührt wer: ben müflen, als in biefem erſten, der ſich mit der Betrach:

des gewordenen Feſten befchäftigt, zu welchem wir nun semittelbar übergeben koͤnnen.

6. o Das Land.

Benn in den frühern Zeiten dem gebildeten Theile ber Renſchen nur ein einziges Veflland mit vielen Inſeln bee Inbegriff dee Erbe war: fo find wir feit dreihundert Jah⸗ um er durch Colombo zur fihern Kenntnif eines zweiten, eines wefklichen im Gegenfab unfess öſtlichen Continentes

selangr-

Id wurde nun bie Vorflelung rege, daß auch ein leichzroßes füblides, bes Gleichgewichtes wegen, fich vors aden müffe, bis Cook der Entdeder in der zweiten Hälfte des verigen Jahrhunderts die Grundlofigbeit diefer Annahme zeigte, jedoch zugleich genauer bie Grenzen, nicht eines, fons dern vieler Südländer, Küften und Inſeln, beflimmte, Pie welden denn auch wohl die jüngft entdedten (Neu: Süb: Echotland zwifchen 55 bis 65 Grad wfll. £. von Greenwich, und 62 bis 63 Br. fühl. Br. im Februar 1819. duch W. Emith) zw gehören ſcheinen.

Die BVorflellung eines großen Gontinents gegen den Eütpol der Erblugel war eine Folge der an fich richtigen Vahrnehmung, daß wirklich die größte Maffe ber von dem Tcean umgebenen beiden Landftreden, ber alten und neuen Delr, auf der Norbbalblugel der Erde, den Nordpol in gewaltigen Breitenausbebnungen umlagern, fo daß fich da ihre auslaufenden Glieder und Vorgebirge bis auf wenige Meilen einander foR berühren. Denn nach dem Eüben hin verlaufen fich ihre Körper in keilförmig auslaufenden Spit⸗ en, welche durch weite Meere von einander getrennt, end⸗ ih nur noch in drei hohen Vorgebirgsländern gegen den Eüdpol bin die Form ber feſten Erdrinde in den unermeß⸗ id weiten Wogen des Sübeceans vertreten.

Diefe ſüdliche Ausdehnung der Gontinente ift baber (den darum leichter zu beflimmen gewefen; gegen ben Nor⸗ den aber ſtellten fid der Umfchiffung und Auffindung ber Grenzen derfelben noch andere größere Schwierigkeiten entge: gen, daß dieſe bahinwärts auch noch keinesweges beendigt if.

62 Allgemeine Borbemerfungen;

Gtatt uns hier mit der Meinung über die Entflehung diefer Form und mit ber Aufzählung der einzelnen heile, ber Bezeichnung und Benennung dee Grenzen, ber Angabe bes wahrfcheinlichen Flächeninhales und mit andern vielfa befannten Vorkenntniffen den Raum zu beengen, geben wol‘ foglei$ zur allgemeinen Betrachtung der Kormen ſelbſt über; ! und zwar Hier zuerft, aus Gründen, die in der Einleitung‘ angegeben worben (©. ı9.), nur in Beziehung auf „|

- . 1

bie alte Wett. J

Hier lehrt ein bloßer Anblick des Erdglobus bie ußere, mathematifhpbufifege Begrenzung der alten Welt, nach berı horizontalen Dimenfion Bin, als eine einzige, große, zufame menbängenbe Ländermaſſe tennen, bie aber wiederum in bee: Hauptgegenfägen getheilt erfcheint. Weil aus deren feßR: ungleichartiger Abfonderung von einander fein beflimmterk | Begriff diefer heile Hervorgehen konnte: fo ift auch Bit; Wenennung derfelden, und mit Recht, ſehr unbeflimme Bir: dem Ausdruck der Erdtheile, ſtehen geblieben. Dennoch er, wenn wir weiter gehen wollen, in feiner wahren Beden tung hiſtoriſch gegeben, pfychologifh durch bie ganze Mew , hengefchichte hindurchgehend und durch die characteriftifche ,

eftaltung der Oberfläche auch phyfiſch begründet. : Afrika bildet durch feine Meeresbegrenzung beinahe runs , um ein ifelittee Ganzes, und nähert fih fo am mehrſteg einer völlig in ſich f bft abgeſchloſſenen Erdgeftalt. nn

Afien, auf drei Seiten vom Meere ſcharf umfchloffen, , macht mit Europa gleihfam no Einen gemeinfamen Stanım aus, bas von ihm weit weniger als Afrika getrennt if. Europa ſelbſt aber iſt durch ein: und ausſpringende Küftenbegrensungen und Meeresbuchten vielfacher, als irgend

‚ein anderer Theil der E we, unter fi in Glieder gerheilt, und zwar immer mehr und mehr, je weiter es von feinem breiten Zuſammenhange mit Aflen fich entfernt.

Afrika erfcheint als ein Stamm ohne Glieder, Affen feige fich nach drei Geiten gegliedert mit überwiegender

affe bes Stammes, unb Europa nach allen Geiten ger theilt mit überwiegender Maffe der Glieder Über dem ger fHloffenen Stamm des Erdtheils. BE

verſchieden characteriſirt find bie drei Erdtheile in ihren Hauptformen nach der phyſiſchen Dimenfion Bin. - Afrika zerfällt in zwei, räumlich faſt gleichartige DHälfk ten, deren füdliche bas vorberzfpende Hochland, die nörd⸗

liche das Flachland des Erdtheils ausmacht. Beide floßen auf ifren Grenzen faſt nur in einer geraden Linie von Offen nach Weften zufannmen, und auf biefe Srenzlinie, wenige andere einzelne Puncte und bie Meerestüfle ausgenonmmen,

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—— 0 sine eben fo wie jene in Afell . &s ik fen

bingen iſt | Ichem bi Itniffe bes Bau —* ker pr rag * Dem Deimt

wiederholt fich die in jemen beiden Erbtäebs eriſtiſch vorherrſchende tform nur no sem äußerſten weſtlichen @liede, dem

‚und zwar auch ba nur in einem verfüngten mw mittleen Körper diefes Erdtheils dagegen, niß zu feinen Ertremitäten weit geringer an in ben vorigen Erdtheilen, und in jeder Hin⸗ vielartiger als jene von Mittelmeeren und It, gegliedert, umfpüle wird; in deſſen Mitte gang und gar die undurchbrochene, nicht zu⸗ Des Hochlandes; nur * und wieder zeigen seine Schattenbilder jener Plateaubildung. yaltise Mafle, die dort continnieliche Ganze ı bildete, verſchwunden; flatt der Breite

3 Direction, erfcheint fie bier, wo fie fi ſchen Dimenfion nach, als in die Höhe gen ste Puncte, mit dem größten Reichthum Himmel aufgefchloffenen Geitenflächen und 90 iſt Bier das große Alpengebirgsiand bie bes mittlern Euzopa. Mit der größten Aus Aether mit der größten Manuichfaltigkeit en aller Art auf dem kleinſten Raume, nach m Arömenden Waſſern und Thelern Bi fgeſchloſſen, vereinigt fie Die geögte ‚Bagäng«

64 Allgenieine Vorbemerkungen.

lichkeit und Verbindung für den Güb: und Nordabfall, eine andere Hauptform der übrigen Erdtheile. Auf all Seiten fälle fie nah N. und S., nah D. und W. in! Siachländer hinab, bie wieber duch Mittelmeere von « dern, in den mannichfaltigften Gruppen gegenüberliegenb: minder hohen Bergländern und Hochländern ber Eleinfl Art getreunt find. - ' So bietet fih in der auf dem kleinern Raume am W teſten fortgefchrittenen Theilung und phyſiſchen Entwie lung ber feſten und flüſſigen Formen dieſes Erdtheils, u in der Ueberſchaulichkait dieſes Erdindividuums in Beziehn ber auf ben Kreislauf bes Jahres angewieſenen Natur⸗ u Böllerverbälmiffe,: der eigenthümliche Character des Eu päifchen Erdtheils in-ber alten Welt bar, burch welchen (gon von der Naturfeite aus betrachtet, zu einer ande effimmung als diejenigen, mit welchen er wieber auf ei ganz eigenthbümliche Weife zufammengeftellt iſt, vom 4 fang an berufen gu feyn fcheint. Doch um biefe allgemeinen Säge in ber Natur | Sroßen nachzuweiſen, und für je einzelne gegebene Ste der Erde fruchtbar für die MWiflenfchafe und bas Leben erläutern, dazu ift eine ernſte, in das kleinſte Einzelne ei gehende Unterſuchung jedes befondern Erdindividuums not wendig. Diefe nun foll die Aufgabe des gegenwärtigen ı fien Theils unſerer Arbeit feyn. ‘. Bor allem aber müflen wir uns vorläufig über die I Lömmilichen Ausbrüde, welche den Bau ber Erboberflät bezeichnen, verfländigen; ihr ganzer Sinn geht zwar n er vollftändig aus der Anfchauung felbft und wo mögli aus ihrer Darlegung im Kortfchritt gegenwärtiger Unter] chungen hervor, es foll daher bier au Leine Theor Darüber feftgeftelle, fondern nur das Nothwendigſte 5 Auffaſſung des Wahren für bas Kolgende in Beziehung a herrſchende Meinungen und Anfichten gefagt werben.

Erläuterung 1. Erboberfläde: Berge, Ebene

Die Erdoberfläche erfcheint unter den mannichfaltigfk Formen über dem Spiegel des Meeres erbaben, und wi eben dadurch zum Lande, bas in unzählinen Erhöhung: und Bersirfungen fih von Merrestüfte gu Meeresküſte au flredt. Die Art und Weife ber Vereheilung dieſer Höh— und Tiefen gibe dem größten Gontinente, wie ber Eleinfı Erbfläde, der Klippe, eben die Begrenzung und feinen Si chenraum, fo wie die Geſtoltung feiner Oberfläche.

J Die Erhöhungen aller Art, in fofern fie von einem wi dern Standpuncte aus gefehen werben können, pflegt mu insgemein Hügel und Berge, bie fie trennenden Vertiefu gen Thaler zu nennen. x

Mligemeine. Vorbemerkungen. 65

Uber auch diejenigen bebeutenben Erhöhungen, in fofern is aus wiflen, daß fie Über Dem Splegel des Meeres em: nungen, Dat man, gefeht auch, daß man fie von keinem fern Ötandpuncte aus ſehen tonnte, ins GBegenfag ber ife, Berge genannt.

&e bezeichnet derfelbe Aushrud jwei ganz verſchiebene

fie, nämlich bie abſolute Höhe und ben Contraſt Kiefe und Döhe, ein Umſtand, ber faſt überall bie

erung und bebeutenbe Irrthümer in ber Erb: Meribung veranlaßt Bat, fo daß wir bier, vom Aufan ‚vor —555 uns u ten haben. Dem wer ai , den ingu erhaupt genommen bie Oberflächen z Rixpyer im Liberhreit ber Reäfte unterworfen find, nm wird eg, einleuchten, daß es bei dem Ban eines ganzen iißcpers Richt gleichgültig fenn Cana, ob fi große Erd: Ben, und wenn. sur nne um wenige hundert Fuß mehr Are in bie darüber ſchwebende Atmofphäse eintaudyen, ;

ai jenem boypelfinnigen Sprachgebrauche werben aber

nur bie et als ſehr a bald als fehr

tend angefehen, fondern noch weit mehr bie Thaler d Flachen, von einem falſchen Befidtspunct aus, fafl inss ammt nur als Tiefen betrachtet. i

Wir Haben aber auf bas forsfältigfle die ‚beiden Ver: Itmiffe zu berückſichtigen: einmal das relative Verhälts i der Höhen und Tiefen zu ihren Umgebungen, und zwei⸗ w.das abfolute, als Erhebungen Über den Spiegel des es. Mur durch beflimmtes, prüfendes Durchführen u beiben Über die ganze Erſtreckung ber Gontinente kön: B wir zu einer richtigen Kenntniß berfelben gelangen, und 5 eine klare Anfchauung ihrer Beflalten An Beriehung das Halberhabene (Basrelief) erwerben, melde allein mögend ſeyn wird, uns durch das Gemeinfame im ber zf@giedenheit, Ber Einheit bes Ganzen nachfpüren zu lehren.

Berge und Ebenen, gleichviel in welcher Melation zu under, und gleichviel ob Hoch oder niedrig an fich gelegen, be loſſen immer nach demfelben abfoluten Maaßſtabe Meesreshöhe vergleichen. Denn unter der Borausfeßun es fiber das ganze Erbfphäroid gleihweit vom Mittels sch abſtehenden und gleichartig verbseiteten Meeresſpie⸗ s, nehmen wir diefen als den allgemeinen Waflerhos mt an. Er gibs uns ben natüclichen Fineheilungsgrund, ı Rullpunet dee Scala, aufs und abwärts, zur Meflung Wergleitgung dee Hervorragungen und @infentungen

drinde. Hieraus ergibt 2 dies erfle Geſez der Ans aung aller Erhöhungen und Vertiefungen als Ebenhei⸗ Fi Unebenheiten, int Beziehung ar das Erbganze.

-

- wird faſt allgemein das Verſchiedenartigſte ale etwas G

6 . Allgemeine Vorbemerfungen.

Zugleich aber auch bas zweite Gefeh ber relativen Ans ordnung des Beſondern in Beziehung auf die einzelnen Erb ebeile ober die Erdindivibuen nah idrem Stamm und. ihrer:

liedern. i

Unſre Aufgabe wird es daher ſeyn, dieſe beiben im ge) flöndiger Melation ſtehenden Verhältniſſe der Höhen Ziefen, ober dieſe formale Seite der Erdoberfläche, in ihr azwei großen Hauptformen oder Haupttypen, den fogemani ten Hauptaebirgen und Ziefländern des Erde, fo wie it. len ibren Modifikationen und bes dadurch Bedingten zu ap terfuchen. | *

Wie aus bee Combination von beiden, oder aus be: wo und wie fich beide begrenzen, unb bem: was auf, Ach und an ihnen fich berührt, alle Mannichfaltigkeit im Ton organifchen Bufammenbange fig weiter entwidelt, wihh. dann unmittelbar fich ergeben. ur

323 Erläuterung a. Begriff des Gebirges.

Wenn hier unter der Bezeichnung: Gebirge, als Contraſte zwiſchen Erhabenheiten und Vertiefungen 9

Id |

Erboberfläde, im Sinne dee Orographie, die Summe.

einer gewiflen Ordnung, nach gewiffen Gefegen und mit I! Rimmter Begrenzung zufammengruppirter Berge verſtanden wird; & ſoll hiermit gleich anfangs einigen herrfgendih: Mifverkiändniffen und Verwechslungen in der Erdbeſcheck bung vorgebeugt werden. Denn unter dem Wort Su

artiges zuſammengefaßt, oder wenn auch ein Gemeinf dadurch ausgebrüdt werden foll: fo ift doch ber Charakkik.

r das Gemeinfame von einem Befondern, Eigenthämlidgen

ergenommen. Ober mit einem Wort, wie das Kinb alle Berge gleich dem einen Hügel an fsinem Spiel denkt: fo bat au die Erdbeſchreibung im gewöhnlich Sinne, bisher in gleicher Uniformität das Verhältniß ber Gebirge zu den Flächen der Erde aufgegriffen, und fehr eins feitig verarbeitet, ba boch die Individualität in ben Foemen ber Erboberfläche als eine nicht aus dem Begriff, fonderm aus der Anfchauung hervorgehende, in der Wiffenfchaft ibre Stelle haben muß, ehe noch von allgemeinen GElaflifitatiowen bie Rede ſeyn kann.

So ift, um vorläufig nur einige Hauptpunfte zu bei richtigen, denn bie individuellen Geſichtspunkte kommen bei jedem Lokale ſelbſt vor, der hydrogtaphiſche, der geognofti de ber bergmännifche, der, länblichfittlicde Begriff von Höße und Gebirge fehr häufig mit dem reinorograpßifchen ver: wechſell worden.

Higemeine Berbenerkungen. Ag |

3) Geegebirge - 4 7 Kapkifde: feitdem Bäache *) ein Oyſtem ber isphöre 2* im 3: 1759. end ſein Memoire sur haines de Miontagnes du Glöbe terrestre fernuagab, * er bie Gebixgoketten als zuſammenhangende dr weiche die Continente in gewiſſe Quartiere ab: u Züge füßrte er bu die Meere und ferns Dreane hindurch über | die Sufelzeipen, Klippen "zu Untiefen (que je regarde comme les sommets ‚Site des montagıes marine) Aber ohne auf Be u zußeuden Grunde, ch dieß unter andern Retur alle Bulkaninr: m w Atlantifpen Deean die rund umber aus ber unergrünbeten Tiefe em: und wenigfens fo weit wir jtgt beobachten Kun kin Beweife, fonbern nur Anlaß und ünege Ber eines v —*5* Gontinentes (der Atlantis) bat wie udn ben wenn bie sen, und in den ie

ch ——ã unbenen Skin, Befäigungen einer fi bin

u ver * —— base Die Eintheilung bes ns diefe Chaines de Montsgnes marines, bie 7 Seegebirge genannt hat, in Waffins ober große een, ‚dat keinen hinreichenden Grund in der Natur, eine intereflante Anfiht derfelben von einem hypo⸗ Standpunkte aus. laſſen fi auf einzelnen Bebieten allerdings folche weine Kortfehungen von Bergzügen nachweifen, wie 5. n ben Mittelmeeren, aber dann treten, wie z. B. bei Veutiſchen Inſeln, denen des Griechiſchen Ärchipels, w Bicilien ) u. a. O. m., anderweitige rũnde d die von Gebirgsnetzen, Gebirgs⸗ eribianen, Parallelen u. a. m. meiſtens nur Natur hineingewaͤngte⸗ nicht aus ihr hervorgetretene

8) af ferſcheide. Berfgieden hiervon find Büache's Chaines de Mon- nes terrestres +44), die Landgebirge, welche nad ihm mmt werden bush die Quellen der Fluſſe und duch

) „Histoire de ——— des 13 Sciences A, 1982

ssay de Geo e sique' e) v. Zimmermann zu Malte Far Kor. : 1.5 e 313- ..) Dtto Raturgeſchichte des Meeres. azH. ar »as. Kircher mundus subterran. ?. Schulz Über den allgemeinen Zu —— Ze u mar 1803. 6.62.94. ‚+tt)

68 Allgemeine Vorbemerkungen.

das Gefälle der ſteömenden Waſſer (pente du terrain durch den Waſſerlauf. . Wenn allerdings ein ſolcher Waſſertheiler (point ve partage) oder eine folche Waſſerſcheide (Divortia aquarumf‘ eriftirt, wie dieß in der Blaflifchen Schrift Über den menhang ber Höhen bewiefen ift, hiernach die Erbol auf das beftimmtefle eingetheilt werben kann, und dieſe eheilung die intereffanteften Betrachtungen barbietet **) ift dennoch dieſe Eintheilung, obſchon fie alle Länder: Erde mit einem unabänderlicden Nepe von Waflı l wirklich überzieht ***), durchaus feine felche, weile © "Werfen der Geſtaltung ber Wrögangen darzuftelen vermölßf - Diefes Wefen befteht im Hervortreten ihrer Gefamtmait melde: unabhängig von der Waſſerſpülung ber egen u gen Ströme, die nur an den Oberflächen ihre Seflalten arbeitete, allein bucch den Kontraft ihrer abfoluten DW und Tiefen nach den Sefamtverhältnifien der Exrdinbiviäg zur Anſchauung kommt. Erſt mußte bie hervortrete urſprümliche Geſtalt des Erdindividnums vorhanden fe bevor das Geſetz der Waſſerſpülung bie Oberfläche model konnte, und dieſe Spülung konnte die dee Meere, meiſt d vorhergehende, wie ber ſtrömenden Wafler, meift eine nach gende fenn, alfo boppelartig; fo, daß das gegemmärtige RU der Waſſerſcheiden nur eine tertiäre jüngſte Mobifitatrom AR Erboberfläcden darſtellt, welche oft von EAN primären‘ abweichend feyn Tann, und demnad von fe i

r wichtigem SE dium bleiben wird, oßne feboch bie Brundlage aller Ein lung der GSeflaltung der großen Erbindividuen abgeben: koͤnnen. Aus ber Berwedhslung ber ſehr mannichfach bei vorkommenden Verhältniſſe, welche erſt noch auf anzen Erdenrund durch genauere Beobachtungen und ungen erforſcht ſeyn wollen, ging ſchon ſehr frühe m "ungegründete Kolgerung bervor, die fi in nicht } allgemeine geographiſche Befchreibungen und Syſteme e "deüngt Haben, zumal aber diejenige daß dieſe Waffe auch immer mit dem Gebirge zufammenfalle, oder urit ihe Eins fey. Noch viel weniger iſt vorauszufegen, daß da, w eine Wafferfcheide if, auch ein Gebirge ſeyn müſſe. 7 Aber biefe verführerifche Anfiht hat die neuere Ber - geaphie angefledt, umd flatt bes Zufammenhangs ber Hößen ober ber Höbenlinien, alle Gontinente mit wirklichen Ge birgsdetten aller Art überladen, bie nur zu häufig blos üı a antafie ber Kartenzeichner und Kompendienfchreibe exiſtiren.

*) T. Livius XXXVIII. c. 48. **) Dante Prose Venes . 1798. II. T. p..24. #. Br. Edel a. 0.0. ©.69. Rhod ec: im Wiener Saheb. der Sit. 2900, Kl, & 15%

Allgemeine. Vorbemerkungen, - 69

Es if daher nothwendig geworben, : überall au ben ers ſten Quellen und urfpelnglihen Anfichten und Berichten, aus denen alle folgenden fi erzeugt oder an bie alle fols genden fid angeſchloſſen haben, zurückzukehren.

Erſtlich bilder ein wirkliches Gebirge in weitem tiefeng Besplande zuweilen boch gar keine ſolche Hauptwaſſerfchei— bungslimie, wie 3. DB. der in diefer Beziehung infelartig lies pr Harz; das ganze Bebirge liegt außerhalb der erfien

ferfgeiden, und wenn diefe ben Grund des Gebirgsſy⸗ fkms abgeben follen; fo find jene niche darin liegenden nue de ige Trabanten anzufehen.

Zweitens: Wenn auch beide, Waſſerſcheibe und Gebirge miemmenfollen:- fo iſt boch oft ber Zug ber Wafferfcheide völlig verfhieden won dem Zuge bes Gebirges ſelbſt, wie in dem sangen Pyrenäen: und Alpengebirge *). Dft liegen bie Fr Gipfel einer Gebirgskette ganz außerhalb ber Waf: kefgeide, die auf einer nur mittleren Erhebung derſelben fertgiche, wie 3. B. ber Mont perdu der Pyrenfaͤen im Süs ben ber Waſſerſcheide ber Parendenteite liegt und nicht in:

ihres Zuges ). fc ziehe ſich die Waſſerſcheide Ne neben der boben Gebirgskeite auf ber Ebene Hin, 3. B. im Süden der Karpaten zwifchen dem Dernad unb Depuab, wo die Wafler des Baltifhen und Schwarzen Dee: 166 auf ber ſelbſt Hügellofen Ebene von Teplich und Ganocz 1860 5. über bem Meere), aber durchaus nicht auf dem open Kamm der Karpaten fich fcheiden, und fo a. m. ***).

Drittens, Es zeigen fich große Erſtreckungen auf ber Ihieberfiäche , wo zwar Waflertbeiler find, aber keine Ges jitge, mämlich wo oft ſehr bedeutende abfolute Erhebung u Ebenenbildung, oder ganz unfcheinbarer relativer Er: ebung zufammenfält, und biefes kann zwifchen hoben Ge⸗ gen und zwifchen ſehr großen &tromgebieten der Kal na, wie 3. B. der Waſſertheiler zwifchen Rhein und Do: am im 2. des Bodenſees, der weder ein Dauptrüden noch sberhaupt ein gen ift, wie es fonderbar genug über: BB heit *). o bie hundert Meilen langen Bergrüden Umalli) von Polen und Rußland, hie zwiſchen der Bott⸗ iſchen Bucht und dem Eismeere ziehen tr), und der größte Beil der Waflerfcheiden des nörblichen Amerika, bes nörd⸗ den und sfllihen Gibiriens, an welchen mehrere hundert teilen weiten Erftredungen unfre Karten und Geographien

e

Beognoftiihe Karte ber Alpen von Ebel, vom Bau her (Er: te, unb Ramond Carte des Hautes Pyrences. **) Ra- mond Voyage au Mont perdu. Par. 1801. p. 117. ***) Wah- lenberg Flora Carpatica p.XXXIN. +) ©. ©. Weiß über einen GSrundirrthum in der Darftellung des Terrains 2c. *7) 8. v. Bud Reife nad Norwegen. Th. 2. &. 201.

70. Mlgemeine Vorbemerkungen.

Gebirgszüge darſtellen wie Alpenketten, bie keineswegs is ber Natur fich vorfinden.

Endlich, fo zeigt fich zuweilen eine ganz eigenthümlich Kombination von Wafleefheiden und Gebirgstetten, wen aus «in komplicirtes Syſtem, wie 3. B. in Spanien, fid bilder. Hier ift das Phänomen ber Wafferfcheiben von. ben

ber Gebirgsketten ganz unterfchieden. Kit bie an fette ber Dorenden ſondern die Hauptwaſſerſcheide if politifhe Grenze diefer Halbinfel gegen das Continent wa

Europa geworden, feit dem Traktat von 1660 °), denn bi Waſſerſcheide if eine imaginaire Linie, bie Gebirgskette eis bis an so und mehr Meilen breiter Erdgürtel. Die Ab theilung der Provinzen ift faſt Überall auf die Waſſerſches ben (Vertientes) gegründet, die aber auf Ebenen li

Daher die fonderbarkten Gebirgswindbungen auf den * niſchen Karten, da ihr allgemeiner Zug, in ſofern fie näm lich wirklich als Berge und Thäler hervortreten, ein Paral lelismus von Oſten nach Werften ift, größtentheils unabhän gig von jenen Windungen. Daher bie Meinung, ale el die Flüffe immer die Gebirge entlang fließen, ba fie

wie 3. DB. eben in Spanien und faft überall auf der ganzer Exde, die Gebirgsketten auch recht eigentlich durchbrechen ** So mie der Euphrat, welcher auf den hoben Ebenen

- meniens entfpringt, und im Süden erſt die hohe quervor

laufende Tauruskette durchbricht, ein Umftand, der felbft ei sen Henne ***) irre führen fonnte und überhaupt in bei VBeflimmungen der Geographie der Altın und Neuern nid unwichtig ifl. 3) Erggebirge. Der bergmännifche Gebrauch des Wortes Gebirge, En gebirge bat bie Geographie verleitet, überall wo dieſe v tommen, auch eigne Gebirge in eänberbefihreibungen umi auf Landkarten aufzuführen. Doch liegt 3. B. Sreiberg In Erzgebirge nur zwifchen minerreichen Hoͤhen, und felbft dei böchfte Rücken vieler Gegenden des Böhmisch: Zächfifchen Grenzgebirges find nur Hochebenen; Schemnig im Unger fhen GBoldgebirge liegt im flahen +) Ungarn, und fo um zählige andere Gegenden, 5. B. zu beiden Seiten des Ural am Altaifchen Erzgebirge, in Süd: Amerika, erfcheinen am ben Karten mit wahren Alpenketten ausgeilattet, indeß üı der Natur durchaus Bein Grund zu biefer Betrachtungsar:

») Pet, de Marca Marca Hispanica s. Limes Hisp. etc Paris 1688, fol. 2. etc. *% ©. ©. Weiß über bie Rhein durchbruͤche u. a. in ber Jejitſchrift fiir die neuefte Sefchichte Staaten» und Völkerkunde. Berlin 1814. April, ©. 363 *xx) Rennell Herobot. Geogr. b. Brebow. ©. 448. 1) Town son srave)s in Hungary. p. 405, |

Augemeine Vorbemerkungen. 71

A nedmeifen läßt, ſondern nur ber Gebrauch bes Wortes Erzgebirge, wodurch nur der bergmännifhe Gewinn begeich: net wird, komme er aus einer Ebene, aus Hügelland ober ms einem Öebirge.

4) Der Geognoftifche, vom innern Bau des Gebirges engenommene Begriff defielben, kann erft weiter unten ges wuer betrachtet werden. Indeß leuchtet fo viel auch bier hen ein, daß es doch wohl fehr viel auf den innern Bau er serfdiebenen Glieder anlomme, wenn man diefe als zu mem Korper, wenn auch nur feinem Aeußerlichen nach, zu mem Syſteme gehsörig betrachten will. Hiervon aber iſt ſas jetzt in Ber geographiſchen (äußerlichen) Anſicht der Erd⸗ cderläche noch nicht die Rede geweſen. Sie darf aber, wenn Fe ein wilflenfchaftliches Streben hat, nicht das Aeußere in

prah mit dem Innern ftellen.

Bean man daher auch mit einigem Grunde 3. B. bie Keptunifchen Gebirge und bie vom Gap Peloro in Gicilien us wahre Fortſetzung der Apenninen betrachtet, da fie mit va Gebirgen Dis gegenüber liegenden Galabriens ganz leiche Direction, Streichen und Beftandtheile (Granit und Bueaf) Haben "), fo iſt es hingegen ein ganz willtührliches, 26 biefer Landkartenanficht und nicht Naturanficht her⸗ orgezangenes Verfahren, 3. B. auch die Gebirge von Cor: Ha und Sardinien als Kortfegung der Senuefifchen zu bes schien. Daß das granitiſche Cap Corte auf Corſika aber ine Fortſezung des Genueſiſchen, weit vorſpringenden, aber us fdiwarzem Uebergangskalkſtein gebildeten Gap delle Malle , Kingt eben fo fonderbar, fagt ein großer, Gebirgsbeobs der "*), als wenn das Gebirge der Vogheſen eine Korte gung dee Jurakette ſeyn follte, was doch ebenfalls in den kogsapbien ein leichtes ifl.

Dagegen wiederum gu trennen, was ſchon durch die mie Maſſe als Fin Ganzes zufammengehört, wie z. B. „u: Alien, Ho: Afrika u. a. m. wäre von der andern wegtsphifchen Seite wieder eben fo willkührlich, und für Ye Srötetrachtung im Großen verwirrend und wie bisher u feinem Ziele führend. Freilich find diefe Erdgangen uns ur nadı und nach theilmeife zur Kenntnis gefommen, unb n den maucherlei Völkerſchaften, die außen herum in ziefpalt und Miderfreit auf ihnen niften und umherzie: a, als ein ſehr Verfchiedenes genannt worden, aber dieß it doch von jeher die wahren Beobachter nicht abhalten nnen, in dem Befondern das Gemeinſame aufzufinden.

“) I cırara Storia Generale dell’ Ttna. Catauia 1795. 8. p. 3574. und Dolomieu Voy. pittoresqne de Naplas. T. IV. F- >. ") ev Bud über den Gabbro im Berliniidyen Magazin für R. ıgr9. ©, ım.

78 Afgemeine Vorbemerkinigen.

5) GEinfeitiger Sprachgebrauch von Wei

Der ländlichfittliche Gebrauch, bloße Anhöhen und . gel, wie faft in allen flachen Ländern, Berge zu nem wirkliche Berge aber, Gebirge und Gebirgezlige ober ' birgsletten für gleichbebeutend zu nehmen, ferner ein be ger. Land wie z. B. Heffen, Giebenblirgen u. a. mit irgsketten zu durchziehen, bie man auf Landkarten u von Alpentetten unterfcheiden kann, biefes und dergleit mehr, Hat viel Irrthümer in die phofkalifche Erdbeſch bung eingeführt, vor allem aber die Deeipung, ale w alle Hohen Gebirgsketten der Erde, oder bob eines 1 theils in einem bammartigen Zufammenhange fliehen müß

So heißt. es, dag die hohe Alpenkeite der Karpaten den Sudetifchen Bebirgen in einem großen Bogen von n ols 100 Meilen ganz Ungarn umgränge, ba das hohe birge doch wirklich nur 15 Stunden von Often nad |

en fich erſtreckt, bas Übrige nur bergiges Land iſt, de rößte Erhebungen in der Schweiz nur Vorhügel der Al Bein würden. Schon Kownfon **) wurde in Un urch das Wort Berge irre geführt, das wir im Deutfi er unbeffimme gebraudgen, wo ber Auslänber reif eſtimmt die Gradationen berfelben (wie coteaux, colli montagnes, hillocks, hills, mount) unterfcheidet.

Eden fo willkührlich ***) wird die Alpen» und 9 näenkette im ſüdlichen Frankreich durch bloße Hügelre und Hügelland zu einem großen zufammenhängenden Dirgsauge von Europa vereinigt, was wiederum allem tv sen Charakter beider Gebirgsnaturen wiberfpricht.

Der landlichſittliche Gebrauch, dagegen, die FIäd mögen file tief ober abfolut Hoch liegen, Ebenen zu nen: und als folge zu betrachten, biefer hat verleitet dasje au trennen, was feiner Bildung nad ‚jufaramengebört, ! über dem Lleinern Trennungen den überwiegenden Zuf menhang zu überſehen. &o bat man z. B. in Spanien . wereinigenden Hochterraſſen t) als trennende Ihäler betr tet, in Deutfchlaud bie unendlich vielen kleinen, auch umbebeutenbfien Bergzüge als ifolirende Theile aufgefü ohne das Verhältniß der vereinendben Bafls in ihren rei ven Abftufungen zu berüdfichtigen; fo bat man bieh überall, die alleranffallendfien Erfgeinungen in ber einiger Erdtheile ausgenommen, nicht beachtet, oder we ſtens doch in der Geographie nur obenbin berührt,

*) Wahlenberg Flor. Carp. p. XXX, **) Townson 250. ***) Passinges Hist, naturelle da Dep. de laL tm Journ. des Mines, V]. 813, +) Bowles 6tor. de Esp: und A. v. Humboldt ın Laborda Itin, dose: de r spegne. p aris ı808, T. I, pP» CXIV.

wterung 3. Ber egung begeichnender Aus: rer für HAFEN, ber ee

beſonders En. —* Pr ni. LE

Plateaux 1 eher old Gröhudel trfdeinen,n ann, de f Kane ter Höhe liegen und wiederum andre Gebirge mu 1 ober fel —— ſind. Die Belle

ns und ‚en = Dim mit verhältnigmn

Breite, 1; Seimmt Atemben Sieht

[3 tn ver 0% * R. Eh —5 yon Ho!

1, un ——* ſeibſt als Gebisgeländer, a

E m —ãA —* —— Menge, betragpten wir jegegruppen Be wi gun fle in 7 Drograpfie gu um:

en Bann ——

74 Allgemeine Vorbemerkungen.

hinreichend für das Berſtändniß ber Hauptthatſachen be nächſten Unterfuchungen, benen überall in ber Folge am sechten Orte bie nothwendigen Erweiterungen biefer erfleu Angaben für jebes Lokale folgen werben. Die abfoluse Er Bebung aller diefee Formen Über den Meeresfpiegei, won welchem allein nur unfte ganze. Haupteintheilung aus fenn, foll uns im allgemeinen den Sprachgebraud beflimmen helfen.

Alle Sefammterhebungen über 4000 Fuß Meereshäße wollen wir Hochländer oder Plattformen bes größten obe erfien Art nennen; alle darunter aber der zweiten Art, um ‘die Uebergänge zwifchen beiden, vermittelnde höhere aba niedere Stufen und Terraſſen. Ginzelne Erhebungen vos ein bis 2000 Fuß nennen wir Hügel, Höhen; von da bi an 4000 Fuß etwa niedrige Berge und niedrige Bebirge Auf die haarfcharfe Bezeichnung diefer untergeordneten Bl fen kommt fo viel nige an. Die Gebirge ber zweiten Kaffe, vder mittelbohe, reichen bis 6000 Fuß, über biefes ſtehen die Alpengebirge, und über 10000 Fuß Höhe die fengebirge ber Erde.

Hieraus ergiebt fich für's erſte leicht, mas unter Hügel land, Bergland, Alpenland u. f. w. zu verfichen ift, men auch hier von keinem mathematifch begrenzten Maaßſtab ausgegangen werden kann und foll, ba biefer felten in feine Strenge bei den: weiteften Erdräumen angelegt werden fan aus Mangel an wirklich vorhandnen Meffungen.

Anmert. Gezimmer der Erde.

Wenn wir ben Ausdruck Gezimmer ber Erde zuweilen ge brauchen, fo fol er bier nichts don ber vermeinten Zeftigkeit um bem Zufammenhalten der Erdfugel bezeichnen, fonbern nur eine Wink geben, daß ber aͤußern Korm eine innere Gonftruttion bo wohl zum Grunde liege, die erft erforfhe werben muß, und el erforfcht ſeyn wird, 1*

Schon Buͤache führte dieſen Ausdruck (Charponte du Globe in die Erbbeſchreibung ein, und Desmareft veränderte ihn in Os sature du Globe, woraus man ein @erippe oder Knochengeruͤß ber Erbe gemacht hat. Scheuchzer nannte bie Berge insgeſamm ſehr würdig das Gebäude ber Erde, und machte fhon frühe au ihre Bergbaufunft aufmerffam *). Mit dem Ausbrud: Gebirg der Erbe, verbindet man einen engern Wegriff, mit bem von Gi zimmer der Erbe will man auf eine innere und äußere Anorl nung hindeuten , und in biefer Binfiht ſcheint Aleranber vo Humboldt dieß Wort von neuem eingeführt zu haben. Bon «ei nen Bau ber Erbe Tann aber eigentlih nur in einer @eologi die Rede feyn, und theilmeife hat diefen Ausdbrud Ebel aud I die Gebirgsbefhreibung eingeführt.

%) Helvetiae Historia natural, I. p. 116,

XXXRXRXRXXXXI -

Nach dem, was im ber Einlei über den’ Gang und

ia Biefen Worsenterfungen über den Auedrud in diefer Ars Weit beigebracht worden, könmen wie, fogleich uns zu der. Illärang des Befondren wenden. Aus diefem mid eine jemonnene größere und lebendigere Fülle von Anſchauungen mb das allgemeine Nefultat ung fpäterhin mit defto mehr jenem foftematifgen wieder zurüdführen. Bis en wir uns in ber Tebendigften Ueberjeugung zur “Unmiffenheit und —— —— ammten raphi laſti fers Planes

uns den ſtiner ——— zu vetſenken/ um aus bem Beſondern und

t des Beſondern uns wieder zur Ueberficht bes Orfammten und wo möglich einft zu einer wiſſenfchaft⸗ Iüßen Derftellung derfelben gut erheben, die bie jehr, ohne enderweitige Hehe ‚einfeitiges Streben bleiben —— in die hiſtoriſche Datlegung unſers Ges

—— 3* Fe Die heägaglen Warte, FE Die fießımenden Wöoffer Gafmnen Rh Seras nad ba —— ihre Wege, von den höhere in dee eie⸗ Binder; Die Wirkungen ihrer Ballhärigkeit können aber we in einer großen Mannigfältigleit erfpeinen. Sieſe mf allen "den Gombinationen entfpredhen, wellfe eines nis aus dem Wafferquantism und der Zeit feiner Ein- anf den Erdboden, und andern Theils aus der Zahl der ihm enigegenteeteben Erdſtellen, Hervorgeben. auf diefe "Weife entfpeingenden‘, wnerfdjöpflichen beit des Wafferlaufes, liegt eine ber wichtig en zur, dem Raume nad allgemeinen, Entwidk unorganifirten Erdoberfläche zu d logalis Wielfeitigkeit abe —ã wir, in zen a ufommen! ' nennen, bie le —X Fre er dem Wrisfchen außer wheb, der m ihrem Kreife fich bewegt, und überhaupt äumlige Baſis alles organifgen Lebens if. i Bmar find wir daran gewöhnt, bie Gteombilbung, “e Gier insbefondee betracpten, uns ale einen Über: "gleigen und giekhartig vorgerädten Zuſtand alles fird: Waffer zu denken, und nicht als eine fortfchrei: tenbe Gntwidiung deffelden, weil wir das ganze Erbensund iberhaupt, als ein überal Gleichförmiges zw betzachten gen, wie ein menfglihes Were etwa, van dem ber Meifter die Hand abgesdgen, Bas nun in feiner Wollen: Yung und gu begrenzen if. Aber es wi: verfpricht Aberal) bie Matwebetsachtung. einer ſeichen A:

great

ß

76 Algemeine Vorbemerkungen.

naßme bei ben Stromſyſtemen, und es wird ſich zeigen, daß fie weniger und meh: ausgearbeitet find, baf deren Men; theilung über die Erdrinde nicht gleichförmig iſt, und daß mehrern von ihnen, auch nach unfern de euwärtigen Reunsk niffen, eine Saratterififipe Eigenthümlichkeit zukommt. Einmal ift dee Quellenbezirk gewiffee Grremmfpfeme # wenig inbivibualifiet, daß eben in ihm entweder gang Jahr hindurch Feine Waſſerſcheide, ſondern eine Gemeile ſchaft des obern Laufes, der nach entgegengefeuten Wiese: becken gerichteten Ströme, flatt finket, wie fehr Häufig IM. Norden der Erde, ober wenn auch nur einen Theil bes | ves hindurch, nämlich zur Regenzeit, unter ben wie hoͤchſt wahrfepeinlih beim Niger, Nil in Afrika us: eis der Ströme durch die Gebirgelandg, er em Zuge der mie ie irgs vereäth ſich ber 2. Unentwidelte Zuftand ber 2 bla in den Meiben von Wüſten und Reöllkieſel wie | Afrika, oder andermärts von Seezügen bie Wergthäler lang, welche als wahre Stromerweiterungen jegt nur durch reißende Bergfiröme, Gataratten, Felsketten u. f. mit einander in Werbindung I fieben pflegen. | fih diefes in dem niedern Boden ber Polarländer wie- den ˖ hochſten Gebirgslänbern füblicher Breiten, wo Alpf bildeten, weiche andern Landſchaften wiederum gäuzlich lem. Auch zeige ſich die unentwideltere Form in ben Stromgebieten beim Austritt derſelben, aus faſt al⸗ len Gebirgsganzen der Erde, in den Sumpfregionen am Grenzſaume derſelben. Am untern Laufe der Ströme findet fich völlig aucgo⸗ wirkte Thalbildung und öfter auch wieber Auffüllung‘ bass felben, in den einen, wie 3. B. im Nil, Ganges, Eupbrat m. f. w.; indeß fie in anbern, wie im Niger, ben GSibiriſchen und Amerikaniſchen Strömen, öfter minder bemerkbar if, und hier fogar zuweilen Zwitterfiröme, zwiſchen zwei Sy⸗ flemen, wie der Gaffiguiare in Südamerika, wie am ee oberhalb Martabon zwiſchen dem Ava und Peguftrömen, wie am Annam zwiſchen dem Siam und Sambojaflrom, wie die Tärando⸗Elf gwifhen ber Tornea- und Calix-Elf im Lappland u. a. m. fich bilden Fonnten. Auch hier müffen wir nur vorläufig, um bes Verfländs niß des Folgenden willen, einige Bemerkungen voranſchicken.

Erläuterung 1. Flußgebiet, Stromſyſtem.

Wenn der Zuſammenhang ber Höhen *) auf welchem wie uns bie mathematifche Linie der fortlaufenden Waſſer⸗

*) Br, Sulz über ben Zuſammenhang ber Höhen. S. 5. u. f.

Befefene, Oufmiier. - 77

ur Fnareeiie beine u ** des t: fe. 8 das im ie, an sum Wesre RP

dit deren i r 1 Enblinie, alı Int Iogtıs Sinnfel, Br —46 —* Anfangslinie it der und der Raum Auellland, aber Rs Ciremt. Alle bem legten Stroms Yale Buftfe, weige be ben Gelber Kalnte Beigweimme * e Silben. —— * den a wie Peri

. Fed ger —— —— En re ee

wollen . GE

nennen. zu Di Bersleigung dr Ertemimen mih Base znb dit (Gapeciäe) tan dan Gl ieflamen, nu0 Bine

die €: —— [EG x —5— —— a: Ei e Bei

Gettexer, unb Dite Cpfem ein Pen 2800. . »i “) Busche Essai —————— ‚Mom, Ye Pamdante Aazia, ‚sanserusat. I’histoire Fr

| aoie, T. XIV. 2376, _

78 ‚Allgemeine. Borbemerfungen.

chineſtſchen Fluſſes auftreten nad ber Gradation, weld etwa fleuve, riviere, ruisseau im Franzoͤſiſchen bezeichne

Wir wollen nach der Länge und dem Flächenraum bie fie famme ihrem Quellenbejzirk einnehmen *), in Werl Hung auf einen Erdtheil insbefondre oder abfolut zum Er - ganzen, fie als Stromſyſteme vom erſten, zweiten und bei ten Rınge betrachten.

Au der im Ganzen unbebeutendfte Fluß erlangt gra| Wichtigkeit für das zu Im gehörende Lokale *). H Kleine Baieriſche Iſar z. B. nimmt aus ihrem Quellenk zirke bis zur Mündung, von ber linken 860 fließende Wa auf, darunter 44 Flüßchen; von der rechten Geite 4551 59 Rinnfalen; zu beiderlei Seiten rinnen 151 Seen u: bedeutende Klüffe in bie Sfar. Sn allem: wird fie bug 156 Seen und 19393 Duellftcöme, die ſich in 105 Rinnfak in fie ergießen, ernährt "**). Die Ifar ift aber bach mm einer bee 34 Zuflüffe (und nur vom vierten ange bderfe den ***"), des Donaufltoms, welcher in Beriehung auf» Stromſyſteme der Erde, nur zum dritten Range gerechn . werden kann. F

Nicht die Größe allein, ſondern bie ganze Combin tion +) der Mannichfaltigkeit dee Natur im Stromfyfle foll uns hier die ganze charakteriftifche Individualität be elben beffimmen IF). Ahr liege eine phnfifche Einheit zum

runde, beren Princip ſich matbematifch barftellen läße +++ welche auch der Naturblid auffaßt, wie dieß im Orient w den rößten GStromſyſtemen, 3. B. bes Banges ud Inde der EN war. Mäbar ), d. i. die große Furth, * in Sftindien insgeſamt alles Land vom Bengaliſchen Ge länge dem Ganges an beiden Seiten aufwärts bis gi hohen Himalajakette, und entfpriche ganz unſerm Begri von GStromſyſtem. Mit gleichen Säarlsliee haben % Morbamerikaner die hiſtoriſche Wichtigkeit ihrer Stromf ſteme aufgefaßt.

Anm Waſſerſcheiden als Tragplätze. Die Wa ſerſcheide, von ber wir ſchon oben geſprochen, bezeichnet übers

*) Rennell Appendix’in M. Park trav. p. XVil, In bi Philosophic. Transactions. Y. ‘1781. p. 87. und Maj Müller bei Dtto a. a.D. &. 130. **) Scheuchzer llelve hist. natur, 11. p. 4. ***) v. Riedl bydrographifhe Kar von Baisrn, VILM Al, F. Marsili Danubius. zo 1726. fol. T. Vi. Mapp. potamograplica. fol. 59. +) Reı nell Ganges in Men. 4 a Map SE Hindostan, 3 Ed. | 308. ++) Playfair Illustraiions of the Huttonian The ry of the Earth. Edinburgh 1802, 8. p. 367. FD Pla: fair a.a. ©. p. 102. +++) Th. Maurise Indian Ant quäties, London 1806, T. I. p. 230,

Mänbungen aber denk Atlantikden Kilen Di. 3 melde hier durch % große Breite des Yolarifgen er geftennt find. milden Zeplich und ("7

reeres an) "Die Kautaker Bahnen (ide San eer * e Früffe, mit I ——— se

rin De Basel en. Bafe! aufen um se), ſehen nie an ihnen yordber, er en auf biefe Steinhaufen zu werfen, damit, wie fie fagen, Schridegebirge nit Meiner, fonbem gröfee werden Birklid Liegt * Gebrauche die ſe tige Bemer⸗ Ing unter, daß die Waſſerſcheiden nicht als abfelute Grenzen: zu Hrahten find, und def die Flüffe —— berwarts laufen, foR- m nad) ihrem Urfprunge zu. au) ırtö fpreiten, indem bie Wadllen aller Bäche und löffe,. wie dieg auf ben Dochgehirgen Veförend wird, wirklid) reculiren +). .

Bür bie weiten Flächen bes Norbens_ber Erde in Rorbames

Me, find diefe Wafferfeiben ald XTragpläge (partage, trans.

ü Norden * en hen (wos

m, tragen „ehr wichtig gerworbenz mar

nen enaunt —8 —— .

be zwei ſoiher Moloden zwiſchen dem fhwarzen und dem

Innere in Btufland; der. eine zwiſchen dem Don und ber Welga

Beriggn, der andere oberhalb Tſcherdin zwifhen der Tolwa

Yetihora. In Ungarn heißen fie Käp, wie J. B. Bhemese weiten ber Themeſch und dem Marofd.

Zn den verfciebenen Erdtheilen find fie aud ſehr derſchieden müheilt, und. nicht von gleiches Beet Amerifa +++) hat kamg tige zwifhen dem Oft» und MWel-Dceans 14 B * ige zwiſchen den entgegengeſetten Meerbeden, iſt

* —* En ee —— mad u Karl der ** on ihre ien un! 2 eihmen fi durch die Armuth biefer Hauptformen ber ee

gu #

®) Lewis et Clarke ‚Voy. p. 188, **) Wahlenberg Flor. Carpat. p. XXX. Yallas Stuffifche Meife. 4. Th.

IU. p. I. vun) Reue Kordiſche Beiträge. SH. IL. P. 95- # Journ. de Fhysigue 1810. Juin un) Puamor Vor: sique dans les Pyrenees, p. ser Rot

if ..&. 3 „Il. ©. 41. —— Seh DH

umbold: Essay po) lour. Bsp. I, ch, 2, ö

80 Allgemeine Vorbemerkungen. 4

| gebirge aus, welche als eine Bedingung einer Art ber Commmen

sation des Innern eines jeden Erdtheils mit feinen Umgvenamin gen ,. boch ſcheint verausgefegt werben zu muͤſſen.

. Die Hauptwaſſerſcheiden theilen bie Gröoberfläden in

große Weerbeden (Bassin de mer) ber erften Art, in ı&

‚aweiten unb 26 ber britten Größe; deren Betradhtung und

unten an einem. andern Drte befchäftigen wirb. Tr

Criöuter. a. Richtung, Befälle, Oberers, ii: | der und Unterer Lauf der Ströme, 2

Die, HYauptrichtungen ober bie Normalbicectiom Brime wird theils durch bie gegenfeitige Richtung

en jeitungen in Verbindung mit bem rs ıfei Hp ni ihrer Waflermaflen unb ihres Falles, | durch bie Beide enheit und die Gtructur ber Gebirges Wi Erdmaſſen, welde fie auf ihrem Laufe ee ww Dinge. In den Richtungen bee Ströme ftellt ſich je ed gang deutlich, bas Geſetz vom ‘Parallelo we ber Kräfte. U aber nur felten, ober vielleicht nie gebt bie Stromrigt u * allein aus ben unter einem gewiffen Winkel mit geniſſ Kräften zufammenftoßenden Waſſermaſſen hervor. Oft tuBER noch die heterogene, widerſtrebende Kraft ber Maſſe des Beg 108 hinzu, welche mit einwirkt auf bie Richtung des Stromik, Die kleinern Abweichungen von ber allgemeinen Richt werden oft allein durch den wiberkand der Gebirgeme verarfat. Dieß ergiebt fih 1. DB. fehr auffallend an MWindungen bes Rheins zwiſchen Bingen unb Raub, “u obern Zeffino, am bee Dal⸗Elbe in Schweden, u. a. wo dieſes genauer verfolgt worden ifl.

Aus der edigen, im Zickzack an einander 3327 Kette, von immer kurz teen, Iongitudinalen und transverfalen Thälern, werden, wenn der Strom aus nl feften, .gefebichteten, nn feifalinifgen „Sebirgemelte pero sreten iſt, feine Diegungen nur fanften wenn er in ein leicht gerflörbares Höysebirge, wi im keres, Land übergeht. Das geüb Tann aus einer richti 27 Zeichnung bes Stromlaufs 3 gm einen, mit —* icher Sicherheit, auf die Meſſe des

ttes zurũckſch

Die Ströme engsregen wenn nicht andere maächtü

ere * dagegen wirken, die Gebirgsmaſſen in benjen | * tungen, in welchen ſie den geringſten Widerſtand

ei Gebirgsarten mit aufgerichteten Schichten

—2 in den längern Thälern immer dieſen Esih

J ") Hausmann —— De Reife, » In. ©. 324. Haut

at, durch die Zuflüfle aber vermehrt. Reißende b laufen in einer Sekunde einen Raum vom 7 Fuß, bezäßmbare weit weniaer, unbezäßmbare

*

1) Oberet Lauf der Ströme.

ochgebirgen ſtürzen bie Wafler mebe als ba , Bass eberall Ale den amen * Biefbähe, Achen, Nan’s, Torrents, Gaven, w. In den Pyrenaen ) 1. B. beträgt das Gaven im Durchſchnitt auf jeden Fuß Länge, sen Zoll; hiezu kommen von Sirecke zu Strecke Wäle von 2 dis 5 Fuß und mehr, ſo daß fie im be⸗ m Bebraufe viele Luft einfchlingen, und zu Silber⸗ werden. Go wieberbolt fich biefes auf allen Als bern, Dochlanden und an unzähligen Steilküſten det

Ir

*

ayfair Mustrations Not. XVL p. 354. u. a, D. ) Par⸗ Grundriß der Phyſik ber Eh. Riga 1816. ©. 337.

*) 9. Wiebeling allgemeine Waſſerbaukunſt. Ip. I. &. 41

ahm Anfangsgr. ber Mafferbautunfi. 5. 200. +) Pasumer

y. phys. p. 355. g

y

- a

3a Allgemeine Vorbemerkungen: -

olarländer *). Selbſt die Alpenſeen Baben noch

efälle, nie B. der Lago Maggiore oberhalb An zwifchen Nogadin und Arona, in jo unbeträchtlicher noch ein He von 53 Buß nach den Meſſungen des fen Morozzo ’*). | a

2) Mittellauf der Ströme | |

Weit geringer ift das Gefälle unterhalb ber Bürge und Alpenſeen, oder bei Flüſſen, die überhaupt von geringern Höhen Berabrinnen, wie 5. B. ber Nedar "? des von feiner Quelle bis Heilbronn, 50 Stunden Lauf,’ ü ede Stunde Wegs nur 38 Fuß Gefälle, ober auf 38

uf noch nicht einen Zoll Sal bat. Geringere R

giebt das Flußprofil des Ddergebietes }) in Gchlefien, m eringer ift noch ber Fall der Donau von der Quelle” Mresburg, nämlich nur 1700 Fuß auf volle 9 Längeng Horizentalen Abſtandes. Ja das im allgemeinen ſchie ringe Gefälle dee Ströme hat ſchon äfter die Aufmreräiil keit auf ſich gegogen IF) und barf auch bei den folgemm Betrachtungen nie aus dem Auge verloren werden. - _-

Unter Zlußbette verfieht man bie ganıe Breite Fluſſes, welche nach dem Waſſerſtande oft fehr verichiem feyn muß; ‚wie 5. B. des Mifffippi zu Natcheg bei wiel em Stande, Baum eine halbe Stunde mile Engl.)

gem Waſſerſtande 6 geoge. M. (30 miles) FrF); bes noto, der bei St. Thomas 3 Meilen (3050 Toiſen) if, zur Zeit der Waſſerſchwelle, aber His 15 geogr. nad Dupons +++) u. a. m. ' |

Verfchieden vom Flußbett iſt die Stromrinne derjenige Theil deffelben, welcher der ganzen Flußme Leben und Bewegung giebt, gieichſam die pulficende Arten bes Fluſſes if. Im obern Kauf fällt fie meiſt mit be Bette ſelbſt zufammen; im Mittellauf ift fie mehr bezelt

*) Wahlenberg de altitud. Montium Helvetiae in de V getatione et Climate in Helvetia septentr, Turic. 288 Tale etc. *%*) Nivellement depuis Turin eto.

. in ben Mem. de l’Academie de Turin. A, 3 p-! “+, Bohnenberger Barometr. erigon. gemeffene den i Tübinger Blatt für Raturw. und Arzneilunde. ır Banb Zt

Stuͤck ©. 330. +) 3. dv. Sharpentier Klußprofil von Schl fen. Bresl. 1813. ©. 106. ++) Otto Hybrographie; Parr Phyſ. der Erbe ©. 228, S. F. Lacroix Introduction & . Geogr. Math&matique ot Critique etc. Paris. 2 Ed. 182 p. 332. W.@. +++) W. Dunbar in den Transaction \ the American Society at Philadelphia. 1804. T. VI. p. 16 HHf) Dugons Voyage à la terre ferme. T. III. p. 25

71*) v. Biebeking allg. Wafferbauf, I. ©. 450, und Reı nell Mem. 3 Edit. p.34e, '

88 + Se —2 nicht in der —— einen Gefaͤlle (pente), zieht aber ‚zus ; en Selswand bes Thale (contrepents bern Tiefe Hin. Durch fie wers bee Gtröme

Beisegung: die Serpentinen ober langenlauf bildet Mc, erfor ) des mittleren Stromiam Rh Infeln, Werder, Auen; er Ausnafımen Feine Seen, welde ben Du me caracterifiten. Aber bei biefen ann lift es fich ſehr Häufig nachweifen, daß fie _ elegte Seeboden find. . - Hal. von Schafhauſen bis | ſberg Sin, und wieder von I: . Eben fo nachzuweiſen ift es im Mittellaufe von Ulm an bis zu ben zungen (ötranglemens), von Kloſter Neu⸗ halb Wien, und von da wiederholt ſich Dies nung noch einigemal oberhalb Peſth, und ums min in den Stromengen von Drfewa F) u. a. O. iR es am Ganges, Indus, Euphrat, in den Ames menu. ſ. w. Ja im unentwideltern Strönr m des Ganct Lorenzo, find die Seereihen noch vorbanz weiche fih als fo viele Baſſins, eins in das andere, m, and ſo den Strom felbfi konſtituiren; aber bie e der Gtrombildung konnten bier feit ben wenis unberten, in einem fo £oloffalen Maaßſtabe wie d, beobachtet werden FT). e Ucbergänge, welche bie fließenden Wafler aus ben trodengelegten Seeboden in bie untern machen, \ efammt bei allen Strömen noch fichtbar, mehr miger, characterifirt durch Felsengen (defiles), Zus Manärungen (etranglemene) , oder Häufig no® von ur das Flußbett Bindurchflreichenden Trümmern DD ea größerer Felsbänke, Riffe, Klippen, Stufen, 1, weiche die Strudel und Sitromſchnellen (whirl- zapids, ber Engl. rapides, sauts per Sranzofen,

Rennell Mem. Aber ben Banges a. a. O. **) Ham- sur le Bastberg .in ben Annales du Musse d’Hist. T. VL R- 356. RE) v. Wiebeling a. a. D. I. ©. ur. ) Bory St. Vincent im Berlin. Magazin für Nat. Big⸗ ).-2808. ©. 295. +) Marsilii MER Gen. Danubii. 40. und 16.5 und Vopowitſch Unterfühungen vom Meere. +4) A. Ellicor in ben Transact. of ıbe Ameris. *F.1V. 2.28 ar F2

.

84 Allgemeine Vorbemerkungen.

oaltos und raudale ber Spanier, Scheweren ber’ bh bilden, und oft wie 3.8. fo häufig in Nordamerika w. Mi Gataraften genannt werben. Um bei den nächften Eurg fen zu bleiben: fo find es z. B. die Saltos be Lob Suadiane, die Stromfchnellen oberhalb Monte Goraer Duero, bie Stromſchüſſe unterhalb Saragoſſa bei Sell im Ebro *); ‚die Hapides ber Rhone zwifchen den bänten von Pierre Encife unter Lyon °*), bie der Loire unter Roanne ***) bei Iguerando, bie des 9 tel: Rheins unterhalb Straßburg, am Binger: Lo, Ganıt Goar, unter Andernach ); die ber Eike Leitmeritz, Auffig, Rauhe Kurth, KRlingler und Recerh er Eurch unterhalb. Meißen 7). Es find. die Dia rudel Fr) bei Grein, die Stromſchnellen bei Klofter U burg, bie Klippenpäffe bei Tachtali, Demirkapi, Orf in dem Dnepr find. es bie 15 Porogs unter Katharll law +1}) u. a. m. | r .. Diefelben Erfcheinungen finden fi gleich Haras ſtiſch in allen Strömen der Übrigen Erdtheile wieder, : ihre Beachtung wird zu wichtigen Reſultaten die Gefammtbildung bderfelben führen. Gie erfihem Giberall die Schifffahrt, oder Kindern fie gang, und y fen niche mit den eigentlichen hohen Waſſerfällen, « Katadupen, Cataracten u. f. w. vermechfelt werben. Mi nebft den fleilen Selsufern und den Alpenfeen charas firen den obern Lauf der Ströme innerhalb bes H birges; bie Stromfchnellen aber, nebſt ben weiten ontalen Seeboben und Gerpentinen, ben Mittellauf Hiben innerhalb der Stufenländer. Unterhalb ber Stromſchnellen treten bie Ströme nun in bas horizor niedrige Slachland ber Erbe ein, in welchem bie dritte racteriſtiſche Form fich zeigt.

3) Unterer Lauf

Die Strombesten des obern unb mittlern Laufes u ten, wie fie na und nah an Waflerfülle abnahmen, | ken gelegt werben 417) ; fo wie die Vormauern in den 0 Stufen durchbrochen waren, wurben damit bie unten d

. ©) Towmnsend tr. II. p. 45 *%) Journ. des Mines. . W. de *%*) Passinges im Journ. d. Min. VI. p. J sie) 8. Ockhart ber Rheinſtrom u. f. wm. Maing ı 7) Merperger Elbfitom. Dresden 4. &.7. ++) Rad ten von ben im Strudel ber Donau vorgenommenen X ... ten durch bie K. K. Navigations⸗ Direction. Wien 1781.

. S. 12. TTH). Guͤldenſtaͤdt Ruſſiſche Reife. Ah. U. ©. +9 alien dem Bau ber Erde im —* a

} Waſſerſyſteme, Stufenländer. 85 en. lehrt noch heut zu Tage bie Gefchichte aller

Das des untern Laufes wird oft faſt un: B. des Senegal von Podor zum Dcean auf ng Fuß nad Adanfen ; des Amazonenftroms auf 200 lm landeinwärts, nur 105 Fuß, alfo auf

kaum a Linien, nach Gondamine, u. f. a. m. I Der Drud der hier fehe mächtigen Waffermaffe, ber 2 der Ebbe und Fluth, die jährliche Periode der I, bewirden bier, moch vor ber Herftellung ihts erſt noch "einen befländigen Kampf ber Men Refultat mach der verfepiedenen Localität

ieben ſeyn muß **).

Die Wifrrmaffe des Stroms fucht nach Ausgleichun, "Ri dutch bie rd un der Mil bei Cairo; bie Arbeit des Stroms gegen das Eanib und der Widerftand des Meeres bemwirfen die Ablage (de) ve, alluvial detritus) des Ströme, welche unten der Baflerfläche, Barren, Flußtiegel (bas fond, bar- D; über derfelben ju Deltas +) (atterrissements) wer: 1 © 5.2. um ges, Indus, Euphrat, Nil, Rhein, haupt an 14 der Hauptiwaflerfpfteme der Erde. Das patheil, noch nicht gefüllte Räume, fondern weite Müns en, negative Deltas (Negative Delta oder Inlet of Ocean ber Engländer) FF) zeigen ſich bei 9 großen efferfoflemen, wie am Ft Senifei, Sanct Los ), Columbia: Fluß u. f. w., Eur; meiftens im Norden

Ede, und felbft bei den Eleinern Elfen und Creeks. Eine andere Eigenthüimlichkeit des unterm Laufes, if iss auferorbemtlich häufige Wechſeln ber Gtromrinne, und das Wandern des Gtrombettes HF} von einer Beite ber Ebene gur andern, welches bei dem Ganges, us, gr „Rhein, hiſtoriſch verfolge fo merk: her Raufe der Ströme beginnt bie alljähre W wiehntihrende, allgemeine Ueberfehmenmmung bes Flach⸗

Playfair Illustrations, p. Srede Beologifhe Beob⸗

2 über einen —A —S—— Länder. Halle

* ©. 56. u. a. ©. m._**) Playfair, Illustrations Not.

. p- Bst, "e*) d, Wiebeling Allgemeine Baſſerbau⸗

int 7. &.16, M Andenasey

9 . 190.